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Andretti dominiert den "Fast-Friday"

Marco Andretti macht sich am "Fast-Friday" zum Favoriten auf die Indy-Pole - alle Andretti-Chevys schnell, Penske dran, Honda und Ganassi haben viel Arbeit

(Motorsport-Total.com) - Eins, vier, sechs und sieben. Geht es nach den Eindrücken des "Fast-Friday", dann wird die Schlacht um die so prestigeträchtige Pole-Position zum 96. Indy 500 am morgigen Samstag nur über die Andretti-Chevrolets gehen. Die einzige Konkurrenz, die im Bereich des versammelten Andretti-Teams mitspielen konnte, war das Penske-Duo Ryan Briscoe (2.) und "Spiderman" Helio Castroneves (3.), der 2012 seinen vierten Indy-500-Titel einfahren möchte.

James Hinchcliffe, Marco Andretti

Marco Andretti drehte am "Fast-Friday" die eindeutig schnellsten Runden Zoom

Der große Favorit auf die Indy-Pole heißt aber Marco Andretti. Der 25-jährige Spross aus der Andretti-Dynastie drehte in 39.554 Sekunden mit einem Schnitt von 227,540 Meilen pro Stunde die mit Abstand schnellste Runde des letzten Trainingstages, die er allerdings im Windschatten von Tony Kanaan (KV-Chevrolet; 10.) fuhr. Doch davor und danach schüttelte sein Andretti-Chevy mit der Startnummer 26 Rundenzeiten von deutlich über 226 Meilen in der Alleinfahrt quasi aus dem Ärmel.

Der Bestzeithalter versuchte auf die Euphoriebremse zu treten: "Es ist Indianapolis und morgen kann wieder alles ganz anders aussehen", sagte Marco Andretti. "Natürlich sind wir optimistisch, aber ich werde jetzt nicht gierig werden. Doch um die Pole werde ich kämpfen." Seine Kampfansage für den Rennsonntag am 27. Mai konnte jedoch nicht deutlicher ausfallen: "Wenn einer das Indy 500 gewinnen möchte, dann muss er unsere 26 schlagen."

Ähnliches gilt für seinen Teamkollegen Ryan Hunter-Reay, der mit einem Schnitt von 226,400 Meilen pro Stunde Vierter wurde. "Wenn du in einem Andretti-Chevy sitzt, dann gehst du heute Abend ins Bett und denkst daran, dass du morgen eine Chance auf die erste Startreihe und die Pole haben wirst", bestätigte Hunter-Reay die Eindrücke des "Fast-Friday". "Aber ich will jetzt nicht übertreiben. Wir gehen die Sache Schritt für Schritt an."

Penske und Ganassi mit Arbeit

Ryan Briscoe

Ryan Briscoe "schlich" sich am Indy-Freitag auf Rang zwei Zoom

Weil auch James Hinchcliffe (6.), sowie die Andretti-Teilzeitpiloten Ana Beatriz (7.) und Sebastian Saavedra (19.) weit nach vorne fuhren, gab sich Teamchef Michael Andretti natürlich sehr zuversichtlich. "Alle fünf Autos sind voll auf der Höhe, das macht uns schon sehr glücklich", sagte Andretti. "Freilich haben wir eine Chance auf die Pole, aber da gibt es ja noch Helio und ein paar Andere, die sicher noch zulegen werden."

Team Penske lauert ohne jeden Zweifel, aber vor allem Briscoe hatte bei seiner besten Runde einen mächtigen Windschatten von Sebastien Bourdais (Dragon-Chevy; 29.). Castroneves fuhr seine Bestzeit hingegen ohne Unterstützung, genau wie Will Power (11.). Trotzdem: Gegen die Show der Andretti-Autos sah die Penske-Mannschaft am Freitag recht blass aus. "Es ist okay, aber wir haben noch ein Stück Arbeit vor uns", lautete die Castroneves-Aussage.

Die Marke von Scott Dixon (5.) ist ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, denn auf seiner Runde fuhr sein Ganassi-Teamkollege Dario Franchitti (9.) vor dem Neuseeländer. Prompt konnte Dixon auf einer späteren Alleinfahrt seine 226,224 Meilen pro Stunde nicht bestätigen, sondern landete im Franchitti-Bereich von knapp über 225 Meilen. Dort befand sich auch Shooting-Star Josef Newgarden (225.021) im schnellen Fisher-Honda, der unter der Woche dreimal eine Tagesbestzeit fuhr. Der 21-Jährige landete am Ende auf Rang 13.

Mehr Ladedruck nur am Pole-Wochenende

Die IndyCar-Offiziellen haben für das Pole-Wochenende den Ladedruck von 1,3 auf 1,4 bar erhöhen lassen, was etwa 40 bis 50 zusätzliche PS und vier bis fünf Meilen mehr Speed bringen sollte. Nach dem Bump-Day am Sonntag wird der Ladedruck wieder auf 1,3 bar verringert. Die Andretti-Runde vom "Fast-Friday" lag dementsprechend in etwa auf dem Niveau der Pole-Zeit des Vorjahres.


Die Höhepunkte vom "Fast-Friday"

Weiter hinten im Feld erlitt Michel Jourdain (28.) in seinem Rahal-Honda einen kapitalen Motorschaden, der nach Aussage von Bobby Rahal sogar das Dallara-Chassis in Mitleidenschaft zog. Oriol Servia (Dreyer/Reinbold) konnte nach hartnäckigen Motorenproblemen an seinem Chevy-Triebwerk als einziger der 33 Piloten keine Runde drehen.

Übrigens: Sollte es am Samstagabend tatsächlich so kommen und Marco Andretti in Indianapolis Startplatz eins holen können, dann wäre es die erste Indy-Pole der Andrettis seit dem Jahr 1987, die damals Marcos Großvater Mario Andretti schaffte. 1987 ist auch Marcos Geburtsjahr. Das Qualifying beginnt am Samstag um 17:00 Uhr MESZ, das Pole-Shootout der Top 9 findet ab 22:30 Uhr MESZ statt.

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