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V6 gegen Vierzylinder: Motorenkrieg bei den IndyCars?

Die Entscheidung über die neue IndyCar-Motorenformel ist nun offiziell: Ab 2012 kommen sowohl sechs, als auch vier Zylinder in Frage - was ist mit dem Chassis?

(Motorsport-Total.com) - Eine endgültige Entscheidung über das neue Chassis soll bis zum 30. Juni fallen, aber die neue Motorenformel für die IndyCars steht bereits jetzt fest: In der Saison 2012 soll ein Turbomotor mit maximal sechs Zylindern und 2,4 Litern Hubraum die IndyCar-Boliden antreiben. Die nach wie vor mit Ethanol befeuerten Triebwerke sollen dabei zwischen 550 und 700 PS bereitstellen.

Honda-Motor

Ab 2012 soll das Motorenmonopol von Honda aufgebrochen werden Zoom

Derzeit hat Honda seit der Saison 2006 ein Motorenmonopol, was ab 2012 aufgebrochen werden soll, denn IndyCar-Chef Randy Bernard möchte mit der neuen Formel weitere Hersteller anlocken. "Wir glauben, dass diese offene und allumfassende Plattform unseren Sport zu einer attraktiven Option für weitere Motorenhersteller macht", so Bernard.#w1#

"Wir erlauben damit eine Entwicklung einer wichtigen und innovativen Plattform", ist der IndyCar-Chef überzeugt. Dies gelte sowohl für die aktuelle Situation, als auch für eine zukünftige Richtung in der Automobilindustrie. Bernard: "Wir richten unser Augenmerk besonders auf die Bereiche Effizienz, Performance, Haltbarkeit, Qualität, Umweltverträglichkeit und Sicherheit." Zudem will sich die Serie auch mit den Themen Energierückgewinnung, Hybridantrieb und anderen Grünen Ideen beschäftigen.

"Jeder möchte auf der Strecke einen Wettbewerb und eine gute Performance sehen", weiß Bernard. "Unsere neue Motorenstrategie soll dies unterstreichen. Nun ist es unsere Aufgabe, dieses Paket der Automobilindustrie zu präsentieren, um durch deren Teilnahme unseren Sport weiter zu entwickeln. Wir wollen die Hersteller dazu ermutigen, unseren Sport als Versuchsfeld und technologisches Schaufenster zu verstehen, die auch der Zukunft ihrer jeweiligen Technologie nutzen kann."

V6 gegen Vierzylinder?

Randy Bernard IndyCar-Chef

IndyCar-Chef Randy Bernard will mehrere Hersteller in die Serie locken Zoom

In der seit Jahren laufenden Diskussion um die neue IndyCar-Motorenformel war es in erster Linie Honda, die sich einen Sechs-Zylindermotor wünschten. Die interessierten Europäer, also der VW-Konzern und die FIAT-Gruppe, favorisierten hingegen einen Vierzylinder-Motor nach dem FIA-Konzept des Weltmotors, der ab 2013 kommen soll. Die IndyCars versuchen nun, beide Interessen unter einen Hut zu bekommen.

"Wir werden Regeln erarbeiten, die gleiche Wettbewerbsbedingungen sichern, damit verschiedene Motorenkonzepte möglich werden", verspricht IndyCar-Rennchef Brian Barnhart. "Zum Beispiel könnten wir in Zukunft durchaus den Kampf zwischen einem V6-Motor und einem Vierzylinder-Reihenmotor sehen." Barnhart will den Ausgleich durch noch zu definierende Hilfsmittel wie Luftmengenbegrenzer oder Restriktoren im Kraftstoffdurchsatz schaffen.

Eine solche Herangehensweise ist auch aus dem Langstreckensport bekannt, die allerdings in der Vergangenheit nicht selten für böses Blut sorgte. Es ist die erste Entscheidung des von Bernard eingesetzten Komitees, dem auch Gil de Ferran angehört. "Wir glauben, dass diese Motorenstrategie offen und allumfassend ist", erklärt de Ferran. "Zudem beinhaltet sie auch traditionelle Werte der IndyCars und setzt sich mit den wichtigen Themen auseinander, mit denen sich die Automobilindustrie heute beschäftigt."

Im Prinzip haben die IndyCars mit dieser Entscheidung also einen zukünftigen Motorenkrieg zugelassen. Das Gebot der Stunde scheint es zu sein, mehrere Optionen zu ermöglichen. Dies könnte natürlich auch für die anstehende Chassis-Wahl von Bedeutung sein. Denn wenn man schon die Motorenformel freigibt, dann könnte es durchaus möglich sein, auf der Chassis-Seite ebenfalls mehrere Alternativen zu erlauben...

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