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Viele neue Gesichter in Mid-Ohio

Neben James Davison und (vielleicht) Luca Filippi bekommt in Mid-Ohio auch Oriol Servia eine Einsatzchance als Ersatzmann für den verletzten Ryan Briscoe

(Motorsport-Total.com) - Oriol Servia ist wieder da. Der 39-jährige Spanier wird am Wochenende im Honda Indy 200 von Mid-Ohio den Panther-Chevrolet mit der Startnummer 4 fahren, nachdem sich Ryan Briscoe von seiner Handverletzung erholt. Briscoe crashte am Toronto-Wochenende und musste sich am 15. Juli einer Operation unterziehen. Für IndyCar-Veteran Servia ist es nach der Pleite von Dreyer/Reinbold im Mai 2013 der dritte Panther-Einsatz nach Texas und Iowa.

Oriol Servia

Oriol Servia bekommt in Mid-Ohio eine Chance im Panther-Chevrolet Zoom

"Ich liebe zwar die Ovale, aber jetzt freue ich mich sehr auf mein Comeback auf einer Rundstrecke", sagte Servia, der in Mid-Ohio zudem am heutigen Testtag teilnehmen wird. "Das wird uns eine große Hilfe sein, damit wir das Auto feintunen können und speziell für mich, falls ich in den letzten Wochen ein wenig Rost angesetzt habe. Es gibt also keinen Grund, warum wir nicht mithalten werden." Panther-Chef John Barnes wollte nach der Briscoe-Verletzung "kein Risiko eingehen. Oriol ist ein toller Pilot und kennt unsere Mannschaft."

Dies nicht nur aufgrund der beiden Rennen von Texas und Iowa, sondern auch wegen der Tatsache, dass sein Dreyer/Reinbold-Team zuvor eine strategische Partnerschaft mit Panther Racing eingegangen war. Als DRR nach dem Indy 500 aus finanziellen Gründen im Mai 2013 den Stecker ziehen musste und sich die Panther-Mannschaft gleichzeitig von J.R. Hildebrand trennte, galt Servia zunächst als Kandidat Nummer eins für das Panther-Cockpit.

Servia ist in Mid-Ohio aber nicht die einzige personelle Veränderung im IndyCar-Feld: Dale Coyne Racing meldete erwartungsgemäß den 27-jährigen Australier James Davison als Pilot der Startnummer 18. Für Davison ist es die IndyCar-Premiere. Noch nicht offiziell bestätigt ist der Einsatz von Luca Filippi im Herta-Honda mit der Startnummer 98, der zunächst einmal den Testtag fahren soll. Ob Herta-Stammpilot Alex Tagliani zum Einsatz kommt, ist derzeit fraglich.

In Mid-Ohio sind Cockpitwechsel nichts Neues

Ryan Hunter-Reay

August 2007: Ryan Hunter-Reay wird von Bobby Rahal engagiert Zoom

Cockpit-Wechsel aufgrund von Verletzungen oder Fahrer-Tests sind in Mid-Ohio keine Seltenheit. Im Vorjahr musste Ganassi-Pilot Charlie Kimball mit einer Handverletzung passen und wurde durch Giorgio Pantano ersetzt. 2011 ereilte Justin Wilson (damals noch Dreyer/Reinbold) ein ähnliches Schicksal, was kurzfristig Simon Pagenaud auf den Plan rief. Zudem gab der Brite Martin Plowman sein IndyCar-Debüt in einem von Andretti und AFS gemeinsam eingesetzten Auto.

Auch in der Mid-Ohio-Auflage von 2010 gab es einige personelle Wechsel: J.R. Hildebrand gab damals sein IndyCar-Debüt bei Dreyer/Reinbold als Ersatzmann für den verletzten Mike Conway. Das Conquest-Team gab dem Italiener Francesco Dracone eine Chance für den bis dato erfolglosen Brasilianer Mario Romancini. Adam Carroll fuhr sein bis heute letztes IndyCar-Rennen in einem AFS/Andretti-Dallara mit der Startnummer 17.

2009 bekam Altmeister Paul Tracy einen Last-Minute-Anruf von Kumpel Jimmy Vasser und fuhr den KV-Dallara von Mario Moraes, dessen Vater kurz zuvor verstorben war. Oriol Servia bekam eine Comeback-Chance, nachdem sich die Wege von Newman/Haas und Robert Doornbos kurzfristig trennten. Doornbos steuerte in Mid-Ohio daraufhin einen zweiten HVM-Dallara neben Ernesto Viso. Damals fuhr auch IndyLights-Aufsteiger Richard Antinucci in einem 3G-Dallara mit.

Der vielleicht bedeutendste Cockpit-Wechsel kam jedoch schon beim Mid-Ohio-Debütrennen 2007 zustande, als ein zu diesem Zeitpunkt arbeitsloser Ryan Hunter-Reay von Bobby Rahal als Nachfolger des hinterherfahrenden Jeff Simmons an Bord geholt wurde. Für Hunter-Reay war es das erste IndyCar-Rennen seit September 2005 und der Beginn eines großartigen Comebacks, das im Vorjahr mit dem Meistertitel seinen Höhepunkt fand.

Die Meldeliste für Mid-Ohio:

01. 1 Ryan Hunter-Reay (Andretti-Chevrolet)
02. 3 Helio Castroneves (Penske-Chevrolet)
03. 4 Oriol Servia (Panther-Chevrolet)
04. 5 Ernesto Viso (Andretti-Chevrolet)
05. 6 Sebastian Saavedra (Dragon-Chevrolet)
06. 7 Sebastien Bourdais (Dragon-Chevrolet)
07. 9 Scott Dixon (Ganassi-Honda)
08. 10 Dario Franchitti (Ganassi-Honda)
09. 11 Tony Kanaan (KV-Chevrolet)
10. 12 Will Power (Penske-Chevrolet)
11. 14 Takuma Sato (Foyt-Honda)
12. 15 Graham Rahal (Rahal-Honda)
13. 16 James Jakes (Rahal-Honda)
14. 18 James Davison (Coyne-Honda)
15. 19 Justin Wilson (Coyne-Honda)
16. 20 Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet)
17. 25 Marco Andretti (Andretti-Chevrolet)
18. 27 James Hinchcliffe (Andretti-Chevrolet)
19. 55 Tristan Vautier (Schmidt-Honda)
20. 67 Josef Newgarden (Fisher-Honda)
21. 77 Simon Pagenaud (Schmidt-Honda)
22. 78 Simona de Silvestro (KV-Chevrolet)
23. 83 Charlie Kimball (Ganassi-Honda)
24. 98 Luca Filippi oder Alex Tagliani (Herta-Honda)

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