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IndyCar-Chef soll gefeuert werden!

In Indianapolis kracht es gewaltig: IndyCar-Chef Randy Bernard bestätigt, dass Teambesitzer gegen ihn arbeiten - die IndyCars erleben eine Zerreißprobe

(Motorsport-Total.com) - Das Sportliche rückt über Nacht in den Hintergrund. Nur wenige Tage nach einem fantastischen Indy 500 droht den IndyCars ganz offenbar eine gewaltige Zerreißprobe. Wie IndyCar-Chef Randy Bernard via 'Twitter' und 'Facebook' am Mittwochmorgen bestätigte, gibt es einen Teambesitzer, der gerade versucht, seine Kollegen dazu zu bewegen, Bernard aus dem Amt zu befördern. Gerüchte dieser Art kursieren bereits seit einigen Tagen.

IndyCar-Chef Randy Bernard

IndyCar-Chef Randy Bernard bekommt massiven Gegenwind Zoom

Bernards Mitteilung im Wortlaut: "Es ist richtig, dass ein Teambesitzer gerade andere anruft, um zu versuchen, dass ich gefeuert werde. Dies haben mir einige andere Teambesitzer bestätigt. Das ist enttäuschend." Zu konkreten Namen gab der IndyCar-Boss keine Stellungnahme ab, er bestätigte lediglich, dass es sich dabei nicht um Roger Penske handle.


Fotos: Indy 500, Indy 500


Über die Hintergründe kann derzeit nur spekuliert werden. So dürfte es den Chevy-Teams sehr sauer aufgestoßen sein, dass Honda das wochenlange Hickhack rund um die Turbo-Modifikation gewonnen hatte. Dieser Fall ging durch mehrere Instanzen und wurde erst kurz vor dem Indy 500 endgültig pro Honda entschieden. Diese Entscheidung war gemäß der aktuellen Gerüchtelage auch der Grund, warum Penske stocksauer war.

Bernard und Penske unternahmen jedoch am Freitag vor dem Indy 500 eine längere Aussprache, nach der offenbar eine Art Burgfriede zustande kam. Zudem gibt es eine Menge Fragen, warum Honda nach der Qualifikation ab dem freitäglichen Carb-Cay plötzlich auf der Höhe war, nachdem die Chevy-Teams den Monat Mai zuvor deutlich beherrscht hatten.

Auch der Renndirektor im Kreuzfeuer?

Beaux Barfield Rennleiter IndyCars

Auch Renndirektor Beaux Barfield wird angefeindet Zoom

Und da war natürlich auch noch die unsägliche Lotus-Saga mit den nicht konkurrenzfähigen Motoren, dem Prozess von Dragon-Teamchef Jay Penske und dem kurzfristigen Wechsel zu Chevrolet. Mit Jean Alesi und Simona de Silvestro bleiben am Ende nur zwei Lotus-Piloten übrig, die gerade einmal die nötigen 33 Startpositionen auffüllten.

Aber: Auch in Bezug auf Jay Howard und Pippa Mann, die beide mit Sponsorengeldern in Indianapolis Gewehr bei Fuß standen, gibt es Gerüchte. Es wäre mit Chevy- oder Honda-Power sicherlich nicht schwer gewesen, sogar noch am sonntäglichen Bump-Day das chancenlose Lotus-Duo aus dem Feld zu fahren. Howard und Mann bekamen jedoch kein Paket und die IndyCars dementierten vehement, dass man sich schützend vor das Lotus-Duo stellte.

Dazu kommt noch der ungewöhnlich hohe Strafenkatalog, den IndyCar-Rennchef Beaux Barfield und Technikchef Will Phillips nach dem Bump-Day ausstellten, als gleich 13 von 33 Teams mit teilweise saftigen Geldstrafen belegt wurden. Barfield meldete sich übrigens direkt nach der Bernard-Erklärung ebenfalls via 'Twitter' zu Wort: "Ich bin nicht hier, um mir Freunde zu machen. Ich bin hier, um Dinge zu bewegen."

Eine unendliche Geschichte?

Randy Bernard IndyCar-Chef

Anfang 2010 übernahm Randy Bernard das IndyCar-Zepter Zoom

Fakt ist: Es brodelt bei den IndyCars wieder einmal ganz gewaltig. Und eigentlich sollte man der Ansicht sein, dass die Teambosse aus ihrer eigenen Vergangenheit gelernt haben. Doch offenbar ist es in IndyCar-USA erneut der Fall, dass die Egos überhand nehmen. Wohin das führen kann, hat man in den 1990er-Jahren gesehen, als es zum unsäglichen Split zwischen den ChampCars und der Indy Racing League kam.

Randy Bernard wurde Anfang 2010 geholt, um die Auswirkungen dieser dunklen Ära wettzumachen. Er übernahm ein sehr schwieriges Amt, dessen er sich aber jederzeit bewusst war. Nun droht also erneut ein Machtkampf. Ist es tatsächlich möglich, dass in diesem Monat Mai die alten IndyCar-Geister wieder herauf beschwört werden? Ist es möglich, dass sich die Ereignisse der 1990er-Jahre wiederholen?

Dies zu vermuten, ist sicherlich etwas früh. Aber wenn der Chef der Serie öffentlich macht, dass gegen ihn eine Intrige - und um nichts anderes handelt es sich derzeit - gesponnen wird, dann sind wir leider wieder genau bei diesen Anfängen. Und natürlich steht eine Frage im Raum: Sollte Bernard in den kommenden Wochen oder Monaten seinen Hut nehmen (müssen), was passiert dann? Wiederholt sich die Geschichte?

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