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St. Pete: Von Monaco-Flair und Wetterkapriolen

Start frei zur IndyCar-Saison 2013: Neue Renndistanz, alter Kurs und ein Favorit zumindest auf die St-Pete-Pole - droht eine Regenschlacht?

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich ist Florida weithin bekannt als der "Sunshine State", doch am IndyCar-Auftaktwochenende in St. Petersburg könnte dies einmal mehr anders aussehen. Glaubt man den Meteorologen, so gibt es sowohl am Samstag, als auch am Rennsonntag die Möglichkeit einzelner Gewitter. Für den Honda Grand Prix of St. Petersburg liegt die Regenwahrscheinlichkeit am Sonntagabend derzeit sogar bei satten 70 Prozent.

Marco Andretti, Scott Dixon, Mike Conway

Der Saisonauftakt in St. Petersburg war oft genug äußerst turbulent Zoom

Das hat sich herumgesprochen. "Das Wetter könnte eine Rolle spielen", weiß Penske-Pilot Will Power, was auch sein letztjähriger Titel-Bezwinger Ryan Hunter-Reay (Andretti-Chevrolet) bestätigt: "In St. Pete ist die richtige Strategie allentscheidend und - wie es derzeit aussieht - auch das Wetter." Dies ist in der so sonnigen Tampa-Bay-Area an der Westküste Floridas zumindest zum IndyCar-Wochenende aber nichts Neues.

Schon im April 2008 gewann Graham Rahal (Rahal-Honda) auf abtrocknender Strecke ein turbulentes IndyCar-Rennen. Damals natürlich noch in Newman/Haas-Diensten, während der amtierende IndyCar-Champion Hunter-Reay, der damals für das Rahal-Team fuhr, auf der Start-/Zielgeraden und noch vor der eigentlichen Startlinie eine wunderschöne Pirouette hinlegte. Zwei Jahre später gab es am Rennsonntag ein derart heftiges Gewitter, dass man sogar auf den Montag ausweichen musste.

Dies war bis dato auch der einzige Power-Erfolg in St. Pete. Immerhin ist der pfeilschnelle Australier eine Bank in Sachen Pole-Position: Seit 2010 gab es rund um den Albert-Whitted-Airport nur einen Pole-Mann, der jeweils in einem Penske-Dallara mit der Startnummer 12 saß. Der kleine Flughafen südöstlich von Downtown St. Petersburg ist übrigens nicht zu verwechseln mit dem etwas nördlich gelegenen Clearwater International Airport von St. Petersburg.

Neue Renndistanz

Wenn es auf dem Papier einen echten St-Pete-Spezialisten gibt, dass ist dies Powers Teamkollege Helio Castroneves. Der "Spiderman" gewann im Vorjahr sein drittes Rennen. "Wir starteten auf Platz fünf und hatten zu Beginn keine Probleme", erinnert sich der Penske-Pilot. "Als die Führenden ihren Boxenstopp gemacht haben, sind wir draußen geblieben. Von da an ging es nur darum, unsere Stopps perfekt zu timen." Später lag zwar zu einem Zeitpunkt Scott Dixon (Ganassi-Honda) in Front, "aber ich konnte ihn in Turn 1 außen herum überholen. Das war's."

Helio Castroneves Dan Wheldon

"Spiderman" Helio Castroneves gedachte 2012 Dan Wheldon Zoom

In Sachen Strategie und Boxenstopps gibt es übrigens in dieser Saison eine Neuerung: Die bisherige Renndistanz von 100 Runden wurde um zehn Umläufe erweitert. Die neue Rennlänge auf dem 1,8 Meilen langen Straßenkurs mit seinen 14 Kurven beträgt also 110 Runden. Eine sparsame Zweistopp-Strategie mit viel Leerlauf im mittleren Renndrittel wird demnach vermutlich nicht mehr funktionieren.

Schon bevor am Freitag die Trainingsaktivitäten beginnen, wird am heutigen Donnerstag eine Statue zu Ehren von Dan Wheldon eingeweiht. Der 2011 in Las Vegas tödlich verunglückte Brite wohnte seit dem Jahr 2005 in St. Petersburg, seine Witwe Susie Wheldon wird am Sonntagabend die Startflagge schwenken. Wheldon gewann in der Saison 2005 auch ein unvergessenes St-Pete-Rennen: Es war ein Vierfachtriumph der Andretti/Green-Mannschaft, die Plätze zwei bis vier belegten Tony Kanaan, Dario Franchitti und Bryan Herta.

Geheimtipp Kanaan?

Und: Damals war es das erste Nicht-Oval-Rennen der Indy Racing League. Aber nicht das erste St-Pete-Event auf dem aktuellen Kurs-Layout. Dies gewann in der ChampCar-Saison 2003 der Kanadier Paul Tracy, auf der Pole-Position stand damals der junge Sebastien Bourdais (heute Dragon-Chevrolet). Auch Hunter-Reay, Oriol Servia (DRR-Chevrolet) und Alex Tagliani (Herta-Honda) waren bereits 2003 mit von der Partie.

Will Power

Tony Kanaan (hier mit Power und Franchitti) stand oft auf dem Podium Zoom

Obwohl ihm in St. Pete bisher noch kein Sieg gelang, kann auch Tony Kanaan eine ausgezeichnete Statistik vorweisen. Der KV-Pilot stand nicht weniger als fünfmal auf dem Podium. Zuletzt in der Saison 2011, als er nur eine Woche zuvor seinen Vertrag im Team von Kevin Kalkhoven und Jimmy Vasser unterschrieben hatte. Damals lieferte sich der 38-jährige Brasilianer ein herzerfrischendes Duell mit seiner aktuellen Teamkollegin Simona de Silvestro, die als Vierte nur haarscharf am IndyCar-Podium vorbeischrammte.

Ein Teil der 2,9 Kilometer langen Strecke führt direkt entlang des Yachthafens von St. Petersburg, weshalb die Amerikaner gerne vom "Monaco der USA" sprechen. Die 110-Runden-Hatz zum IndyCar-Saisonauftakt 2013, zu dem insgesamt 25 Piloten gemeldet haben, beginnt am Sonntagabend um 17:40 Uhr MEZ. Die Qualifikation nach dem üblichen dreistüfigen Modus findet am Samstagabend ab 19:05 Uhr MEZ statt.

Die Meldeliste für St. Petersburg:

01. 1 Ryan Hunter-Reay (Andretti-Chevrolet)
02. 3 Helio Castroneves (Penske-Chevrolet)
03. 4 J.R. Hildebrand (Panther-Chevrolet)
04. 5 Ernesto Viso (Andretti-Chevrolet)
05. 6 Sebastian Saavedra (Dragon-Chevrolet)
06. 7 Sebastien Bourdais (Dragon-Chevrolet)
07. 9 Scott Dixon (Ganassi-Honda)
08. 10 Dario Franchitti (Ganassi-Honda)
09. 11 Tony Kanaan (KV-Chevrolet)
10. 12 Will Power (Penske-Chevrolet)
11. 14 Takuma Sato (Foyt-Honda)
12. 15 Graham Rahal (Rahal-Honda)
13. 16 James Jakes (Rahal-Honda)
14. 18 Ana Beatriz (Coyne-Honda)
15. 19 Justin Wilson (Coyne-Honda)
16. 20 Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet)
17. 22 Oriol Servia (Dreyer/Reinbold-Chevrolet)
18. 25 Marco Andretti (Andretti-Chevrolet)
19. 27 James Hinchcliffe (Andretti-Chevrolet)
20. 55 Tristan Vautier (Schmidt-Honda)
21. 67 Josef Newgarden (Fisher-Honda)
22. 77 Simon Pagenaud (Schmidt-Honda)
23. 78 Simona de Silvestro (KV-Chevrolet)
24. 83 Charlie Kimball (Ganassi-Honda)
25. 98 Alex Tagliani (Herta-Honda)

Alle St-Pete-Sieger auf einen Blick:

2012 Helio Castroneves
2011 Dario Franchitti
2010 Will Power
2009 Ryan Briscoe
2008 Graham Rahal
2007 Helio Castroneves
2006 Helio Castroneves
2005 Dan Wheldon

Der Zeitplan von St. Petersburg:

Freitag:

16:10 - 16:55 Uhr: Erstes Freies Training
19:40 - 20:25 Uhr: Zweites Freies Training

Samstag:

15:25 - 16:10 Uhr: Drittes Freies Training
19:05 - 20:15 Uhr: Qualifying

Sonntag:

13:45 - 14:15 Uhr: Warmup
ab 17:40 Uhr: Start zum Grand Prix of St. Petersburg

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