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Nach Flügelsalat in St. Pete: Honda bessert am Aero-Kit nach

Schon beim zweiten IndyCar-Saisonlauf am Wochenende in New Orleans werden die Honda-Teams neue Aero-Teile erhalten - Langfristige Maßnahmen in Planung

(Motorsport-Total.com) - Der Flügelsalat beim ersten IndyCar-Rennen mit den Aero-Kits von Chevrolet und Honda hat Folgen. Nachdem es beim Saisonauftakt auf dem Stadtkurs in St. Petersburg (Florida) zu zahlreichen Gelbphasen gekommen war, weil infolge von leichten Kollisionen wiederholt Aero-Teile - insbesondere die an den Frontflügeln angebrachten Winglets - abgebrochen waren, rüstet einer der beiden Hersteller schon für den zweiten Saisonlauf nach.

Carlos Munoz

Die filigranen Aero-Teile von Honda waren in St. Petersburg besonders anfällig Zoom

Die Honda-Teams (Andretti, Schmidt, Foyt, Rahal, Herta und Coyne) erhalten schon für den am kommenden Wochenende auf dem Programm stehenden Indy Grand Prix of Louisiana auf dem permanenten Rundkurs im NOLA Motorsports Park verstärkte Frontflügelelemente und auch verstärkte Verkleidungen für die Hinterräder.

Einem entsprechenden Antrag seitens HPD (Honda Performance Development) wurde durch die IndyCar-Offiziellen sofort stattgegeben, wie HPD-Entwicklungschef Steve Eriksen gegenüber 'FoxSports' betont: "Wir haben IndyCar einen Vorschlag unterbreitet, um einige der entscheidenden Elemente zu verstärken. Es handelt sich um eine Sofortmaßnahme und diese ist seitens IndyCar genehmigt worden."

Kurzfristige Honda-Lösung für mehr Sicherheit

Demnach sei man durch die wiederholten Zwischenfälle, bei denen Teile zu Bruch gingen, hellhörig geworden. Mit den verstärkten Teilen will man laut Eriksen "auch im Falle einer Berührung für Sicherheit sorgen". Der HPD-Entwicklungschef muss aber eingestehen, dass die kurzfristig vorgenommenen Veränderungen vermutlich kein Allheilmittel sein werden. Vielmehr sei es "eine schnelle Lösung", die insbesondere im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehenden Rennen auf permanenten Rundkursen und temporären Stadtkursen in die Wege geleitet wurde.

"Will man die aerodynamischen Elemente intakt halten und Verletzungen vermeiden, dann sieht man besser von Berührungen mit anderen Fahrzeugen ab." HPD-Entwicklungschef Steve Eriksen

Nach dem IndyCar-Debüt in New Orleans am kommenden Wochenende stehen der Stadtkurs in Long Beach, der permanente Rundkurs im Barber Motorsports Park und der ebenfalls permanente Infield-Kurs des Indianapolis Motor Speedway im IndyCar-Kalender. So nimmt Eriksen gegenüber 'USA Today' fürs Erste auch die Fahrer in die Pflicht: "Will man die aerodynamischen Elemente intakt halten und Verletzungen vermeiden, dann sieht man besser von Berührungen mit anderen Fahrzeugen ab."

Dass der HPD-Entwicklungschef das Thema Verletzungen anspricht, ist kein Zufall. In St. Petersburg hatte eine Kollision zwischen Andretti-Pilot Marco Andretti und Herta-Pilot Gabby Chaves, die beide mit Aero-Kits von Honda antreten, schwere Kopfverletzungen einer Zuschauerin zur Folge. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die IndyCar-Offiziellen dem Honda-Antrag sofort zugestimmt haben.

Auch Chassis-Hersteller Dallara will nachbessern

Juan Pablo Montoya, Ryan Hunter-Reay

Der Dallara DW12 dient Chevy und Honda als Basisauto für ihre jeweiligen Aero-Teile Zoom

Während von Chevrolet noch keine Modifizierungsmaßnahmen für die empfindlichen Aero-Teile bekannt sind, denkt man bei Honda schon weiter und plant langfristig eine grundlegende Überarbeitung des eigenen Aero-Kit-Pakets. Dies würde erneut die Genehmigung seitens der IndyCar-Offiziellen voraussetzen.

Gleiches gilt für eine Nachbesserung seitens Chassis-Hersteller Dallara. Denn laut Honda ist das ursprünglich für weniger Abtrieb konzipierte Hauptelement des Frontflügels am DW12 mitverantwortlich für die Anfälligkeit der Aero-Teile bei Berührungen. "Dallara wird das Hauptflügelelement langfristig gesehen durch eine stärkere und steifere Variante ersetzen", bemerkt Eriksen gegenüber 'FoxSports'.

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