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St-Pete-Quali: Power vor Sato und de Silvestro

Will Power steht beim IndyCar-Saisonauftakt in St. Petersburg auf der Pole-Position - Takuma Sato und Simona de Silvestro schnellste Verfolger - Schlappe für Ganassi

(Motorsport-Total.com) - Will Power (Penske-Chevrolet) steht beim Auftaktrennen der IndyCar-Saison 2013 auf der Pole-Position. Im dritten und entscheidenden Teil des Qualifyings zum Honda Grand Prix of St. Petersburg wehrte der Vize-Champion der vergangenen drei Jahre alle Angriffe von Takuma Sato (Foyt-Honda) ab und sicherte sich mit einer Zeit von 1:01.207 Minuten Startplatz eins.

Will Power

Will Power steht zum vierten Mal in Folge auf der St-Petersburg-Pole Zoom

Gegen Ende des dreiteiligen Qualifyings wurde der Stadtkurs an der Golfküste von Florida immer schneller. Unterm Strich war Power 0,165 Sekunden schneller auf seiner Pole-Runde im Vorjahr. Nach 2010, 2011 und eben 2012 ist es für den erwiesenen Straßenkursspezialisten aus Australien bereits die vierte Pole-Position hintereinander in St. Petersburg.

Insgesamt ist es sogar schon die 30. Pole in Powers IndyCar-Karriere. "Wow, das war mich gar nicht bewusst", freute sich der Penske-Pilot und gab wenig überraschend zu Protokoll: "Das ist ein sehr guter Start in die Saison." Im Prestigeduell mit Honda ging der erste Punktsieg somit an Chevrolet.


Fotos: IndyCars in St. Petersburg


Sato fuhr als bester Vertreter der Fahrer mit einem Honda-Motor im Rücken beim ersten Auftritt in Diensten seines neuen Arbeitgebers A.J. Foyt auf Anhieb auf Startplatz zwei und schaffte damit das Kunststück, dem texanischen Teambesitzer und vierfachen Indy-500-Sieger erstmals seit der Saison 2000 einen Platz in Startreihe eins zu bescheren.

Ganz zufrieden ist Sato, der im dritten Freien Training die Bestzeit markiert hatte, angesichts eines Rückstands von 0,371 Sekunden auf Power aber nicht: "Platz zwei ist schade, denn ich habe alles versucht und das ganze Team hat hervorragende Arbeit geleistet." Sorgen um eine Startkollision macht sich der Japaner indes keine. "Die erste Reihe ist der sicherste Platz, von dem aus man die erste Kurve anfahren kann", meint Sato, der im vergangenen Jahr noch für das Team von Bobby Rahal ins Lenkrad griff.

Simona de Silvestro mit bestem Startplatz ihrer Karriere

Simona de Silvestro

Simona de Silvestro (KV-Chevrolet) startet am Sonntag von Position drei Zoom

Hinter Power und Sato fuhr Simona de Silvestro (KV-Chevrolet) auf Startplatz drei. Nach der viertschnellsten Zeit in ihrer Gruppe in Q1 und der drittschnellsten Zeit in Q2 mischte die Eidgenossin auch in Q3 munter mit und holte sich den besten Startplatz ihrer Karriere. Die bisherige De-Silvestro-Bestmarke eines IndyCar-Qualifyings datierte mit Platz sieben aus Edmonton 2010. "Ich war echt nervös, denn im vergangenen Jahr waren solche Ergebnisse einfach nicht drin", kommentierte de Silvestro in Erinnerung an das Seuchenjahr 2012 mit Lotus-Power und ließ ihrer Freude freien Lauf: "Es ist einfach cool, ein solches Ergebnis eingefahren zu haben."

James Hinchcliffe im schnellsten Andretti-Chevrolet startet neben de Silvestro aus Reihe zwei. Dahinter nehmen der dreifache St-Pete-Sieger Helio Castroneves (Penske-Chevrolet; 5.) und der bestens aufgelegte IndyLights-Champion Tristan Vautier (6.) Aufstellung. Der Franzose ist in diesem Jahr der einzige Rookie im IndyCar-Feld und stellte seinen Schmidt-Honda beim Debüt in überzeugender Manier in Startreihe drei.

Unterdessen verpasste der amtierende IndyCar-Champion Ryan Hunter-Reay (8.) den Sprung in die "Firestone Fast Six". Der Andretti-Pilot startet neben Teamkollege Marco Andretti (7.) aus Reihe vier. In Reihe fünf nehmen der überraschend starke Sebastian Saavedra (Dragon-Chevrolet; 9.) und der vierfache Ex-Champion Dario Franchitti (Ganassi-Honda; 10.) Aufstellung. "So schlecht wie unser Wochenende bisher lief, ist das schon so etwas wie ein kleiner Sieg", kommentierte Franchitti lakonisch. Routinier Tony Kanaan im zweiten KV-Chevrolet (11.) und Oriol Servia (Dreyer&Reinbold-Chevrolet; 12.) bilden am Sonntag Startreihe sechs.

Ex-Champion Dixon nur in Reihe zehn

Scott Dixon

Scott Dixon (Ganassi-Honda) hat von Startplatz 20 viel Arbeit vor sich Zoom

Unter den 13 Piloten, die bereits in Q1 am Weiterkommen scheiterten, ist der nur von Startplatz 20 ins Rennen gehende Scott Dixon der prominenteste Name. Der zweifache IndyCar-Champion in Diensten des Ganassi-Teams konnte sich auf seiner letzten fliegenden Runde nicht mehr verbessern, da er ausgangs Kurve zehn eine unerwartete "Schikane" vorfand. James Jakes (Rahal-Honda; 18.) hatte kurz zuvor die Reifenstapel gestreift und bei dieser Gelegenheit ein Sponsorenbanner mitten auf die Strecke geschleudert. Ironischerweise handelte es sich dabei ausgerechnet um ein Banner mit dem Honda-Schriftzug...

Doch Dixon ist längst nicht der einzige Pilot mit Honda-Power, der am Sonntag viel Arbeit vor sich hat. Insgesamt finden sich in den hinteren sieben Startreihen nicht weniger als neun Fahrer mit einem Honda-Triebwerk. So nimmt Graham Rahal (Rahal-Honda) das erste Rennen nach der Rückkehr ins Team seines Vaters Bobby nur von Startplatz 15 in Angriff. Auch Alex Tagliani (Herta-Honda; 17.) schaffte den Sprung in Q2 nicht. "Das ist natürlich nicht die Position, die wir uns zum Auftakt des Jahres vorgestellt hatten", sagte Tagliani stellvertretend für die Honda-Meute mit zerknirschter Miene.

Im Gegensatz zum starken Auftritt seines neuen Teamkollegen Saavedra konnte der vierfache ChampCar-Meister Sebastien Bourdais am Steuer des zweiten Dragon-Chevrolet nur Startplatz 21 realisieren. Der Franzose hat somit zu Beginn der 110 Runden am Sonntag lediglich vier Piloten hinter sich. Nach wie vor können die Wetterfrösche für den Zeitpunkt des Rennens (Grüne Flagge gegen 17:40 Uhr MEZ) vereinzelte Regenschauer nicht ausschließen.

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