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Cockpitschutz: IndyCar will von der Formel 1 lernen

IndyCar-Boss Jay Frye beobachtet die Entwicklungen im Bereich Cockpitsicherheit genau und möchte dabei auch von der Formel 1 lernen

(Motorsport-Total.com) - Schutzmaßnahmen für Cockpits sind nicht nur in der Formel 1 nach dem tödlichen Unfall von Jules Bianchi beim Großen Preis von Japan 2014 ein großes Thema, auch in der IndyCar-Serie wird seit längerer Zeit über eine Verbesserung der Sicherheit für die Fahrer diskutiert. Die US-Serie ist selbst ein gebranntes Kind und verlor im vergangenen Jahr Justin Wilson, der in Pocono ein Teil des verunfallten Sage Karam auf den Helm bekam. Zuvor musste man bereits den Tod von Indy-500-Sieger Dan Wheldon beklagen, der sich in Las Vegas 2011 ebenfalls schwere Kopfverletzungen zuzog.

Halo-Kopfschutz

Der Halo-Kopfschutz könnte schon 2017 in der Formel 1 Einzug halten Zoom

Die Formel 1 könnte ab 2017 bereits auf das Halo-System setzen, das von Mercedes entwickelt wurde und eine Art Heiligenschein um den Kopf des Fahrers bildet. Eine gleiche Lösung ist für die IndyCar-Serie derzeit nicht geplant, doch laut IndyCar-Chef Jay Frye beobachte man die Entwicklungen dennoch genau, um eigene Ideen zu entwickeln: "Wir würden gerne genau verstehen, was sie tun und warum sie es tun, und dies auch als Teil unserer Datenbank nutzen", meint Frye gegenüber 'RACER' zum Thema Cockpitsicherheit. In beiden Serien gebe es Ansätze, die man gegenseitig nutzen kann. "Man muss einfach smart sein und aufpassen, was jeder tut."

Das Problem sind derzeit die unterschiedlichen Entwicklungsansätze in beiden Serien. Während es in der Formel 1 konstanten Fortschritt gibt, setzt die IndyCar-Serie seit 2012 auf das gleiche Chassis und wird dies vermutlich noch zwei oder drei weitere Jahre tun. Eine Innovation an das Auto zu bringen, ist daher eine größere Herausforderung. Auch gebe es laut Frye unterschiedliche Meinungen über die Einführung solcher Systeme.


Fotostrecke: Die Karriere von Justin Wilson

"Wenn man eine Person fragt, dann findet sie es großartig, etwas mit dem bestehenden Auto zu machen. Fragt man eine andere Person, dann soll man es mit einem neuen Auto machen - und das benötigt Zeit", so der IndyCar-Boss. Aktuell arbeite man aber verstärkt an Lösungen für die derzeitige Fahrzeuggeneration. "Wenn wir diesen Weg gehen, müssen wir uns fragen: Was sind unsere Optionen? Was sind die Kosten? Wer sind die Hersteller?"

Die Formel 1 scheint dabei schon einen Schritt weiter zu sein, was man bei den Amerikanern aber nutzen möchte. "Es gibt so viele clevere Leute in unserem Paddock, die einen Vorteil aus ihrem Wissen ziehen können", meint Frye, will aber noch keine konkreten Zeitvorgaben machen: "Man kann nicht einfach etwas ans Auto bauen und Rennen fahren", sagt er. "Man muss schauen und untersuchen, was das Beste ist."

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