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Kiefer mit Lukas Tulovics Leistung "rundum zufrieden"

Lukas Tulovic fährt in Jerez auf Platz 20 ins Ziel - Dominique Aegerter beschäftigt sich bereits mit der Reha - Jochen Kiefer lobt Tulovics Technikverständnis

(Motorsport-Total.com) - Kiefer-Ersatzpilot Lukas Tulovic hat den Spanien-Grand-Prix in Jerez auf der 20. Position beendet. Knapp 50 Sekunden fehlten dem jungen Deutschen bei seinem spontanen Einsatz in der Moto2-WM. Am Samstag sicherte sich Tulovic den 24. Startplatz. Im Qualifying lag der 17-Jährige 1,331 Sekunden zurück.

Titel-Bild zur News: Lukas Tulovic

Lukas Tulovic begeisterte die Kiefer-Crew mit seinen Aussagen zum Motorrad Zoom

"Trotz des erfreulichen Abschneidens im Qualifying bin ich mit etwas gemischten Gefühlen ins Rennen gegangen. Mir war klar, dass es hinsichtlich des Renntempos und über die lange Distanz bei einem WM-Rennen richtig hart wird. Genauso kam es dann auch", kommentiert er. "Ich bin eigentlich gut vom Start weggekommen, doch wenn man in diesem Starterfeld 23 Fahrer vor sich und neun hinter sich hat, dann ist mit dem Ausgehen der Startampel die Hölle los. Es ist wirklich brutal, jeder fährt bei jeder Gelegenheit die Ellbogen aus. Trotzdem konnte ich in der ersten Runde sogar ein, zwei Position gutmachen und war eigentlich gut dabei."

"Im Nachhinein bin ich trotzdem ein wenig enttäuscht, da ich gedacht hatte, dass ich an Fahrern dranbleiben kann, die mich am Anfang überholt hatten. Doch irgendwann habe ich mich nicht mehr weiter darum gekümmert, sondern ich habe einfach nur versucht, mein Ding fehlerfrei nach Hause zu bringen. Am Ende sind wir alle mit Platz 20 sehr happy. Für meinen allerersten Grand Prix hätte ich mir so ein Ergebnis nie zu träumen gewagt", so Tulovic.


Fotos: Moto2 in Jerez


"Gegen Rennende spürte ich allerdings, was es heißt, Grand-Prix-Fahrer zu sein. Es wurde Runde für Runde anstrengender und ich weiß jetzt, dass ich viel härter und noch mehr trainieren muss. Darüber hinaus muss ich noch viel mehr Erfahrungen sammeln und lernen, um gegen diese Jungs in der WM zu bestehen. Doch ich bin noch jung und habe noch viel Zeit vor mir, um dies zu schaffen", bemerkt der Deutsche. "Zum Schluss möchte ich Kiefer nochmals für alles danken, was sie mir an diesem Wochenende ermöglicht wurde."

Viel Lob vom Team

Teammanager Jochen Kiefer hat für den Einsatz des 17-Jährigen nur Lob übrig: "Wir sind mit Lukas' Leistungen rundum zufrieden. Es begann mit einer sauberen Vorstellung am Freitagvormittag, als er sich ohne vorherige Testkilometer mit der KTM umgehend anfreunden konnte. Im weiteren Verlauf des Wochenendes hat er sich mit jeder Session kontinuierlich gesteigert. Am meisten beeindruckte er mit sehr korrekten Aussagen in technischer Hinsicht. Darüber hinaus kam Lukas auf Anhieb mit dem Team super zurecht."

Lukas Tulovic

Im Rennen kam Lukas Tulovic 49,048 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel Zoom

"Er zeigte absolut keine Hemmungen, nachdem er sprichwörtlich ins kalte Wasser geschmissen wurde. Das spricht für seine Einstellung generell. Lukas hat an diesem Wochenende wirklich einen tadellosen Job abgeliefert. Das Qualifying als 24. zu beenden war schon ein Highlight, doch im Rennen in den Top 20 ins Ziel zu kommen, war die Krönung des Wochenendes", kommentiert Kiefer.

Dominique Aegerter startet die Reha

Stammpilot Dominique Aegerter arbeitet fieberhaft an seinem Comeback. "Auch wenn es mir schwer fällt, zuschauen zu müssen, ist es schön, unser Bike auf der Strecke zu sehen", bemerkt der Schweizer. "Ich bin froh, dass Kiefer so kurzfristig einen guten Ersatz für mich finden konnte. Das bringt uns nicht nur mit dem Motorrad, sondern auch insgesamt weiter. Lukas macht soweit einen guten Job."

Aegerter wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus in Bern entlassen. "Ich bin aber nicht nach Hause gegangen, sondern gleich zur Reha ins Salem Spital. Dort werde ich von Top-Ärzten und Physiotherapeuten super betreut und arbeite hart an meinem Comeback. Mein Vertrauensarzt Doktor Rüegsegger hat alles organisiert und er wird auch meine Rehabilitation weiterverfolgen. Ich will so schnell wie möglich wieder auf meine Rennmaschine steigen. Mittlerweile kann ich mich mit Krücken fortbewegen und kann daher bald mit weiteren Therapien beginnen", so der Moto2-Laufsieger.

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