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"Vernarrt in dieses Rennen": McLaughlin vergleicht Indy 500 mit Bathurst 1000

Nach dem Gewinn der Rookie-Wertung 2021, setzt sich McLaughlin für seine zweite IndyCar-Saison höhere Ziele, wobei ihm das Indy 500 besonders am Herzen liegt

(Motorsport-Total.com) - Im Anschluss an drei aufeinanderfolgende Titelgewinne in der Supercars-Serie in Australien ließ Scott McLaughlin im Jahr 2021 direkt einen weiteren Titel folgen, wenngleich es sich dabei nicht um den Gesamtsieg in einer Rennserie handelte.

Scott McLaughlin mit Ehefrau Karly

Penske-Pilot Scott McLaughlin mit Ehefrau Karly beim Indy 500 im Mai 2021 Zoom

In der IndyCar-Serie gewann McLaughlin die Wertung, die man nur einmal gewinnen kann. Der 27-jährige Neuseeländer hat die Saison 2021 als punktbester Rookie abgeschlossen und damit den Titel "Rookie des Jahres" errungen. Durchgesetzt hat er sich gegen Romain Grosjean und Jimmie Johnson, die im Gegensatz zu ihm selber nicht zu allen 16 Saisonrennen angetreten sind.

Ungeachtet des Vorteils der kompletten Saison und ungeachtet der Tatsache, dass McLaughlin für das Spitzenteam von Roger Penske fährt, ist die Errungenschaft bemerkenswert. Schließlich hat es in den 42 Jahren, seitdem der Rookie des Jahres in der IndyCar-Szene offiziell ausgezeichnet wird, nie zuvor einen Penske-Piloten gegeben, der diesen Titel errungen hat.

Scott McLaughlin

2021 wurde McLaughlin bester IndyCar-Rookie des Jahres, 2022 will er mehr Zoom

Dass McLaughlin die Rookie-Wertung nicht nur in seiner ersten IndyCar-Saison, sondern noch dazu in seiner ersten Saison überhaupt im Formelsport gewonnen hat, ist bemerkenswert. Vor seinem Vollzeit-Wechsel von Australien in die USA hatte der Neuseeländer gerade mal ein einziges Rennwochenende im Formelauto bestritten: im Jahr 2010 in der regionalen Formel Ford 1600 des australischen Bundesstaats Victoria.

In Rückschau auf die IndyCar-Saison 2021 sagt McLaughlin im Gespräch mit unserer englischsprachigen Schwesterplattform 'Motorsport.com' zufrieden: "Rookie des Jahres geworden zu sein, das ist etwas, was ich stets in ehrenhafter Erinnerung behalten werde. Das kann mir keiner nehmen. Schließlich hat man nur eine einzige Chance, das zu schaffen. Ich bin stolz darauf."

Scott McLaughlin

Laguna Seca zählt zu McLaughlins Lieblingsstrecken im IndyCar-Kalender Zoom

Als seine persönlichen Lieblingsstrecken im IndyCar-Kalender nennt McLaughlin je eine pro Streckentyp: Laguna Seca als seinen liebsten permanenten Rundkurs, Long Beach als seinen liebsten Stadtkurs und Indianapolis "aus offensichtlichen Gründen" als sein liebstes Oval.

Apropos Indianapolis: Mit dem dortigen Ovalrennen, dem weltberühmten Indy 500, hat McLaughlin noch eine Rechnung offen. Zwar holte er sich auch dort den Rookie-Award, der nur für dieses Rennen vergeben wird und losgelöst vom Titel "Rookie des Jahres" ist. Komplett zufrieden ist McLaughlin mit seiner Vorstellung beim Indy 500 des Jahres 2021 aber nicht.

Nachdem der Rookie mit seinem 17. Startplatz das großteils harzig verlaufene Qualifying für das Vier-Wagen-Team von Roger Penske angeführt hatte, kam er im Rennen auf P20 ins Ziel. McLaughlin selber aber ist überzeugt: "Wir hätten in den Top 5 abschließen können, wenn ich nicht in der Boxengasse zu schnell gewesen wäre."

Scott McLaughlin

Bei seinem ersten Indy 500 fuhr McLaughlin stark, machte dann aber einen Fehler Zoom

Derartige Fehler will der Fahrer des Penske-Chevrolet mit der Startnummer 3 im Mai 2022 anlässlich seines zweiten Auftritts beim IndyCar-Saisonhöhepunkt vermeiden. "Ich werde nächstes Jahr mit dem Gedanken an den Sieg nach Indy kommen", kündigt McLaughlin an, denn er weiß, "dass ich in einem Auto sitzen werde, das dieses Rennen gewinnen kann".

"Ich weiß, dass ich dort schnell bin", sagt McLaughlin über den Indianapolis Motor Speedway, und weiter: "Ich weiß, dass ich generell auf Ovalen schnell bin. Ich glaube, ich habe verstanden, worum es auf dieser Art von Rennstrecken geht. Es wird dann einfach darauf ankommen, sich über den Monat [Mai] gesehen sukzessive zu steigern."

Scott McLaughlin

Beim Bathurst 1000 siegte McLaughlin 2019, ein Jahr später gab er dort seinen Supercars-Abschied Zoom

Sein Heißhunger auf ein Top-Ergebnis beim Indy 500 erinnert McLaughlin an den Heißhunger, den er einst auf ein Top-Ergebnis beim Bathurst 1000 in Australien verspürte: "Ich war vernarrt in das Bathurst 1000, bevor ich es [2019] gewonnen habe. Jetzt bin ich vernarrt in das Indy 500."

"Zusammen mit meiner Frau schaue ich mir alte Indy 500s auf YouTube an", so McLaughlin, der sagt: "Ich bin einfach vernarrt in dieses Rennen. Und das wird solange anhalten, bis ich dort gut fahre und ein gutes Ergebnis erziele. Nächstes Jahr will ich das schaffen."


Fotostrecke: Indy 500: Die Top 10 der besten Rennen

Und welche Ziele setzt sich McLaughlin abgesehen von einem starken Indy 500 sonst noch für seine zweite IndyCar-Saison? "Ich glaube ganz fest, dass ich es in die Top 8 [der Gesamtwertung] schaffen kann, dass ich ernsthaft um Siege mitfahren kann und dass ich regelmäßiger auf das Podium fahren kann."

"Ich muss nach wie vor eine Menge lernen. Aber nächstes Jahr an all diese Strecken zu kommen und sie schon zu kennen, wird ein großartiges Gefühl sein", so der Penske-Pilot aus Neuseeland.

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