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Erster Trainingstag in New Orleans: Tony Kanaan mit Bestzeit

Tony Kanaan (Ganassi) und Will Power (Penske) in New Orleans bei unterschiedlichen Bedingungen für Chevy vorn - Tücken der neuen Strecke sorgen für zahlreiche Dreher

(Motorsport-Total.com) - Nach diversen Testfahrten im Winter gastiert die IndyCar-Serie an diesem Wochenende erstmals anlässlich eines Rennens im NOLA Motorsports Park (NOLA steht für New Orleans, Louisiana). Der rund 25 Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum von New Orleans gelegene permanente Rundkurs ist in der von den IndyCars befahrenen Variante 4,4 Kilometer lang und hat 13 Kurven.

Tony Kanaan

Ganassi-Pilot Tony Kanaan: Tagesbestzeit bei der Premiere im NOLA Motorsports Park Zoom

Im Jahr 2011 wurde der NOLA Motorsports Park aus dem Boden gestampft. Als Streckendesigner tobte sich im US-Bundesstaat Louisiana ein gewisser Alan Wilson aus, der zuvor auch die Kurse im Barber Motorsports Park (Alabama) und im Miller Motorsports Park (Utah) entwarf.

Wie gefällt den Piloten die neueste Strecke im IndyCar-Kalender? "New Orleans ist knifflig, denn die Strecke ist komplett flach. Es gibt keinerlei Referenzpunkte", erklärt Rahal-Pilot Graham Rahal die Schwierigkeit für die Fahrer, im NOLA Motorsports Park eine fehlerfreie Runde hinzulegen. Penske-Pilot Helio Castroneves denkt vor allem an die Zuschauer: "Weil das Gelände komplett eben ist, können die Fans auf den Tribünen die komplette Strecke überblicken."


Juan Pablo Montoya: Eine Runde in New Orleans

Für Foyt-Neuzugang Jack Hawksworth ist die vor den Toren von Downtown New Orleans gelegene Strecke nichts anderes als "eine etwas schnellere Variante des Rundkurses inmitten des Indianapolis Motor Speedway - sehr flach und mit einer Reihe von schnellen Kurven, aber auch langen Geraden mit harten Bremspunkten."

Chevy-Teams geben weiter klar den Ton an

Will Power

Will Power war in der langsameren zweiten Session des Freitags der Schnellste Zoom

Das erste Freie Training zum ersten Indy Grand Prix von Louisiana wurde gleich von sechs(!) Roten Flaggen unterbrochen. Für die erste sorgte Hawksworth, als sein Foyt-Honda schon nach drei Minuten mit einem Problem an der Spritversorgung ausrollte. Die übrigen fünf Unterbrechungen wurden allesamt durch Dreher ausgelöst, wobei viermal die Piloten von Dale Coyne Racing die Hauptrolle spielten. Während sich Carlos Huertas (13.) nur einmal drehte, zeigte Teamkollege Francesco Dracone (24.) mangels Referenzobjekten für die Bremspunkte gleich drei Pirouetten.

Nach Ablauf der 90 Minuten der ersten Session war es Tony Kanaan im Ganassi-Chevrolet, der an der Spitze der Zeitenliste stand. Mit einer Rundenzeit von 1:18.875 Minuten verwies der IndyCar-Routinier aus Brasilien den amtierenden Champion Will Power (Penske-Chevrolet/+0,054 Sekunden), seinen eigenen Ganassi-Teamkollegen Scott Dixon (+0,091), Sebastien Bourdais (KV-Chevrolet/+0,381) und Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet/+0,403) auf die Plätze.

Weil sich Josef Newgarden (CFH) und Ganassi-Youngster Sage Karam auf den Plätzen sechs und sieben einreihten, setzte die Chevy-Fraktion ihre beim Saisonauftakt in St. Petersburg (Florida) an den Tag gelegte Dominanz nahtlos fort. Bester Honda-Pilot war James Hinchcliffe aus dem Team von Sam Schmidt. Der amtierende Indy-Lights-Champion Gabby Chaves, in diesem Jahr IndyCar-Rookie im Team von Bryan Herta, reihte sich auf Platz neun ein. St.-Pete-Sieger und Tabellenführer Juan Pablo Montoya komplettierte im dritten Penske-Chevy die Top 10. Castroneves brachte den vierten Penske-Chevy auf Platz 14.


IndyCar in New Orleans

Nachdem die Auftaktsession bei perfekten äußeren Bedingungen über die Bühne gegangen war, begann die zweite Trainingseinheit erst eine Stunde später als geplant. Ein Wolkenbruch und anschließend stehendes Wasser waren die Gründe für die Verzögerung im Zeitplan. Während der Session wurde es nur unwesentlich besser. Die Strecke trocknete nur langsam ab, es herrschte kaum Fahrbetrieb. Will Power holte sich am Schluss eine wenig repräsentative Bestzeit von 1:20.170 Minuten. So überdauern die Ergebnisse aus der Auftaktsession als Maßgabe des Freitags die Nacht.

Ryan Hunter-Reay, Will Power

Veränderte Aero-Kits sowohl im Lager von Chevy als auch von Honda Zoom

Von Andretti Autosport war im Trockenen erneut wenig zu sehen. In der ersten Session schaffte es keiner aus dem Viergespann in die Top 10. Carlos Munoz war auf Platz zwölf der Schnellste. Immerhin: In der über weite Strecken von einer feuchten Piste gekennzeichneten zweiten Session landete Ryan Hunter-Reay auf Position zwei und Simona de Silvestro auf Position fünf. Bei perfekten Bedingungen hatte es für Hunter-Reay nur zu Position 15, für de Silvestro gar nur zu Position 21 gereicht.

Sowohl die Chevy-Teams als auch die Honda-Teams rücken an diesem Wochenende mit kurzfristig veränderten Aero-Kits aus. Die Auswirkungen der Modifikationen werden sich aber erst im Rennen am Sonntag zeigen. Schließlich waren nicht Abtriebs- oder Luftwiderstandswerte der Grund für das Nachbessern, sondern das beim Saisonauftakt in St. Petersburg wiederholt beobachtete schnelle Abbrechen zahlreicher Zusatzflügel bei Kollisionen.

Nach dem Qualifying am Samstag geht der erste Indy Grand Prix of Louisiana tags darauf über 75 Runden. Die Grüne Flagge wird am Sonntag gegen 21:30 Uhr MESZ erwartet. Sport1 US überträgt ab 21:00 Uhr live.

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