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Moto3 in Sepang 2019: Weltmeister Dalla Porta feiert dritten Sieg in Folge

Lorenzo Dalla Porta schafft in Sepang den Hattrick und holt sich den dritten Moto3-Sieg in Folge - Jaume Masia rollt das Feld von hinten auf und schafft es aufs Podest

(Motorsport-Total.com) - Moto3-Weltmeister Lorenzo Dalla Porta setzt seine Siegesserie auch in Sepang fort. Der Honda-Pilot sicherte sich beim Großen Preis von Malaysia seinen dritten Sieg in Folge. Sein Markenkollege Sergio Garcia feierte als Zweiter sein erstes Podium. Dritter wurde nach einer starken Aufholjagd KTM-Pilot Jaume Masia.

Lorenzo Dalla Porta

Lorenzo Dalla Porta fuhr ein cleveres Rennen und sicherte sich den Sieg Zoom

"Vor dem Rennen sagte ich zu meinem Team, dass ich dieses Rennen einfach genießen will und versuchen werde, es zu gewinnen", erklärte Rennsieger Dalla Porta im Parc ferme. "Das hat geklappt. Ich bin happy." In der WM hat er nun 89 Punkte Vorsprung.

Das Rennen über 17 Runden startete unter besten Bedingungen. Die Strecke war trocken, die Temperaturen lagen bei 32 Grad Luft und 45 Grad Asphalt. Den ersten Zwischenfall gab es dennoch schon vor dem Start: Masia musste seine KTM auf der Sichtungsrunde unfreiwillig abstellen und folglich von ganz hinten ins Rennen gehen.

Masia nach frühem Defekt klar auf dem Vormarsch

Albert Arenas machte am Start gleich drei Plätze gut und bog als Führender in die erste Kurve, wurde aber im Verlauf der Runde nicht nur von Pole-Setter Marcos Ramirez kassiert. Auch Tatsuki Suzuki und Gabriel Rodrigo gingen vorbei. Zwischen diesen Dreien wechselte die Führung in der Anfangsphase mehrfach, weshalb sich niemand absetzen konnte.

Der vom letzten Platz gestartete Masia hatte sich nach zwei Runden bereits auf Platz 16 vorkämpft und kratzte an den Punkterängen. Er markierte zu diesem Zeitpunkt die schnellsten Rennrunden, musste sich aber erst weiter durchs Feld navigieren.

An der Spitze machte Suzuki die Pace und zog Ramirez, Rodrigo und Arenas hinter sich her. Auch John McPhee hielt auf Platz fünf den Anschluss. Überhaupt lag das Feld wie so oft eng zusammen. Größere Lücken hatten sich noch nicht gebildet. Aus dem Windschatten herauskam es immer wieder zu Überholmanövern und Positionswechseln.

Heikle Situation: Führungsduo stürzt mitten im Feld

In Runde sechs kam es zum ersten großen Zwischenfall im Rennen: Rodrigo, der Suzuki die Führung eben abgenommen hatte, stürzte im Ausgang von Kurve 4 und riss Suzuki mit sich. Nicht alle nachfolgenden Fahrer konnten rechtzeitig ausweichen. Alonso Lopez krachte in das gestrandete Motorrad von Suzuki und ging selbst zu Boden.

Der Vorfall hatte plötzlich Celestino Vietti an die Spitze des Feldes gespült, der den Grand Prix nun vor Arenas, Dalla Porta und Masia anführte. Dahinter reihten sich Tony Arbolino, McPhee, Garcia und Darryn Binder ein. Letzterer fiel bei noch neun zu fahrenden Runden durch einen Sturz aus der Spitzengruppe heraus und musste das Rennen aufgeben.

So erging es kurz darauf auch Andrea Migno, Ayumu Sasaki und Kaito Toba, die nach einer Kollision im Mittelfeld allesamt am Boden lagen. Die Führung hatte in der Zwischenzeit Dalla Porta übernommen, der versuchte, sich einen Vorsprung zu erarbeiten.

Später Sturz von Arenas zerstört sicheren Podestplatz

Doch seine Verfolger Vietti, Arenas, Garcia und Masia ließen sich nicht abschütteln. Auch McPhee und Ai Ogura hielten den Anschluss. Canet, Arbolino und Ramirez mussten hingegen etwas abreißen lassen, hatten aber ihrerseits mehr als vier Sekunden Vorsprung auf die nächste Verfolgergruppe. So ging es in die letzten fünf Rennrunden.

In der Schlussphase wurde es an der Spitze noch einmal unruhig. Die Top 10 rückte wieder näher zusammen. Noch konnte sich Lorenzo Dalla Porta in Führung halten, doch mit Beginn der letzten Runde setzte Vietti die Attacke und ging vorbei.

Einen ersten Gegenangriff konnte der KTM-Pilot abwehren, doch dann überholten ihn Dalla Porta und Arenas in einem Schwung. Vietti fiel daraufhin weiter zurück. Dalla Porta gab die Führung hingegen nicht mehr ab und kam am Ende mit 0,410 Sekunden Vorsprung auf Garcia ins Ziel, der nach einem Sturz von Arenas Platz zwei erbte.

Gedenken an tödlich verunglücktes Nachwuchstalent

"Es war ein kräftezehrendes Rennen bei diesen Bedingungen", sagte der Spanier und gedachte dem gestern verstorbenen Asia-Talent-Cup-Fahrer Afridza Munandar: "Ich widme dieses Ergebnis meinem Team und Afridza." Auch Masias Gedanken galten im Parc ferme dem tödlich verunglückten Kollegen.

"Dieses Ergebnis ist für meine Familie und auch für den Fahrer, den wir hier verloren haben", betonte der KTM-Pilot sichtlich bewegt. "Vor dem Rennen gab es große technische Probleme und auch mein Start war nicht besonders toll. Ich habe aber nicht aufgegeben und es noch bis auf das Podium geschafft."

Von ganz hinten gestartet, zeigte er eine beeindruckende Aufholjagd und machte faktisch 27 Plätze gut. Hinter ihm reihten sich Ogura, Vietti und Ramirez ein. Die weiteren Top-10-Plätze sicherten sich McPhee, Canet, Arbolino und Niccolo Antonelli.

Arenas wurde nach seinem Sturz immer noch Zwölfter und sammelte in der ein paar Zähler. Auf dem letzten Punkterang landete Riccardo Rossi. Insgesamt sahen nur 21 Fahrer die Zielflagge. Acht Piloten schieden nach Stürzen aus. Weiter geht es mit der Moto3 in zwei Wochen beim Saisonfinale in zwei Wochen.

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