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Silverstone: Drei Schweizer in den Punkten

Enttäuschung trotz Top-15-Ergebnissen: Vom Podium waren Tom Lüthi, Dominique Aegerter und Co. beim Grand Prix in Silverstone weit entfernt

(Motorsport-Total.com) - Die Moto2-Piloten fanden beim Rennen in Silverstone schwierige Bedingungen vor. Zu Beginn war der Kurs nass, trocknete aber mit jeder Runde immer stärker ab. Die Dunlop-Regenreifen kamen an ihre Grenzen und waren nach der Renndistanz völlig verschlissen. Ein Wechsel auf Slicks hätte sich für die Spitzenpiloten nicht ausgezahlt. Die erforderliche Zeit für einen Reifenwechsel wäre zu groß gewesen.

Dominique Aegerter

Bei den schwierigen Bedingungen hatten die Schweizer einige Probleme Zoom

WM-Leader Johann Zarco gewann das zwölfte Rennen der Saison. Alex Rins und Tito Rabat schafften es ebenfalls aufs Podium. Die Schweizer konnten sich nicht in der Spitzengruppe behaupten. Tom Lüthi wurde mit etwa 35 Sekunden Rückstand Neunter. Zu Beginn mischte der Kalex-Pilot vorne mit, fiel aber später immer weiter zurück.

"Der Start war gut, ich war vorne an der Spitze dabei. Aber nach der siebten Runde, gerade als ich Rabat erstmals angegriffen hatte, spürte ich, dass etwas nicht mehr in Ordnung war. Der Vorderreifen war bereits völlig hinüber, das Motorrad sprang vorne wild herum, ich konnte weder richtig bremsen noch anständig in die Kurven einlenken", berichtet Lüthi. "Ich dachte sogar daran, ob es nicht vernünftiger wäre, an die Box zu fahren, ich hatte Angst, dass der Reifen explodieren würde. Was soll ich sonst nach sagen? Wir müssen intensiv weiterarbeiten und die Lösungen für unsere Probleme finden."

Krummenacher zweitbester Schweizer

Randy Krummenacher beendete den Großbritannien-Grand-Prix als Zwölfter und war zweitbester Schweizer. "Silverstone war sicher eines der besseren Rennen: Rang zwölf und vier Punkte, das stimmt mich zuversichtlich für den nächsten Grand Prix in Misano", bemerkt Krummenacher. "Insgesamt betrachtet waren wir das gesamte Wochenende wieder stärker als bei den vergangenen zwei Rennen. Das ist für mich enorm wichtig und das nehme ich auch mit von hier. Doch es zeigt auch auf, dass wir hart weiterarbeiten und uns Schritt für Schritt verbessern müssen."


Fotos: Moto2 in Silverstone


"Zu Beginn des Rennens hatte ich nicht das Gefühl mehr ans Limit gehen zu können. Ich wollte dieses Rennen unbedingt zu Ende fahren, daher war ich womöglich um die Spur zu vorsichtig unterwegs. Doch abgesehen davon ist mit Sicherheit der positivste Punkt, dass ich heute die Trainingsergebnisse bestätigen konnte und ins Ziel gebracht habe. Dieser Aspekt unterstreicht, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber wir wollen mehr und deshalb müssen wir uns noch mehr anstrengen. Am Ende hat jedoch der Reifen nicht mehr zugelassen. In jeden Fall ein großes Dankeschön an das Team für den super Job an diesem Wochenende", so Krummenacher.

Aegerter mit Schmerzen

Kalex-Markenkollege Dominique Aegerter kämpfte im Rennen mit Schmerzen. Als 13. sammelte er immerhin drei WM-Punkte: "Die Schmerzen waren während des ganzen Rennens stark. Ich konnte nur drei Finger für die Kupplung benutzen und hatte so lange Mühe, ein gutes Gefühl für das Bike zu finden. Die ersten drei oder vier Runden waren schlecht, aber dann habe ich wieder zur Verfolgergruppe aufschließen können."

Dominique Aegerter

Dominique Aegerter muss sich laut den Ärzten noch zwei Wochen lang gedulden Zoom

"Aber genau dann begannen die Reifen stark abzubauen. Ich konnte nicht mehr viel ausrichten. Insgesamt war es schwieriges Wochenende. Ich kann mit der Kalex immer noch nicht genügend Konstanz aufbauen, also müssen wir hart weiter arbeiten", schildert Aegerter. "Leider wird es gemäß den Ärzten noch zwei Wochen dauern, bis der gebrochene Finger wieder geheilt sein wird."

Landsmann Robin Mulhauser verpokerte sich im Rennen mit dem Setup seiner Maschine. "Schon lange habe ich auf ein Regenrennen gewartet. Jetzt war die Gelegenheit da, und ich habe sie verbockt. Am Morgen im Warmup haben wir die Einstellung versucht, wie wir sie im ersten Freien Training in Austin verwendet haben. Aber das hat nicht funktioniert", bedauert Mulhauser.

"Für das Rennen haben wir die Kalex zu 100 Prozent auf Regen abgestimmt. In den ersten Runden hat das nicht schlecht gepasst, Dominique war nicht weit von mir entfernt. Aber als die Strecke trockener wurde, wurde es schwierig. Ich hatte nur wenig Motorbremse, musste die Front zu stark belasten. Aber es war meine Entscheidung, dieses Setup zu verwenden. Ich muss den Fehler auf meine Kappe nehmen", so der Kalex-Pilot, der nur 23. wurde. Jesko Raffin beendete den Grand Prix immerhin auf Position 21. Der Rookie verpasste die Punkteränge um etwa zehn Sekunden.

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