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Keine IndyCar-Einsätze für Aljoschin in der Saison 2015

Für Michail Aljoschin ist das IndyCar-Thema vorerst vom Tisch: Wirtschaftliche Engpässe zwingen SMP zum Umdenken - Was macht Sam Schmidt?

(Motorsport-Total.com) - Michail Aljoschin wird nach seiner IndyCar-Rookie-Saison 2014 kein zweites Jahr in den USA verbringen. Zwar hat sich der 27-jährige Russe von seinen Verletzungen infolge des heftigen Trainingscrashs beim IndyCar-Saisonfinale in Fontana erholt. Die wirtschaftliche Situation in seinem Heimatland aber zwingt Aljoschins Geldgeber zum Umdenken.

Michail Aljoschin

Michail Aljoschin kehrt der IndyCar-Serie nach nur einer Saison den Rücken Zoom

"Es ist für Michail in diesem Jahr nicht einfach, einen IndyCar-Vertrag zu unterschreiben. Leider muss er eine Auszeit nehmen, denn für ein solches Vorhaben werden jede Menge Ressourcen benötigt", spricht SMP-Boss Sergei Zlobin gegenüber russischen Medien auf die von den Vereinten Nationen (UNO) verhängten Sanktionen gegen Russland und die damit einhergehenden russischen Wirtschaftsprobleme an.

Immerhin: In seinem eigenen Langstreckenteam SMP Racing hat Zlobin für Aljoschin noch Platz. So soll Ex-IndyCar-Pilot dabei helfen, für das Team den Titelgewinn in der LMP2-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zu wiederholen. Für 2016 hofft Zlobin, dass sich die wirtschaftliche Lage soweit stabilisiert hat, um Aljoschin eine Rückkehr in die IndyCar-Serie zu ermöglichen.

Highlight in Houston, Crash in Fontana

Michail Aljoschin, Simon Pagenaud

In Houston feierte Aljoschin mit Teamkollege Pagenaud einen Schmidt-Doppelerfolg Zoom

2014 sorgte Aljoschin erstmals im April in Long Beach für Aufsehen: Bei seinem zweiten IndyCar-Start wurde er Sechster. Wenige Wochen später war er der erste Russe, der am Indy 500 teilnahm. Mit zwei Runden Rückstand beendete er den Saisonhöhepunkt auf Platz 21.

Unterm Strich fuhr Aljoschin in seiner Rookie-Saison im Team von Sam Schmidt siebenmal in die Top 10. Beim Sonntagsrennen in Houston holte er mit Platz zwei seinen einzigen Podestplatz. Hinter Carlos Munoz (Andretti), aber vor Jack Hawksworth (Herta) und Houston-Sieger Carlos Huertas (Coyne) beendete er die Saison als zweitbester Rookie auf Gesamtrang 16.

Beim Saisonfinale war Aljoschin infolge seines heftigen Crashs nicht am Start. Im Abschlusstraining hatte der Russe seinen Schmidt-Honda in Turn 4 des Zwei-Meilen-Ovals in Fontana aus der Kontrolle verloren und wurde von Charlie Kimball (Ganassi-Chevrolet) frontal erwischt. Aljoschins Bolide stieg daraufhin in Richtung Fangzaun auf zerbarst in unzählige Einzelteile.

Fangzaun in Fontana nach Crash von Michail Aljoschin

In Fontana crashte Aljoschin heftig und hinterließ ein riesiges Loch im Fangzaun Zoom

Während Kimball unverletzt blieb, wurde Aljoschin in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert. Dort wurden ein gebrochenes Schlüsselbein, angeknackste Rippen, eine Gehirnerschütterung und Brustverletzungen diagnostiziert. Nach mehr als zwei Wochen konnte der Russe das Krankenhaus schließlich verlassen und ist inzwischen vollständig genesen.

Ob, und wenn ja für wen, Sam Schmidt auch in der IndyCar-Saison 2015 ein zweites Auto einsetzt, ist nach der Aljoschin-Absage völlig offen. Die neue Nummer eins bei Schmidt ist der Kanadier James Hinchcliffe, nachdem der bisherige Nummer-eins-Fahrer Simon Pagenaud das Team in Richtung der Meistermannschaft von Roger Penske verlassen hat.

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