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Texas-Folgen: Der IndyCar-Boss nimmt die Schuld auf sich

Dario Franchitti ist auch zwei Tage nach der Texas-Veranstaltung noch angefressen, während IndyCar-Chef Randy Bernard die Verantwortung übernimmt

(Motorsport-Total.com) - War es nun eine gute Idee das Doppelrennen von Texas zu veranstalten? Oder war es eher eine schlechte? Diese Frage muss nach dem IndyCar-Wochenende natürlich im Raum stehen. Offiziell saßen 78.000 Zuschauer im 1,5 Meilenoval mit seinen 160.000 Tribünenplätzen, die bei der NASCAR aus allen Nähten platzen. Der übertragende TV-Sender 'VERSUS' berichtet über ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Will Power, Dario Franchitti

Dario Franchitti und Will Power: Hoffentlich entscheidet Texas nicht über den Titel... Zoom

Und dann war natürlich noch die Schimpfkanonade von Dario Franchitti. Augerechnet der Sieger von Rennen eins zog in der Pause zwischen den beiden Events Startposition 28. Sein großer Meisterschaftskonkurrent Will Power loste Startplatz drei. Die Folge war abzusehen: Der Penske-Pilot gewann sein erstes Ovalrennen, der Schotte kämpfte sich mühsam durch das Feld und fuhr Rang sieben nach Hause.


Fotos: IndyCars in Texas


Im Fahrerlager war man hinterher sich einig. "Das war unfair", sagte Power, Franchittis Ganassi-Teamkollege Scott Dixon bezeichnete das Losverfahren als "Witz" und der Titelverteidiger selbst war berechtigterweise "stinksauer". Zudem stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, aufgrund der unsäglichen Auslosung eine knapp 70-minütige Pause mit jeder Menge Leerlauf einzukalkulieren.

Auch einige Tage später gibt es noch Gesprächsbedarf. "Man muss das große Bild sehen", sagte Franchitti auf einer Promotionsveranstaltung auf dem New Hampshire Motor Speedway. "Hätten sie die Startreihenfolge anhand der Ergebnisse aus Rennen eins einfach umgedreht, dann wäre ich zwar Letzter gewesen, aber Scott Dixon als 29. und Will Power als 28. wären genauso dran gewesen. Jeder von uns hätte die gleiche Ausgangsposition gehabt und das ist alles, was ich mir gewünscht hätte."

Bernard nimmt die Schuld auf sich

Randy Bernard

Texas-Losnummer: Auch Randy Bernard war nicht zufrieden Zoom

Franchitti traf in New Hampshire auf IndyCar-Chef Randy Bernard, der sich die Schuld an diesem Schlamassel durchaus in die Schuhe schob. "Da war schon ein wenig Effekthascherei dabei und dafür trage ich die Verantwortung", sagte Bernard. "Wir wollen, dass die IndyCar-Serie glaubwürdig ist und ich bin nicht davon überzeugt, dass wir das Samstagnacht umsetzen konnten. Speziell dann, wenn einer den Titel wegen fünf Punkten verliert."

Was durchaus der Fall sein könnte, wenn die Titelschlacht 2011 wieder so eng ausfallen wird wie in den vergangenen Jahren. Unter dem Strich büsste Franchitti in Texas fünf Zähler gegen Power ein. "Wenn mir diese fünf Punkte am Ende abgehen, dann bin ich so richtig angepisst", machte der Schotte direkt nach dem Texas-Rennen klar.

Zwei Tage später hatte sich seine Gemütslage etwas beruhigt: "Ich freue mich darüber, dass Randy so klar Stellung bezieht. Ich hoffe, dass wir nun Entscheidungen erleben werden, die das große Ganze, also die Meisterschaft, im Auge haben. Wäre dies ein Allstar-Rennen gewesen, wäre es eine tolle Sache gewesen. Aber das war schließlich ein Meisterschaftsrennen."

Texas war übrigens nicht die erste IndyCar-Doppelveranstaltung. Zwischen 1967 und 1981 gab es bereits 17 dieser Double-Header. Immer wurde die Startreihenfolge für Rennen zwei anhand der Resultate von Rennen eins umgedreht. Eine groß angelegte Pause mit Verlosung gab es nicht. "Daran denke ich auch", sagte Bernard. "Wir haben ein Plus von zwölf Prozent gehabt. Ich frage mich: Hätten wir plus 30 Prozent erreicht, wenn wir nicht 70 Minuten Leerlauf gehabt hätten?"

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