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Wenig Fahrbetrieb am dritten Tag

Regen hindert die Moto2-Piloten am finalen Testtag - Nico Terol Schnellster, Sandro Cortese verzichtet auf den dritten Testtag in Jerez

(Motorsport-Total.com) - Nach einem sonnigen Mittwoch mussten die Moto2-Piloten in Jerez am dritten Tag mit dem angekündigten Regen zurechtkommen. Lediglich 20 Fahrer waren unterwegs. Moto3-Weltmeister Sandro Cortese tauchte in der Zeitenliste nicht auf. Nachdem der Deutsche am Vortag im Trockenen bis auf zwei Sekunden an die Spitze herankam, entschied man sich dagegen, das Risiko einzugehen, im Nassen zu fahren.

Nicolas Terol

Aspar-Pilot Nico Terol fuhr in 1:54.860 Minuten die Tagesbestzeit Zoom

Pol Espargaro, der Spitzenreiter der trockenen Sessions am Mittwoch, tat es Cortese gleich und ließ seine Kalex in der Box stehen. "Wir wollten nicht mehr Risiko eingehen als nötig", erklärt er auf 'MotoGP.com'. "Ich bin zufrieden mit unserer Arbeit von gestern. Sicher können wir uns noch ein bisschen verbessern." Beim zweiten Jerez-Test möchte der Vizeweltmeister von 2012 weitere Teile von Kalex testen.

Wie schon am ersten Tag war es Nico Terol, der mit seiner Suter Schnellster im Nassen war. "Ich bin froh über die drei Testtage hier in Jerez, auch wenn ich lieber drei Tage im Trockenen getestet hätte", bilanziert der letzte 125er-Weltmeister der Geschichte. Im Vergleich zu 2012 hat Terol große Fortschritte gemacht und war immer in der Spitzengruppe zu finden. "Das Motorrad ist im Trockenen sowie im Nassen nicht so schlecht", lobt er.

Terol vor Redding

Zweitschnellster am finalen Jerez-Testtag war Scott Redding (Kalex). Der Marc-VDS-Pilot büßte knapp drei Zehntelsekunden auf Terol ein. "Wir hatten eineinhalb Tage im Nassen, was gut war, um das Gefühl für die nasse Strecke zu verbessern", blickt der Brite zurück. "Wir müssen für den finalen Test noch einen Plan aufstellen. Es gibt noch ein paar Dinge, die wir verbessern müssen, wie die Traktion im Nassen."

Für die anstehende Saison hat Redding vor allem Espargaro auf der Rechnung. "Pol war ziemlich schnell hier. Er ist immer ziemlich gut, wenn es um eine schnelle Runde geht. Ich bin im Vergleich zu ihm konstantere Runden gefahren", analysiert der Kalex-Pilot. Danny Kent (Tech 3), Johann Zarco (Suter) und Ricky Cardus (Speed Up) komplettierten die Top 5.

"Wir haben uns im Nassen stark verbessert, müssen aber weiter im Trockenen testen", fasst Toni Elias zusammen, der Zwölfter wurde. Der ehemalige MotoGP-Laufsieger wies im Rahmen des finalen Testtages auf ein Problem der ersten beiden Tests der Saison hin: Im Gegensatz zum dritten Test, der ebenfalls in Jerez stattfinden wird, verwendeten die Teams in Valencia und beim ersten Jerez-Test ihre eigenen Motoren. Welche Spezifikation diese Motoren haben, ist den Teams überlassen.

Unterschieldiche Motor-Spezifikationen

"Der Abstand beträgt momentan zwei Sekunden, doch ich denke nicht, dass das dem realen Abstand entspricht. Beim zweiten Jerez-Test werden alle Fahrer über die gleiche Leistung verfügen. Dann werden wir sehen, wie groß der reale Unterschied ist. Im Moment ist der Unterschied zu groß", bemerkt Elias mit einem verschmitzten Lächeln.

"Für die ersten beiden Tests müssen die Teams ihre eigenen Motoren verwenden" Ian Wheeler

Ian Wheeler, der Pressemanager des Marc-VDS-Teams, erklärt gegenüber 'Crash.net', wie sein Team dieses Problem handhabt: "Wir bekommen nur für den finalen Test in Jerez im kommenden Monat Motoren. Für die ersten beiden Tests müssen die Teams ihre eigenen Motoren verwenden. Marc VDS verwendet Motoren von Geo. Auch wenn sie nicht die gleiche Spezifikation wie die Rennmotoren haben, leisten sie in etwa gleich viel und sind perfekt für die Tests, weil sie sehr nah an der Rennspezifikation sind."

Geo Technology ist das Unternehmen, das für die Vorbereitung, Wartung und Auswahl der Moto2-Motoren zuständig ist. Da der Kauf von diesen speziellen Motoren seinen Preis hat, schauen sich andere Teams nach günstigeren Optionen um. "Andere Teams verwenden CBR600-Motoren in verschiedenen Spezifikationen", bestätigt Wheeler.

Die Testzeiten aus Jerez (Donnerstag):

1. Nicolas Terol (Suter) 1:54.860 Minuten
2. Scott Redding (Kalex) 1:55.145
3. Danny Kent (Tech 3) 1:55.167
4. Johann Zarco (Suter) 1:55.287
5. Ricky Cardus (Speed Up) 1:55.326
6. Xavier Simeon (Kalex) 1:55.475
7. Takaaki Nakagami (Kalex) 1:55.955
8. Dominique Aegerter (Suter) 1:55.995
9. Jordi Torres (Suter) 1:56.092
10. Anthony West (Speed Up) 1:56.286
11. Kyle Smith (Kalex) 1:56.361
12. Toni Elias (Kalex) 1:56.391
13. Mike Di Meglio (MotoBI) 1:56.413
14. Mika Kallio (Kalex) 1:56.564
15. Marcel Schrotter (Kalex) 1:56.884
16. Steven Odendaal (Speed Up) 1:57.122
17. Randy Krummenacher (Suter) 1:57.380
18. Yuki Takahashi (Moriwaki) 1:57.683
19. Louis Rossi (Tech 3) 1:58.570
20. Rafid Topan Sucipto (Speed Up) 2:01.883

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