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Alexander Rossi über Indy-Test: Aerodynamik wichtiger als KERS

Laut Indy-500-Sieger Alexander Rossi kann die Aerodynamik das Racing in Indianapolis verbessern - Ein KERS-Boost sei hingegen nicht ausschlaggebend

(Motorsport-Total.com) - Im Zuge der Einführung der Hybridmotoren in der IndyCar-Saison 2023, durfte Alexander Rossi zusammen mit drei weiteren Fahrern Simulationen auf dem Indianapolis Motor Speedway absolvieren. Dazu durften die Fahrer Extra-Power nutzen, um ein KERS-System nachzustellen. Mit der Einführung der zusätzlichen Elektromotoren kann die zusätzliche Energie über das System aus der Batterie freigesetzt werden.

Alexander Rossi

Alexander Rossi hat eine KERS-Simulation in Indianapolis abgespult Zoom

Wie IndyCar-Präsident Jay Frye war auch Rossi noch nicht vollends von der Lösung auf dem vier Kilometer langen Oval überzeugt. Er sagt: "Es ist schon ein großer Leistungszuwachs mit dem Push-to-Pass. Wir müssen uns das anschauen, um zu verstehen, ob es eine Verbesserung oder Verschlechterung ist." Auf die Frage, ob er die Lösung für hilfreich halte, antwortete er: "Nein, tue ich nicht."

Laut Rossi ist nicht die Leistung der Motoren ein Problem auf den Ovalen der IndyCar-Serie ist, sondern die Aerodynamik, die eine wichtige Rolle spielt. Dennoch kann der richtige Einsatz des neues Hybridsystems helfen, das Racing beim Indy 500 zu verbessern. Im Bereich Aerodynamik hat der US-Amerikaner bereits Fortschritte ausgemacht, denn die Autos hätten sich im Vergleich zum November-Test in eine positive Richtung entwickelt.

"Das Paket, dass wir für 2021 angepasst haben, existiert bereits", so Rossi, der im Jahr 2016 als Rookie das Indy 500 gewonnen hat. "Das wir hier hatten, wird auch im Mai im Rennen eingesetzt werden." Laut IndyCar-Champion Scott Dixon gab es eine Menge Unterschiede zwischen den Autos, wenn mit dem höheren Ladedruck gefahren werden durfte, um das KERS-System zu simulieren.

Schnellere Autos in Indianapolis?

Er habe für über zehn Sekunden "50, 60 oder 70 Pferdestärken" mehr zur Verfügung gehabt, weshalb sich die Autos im Verkehr deutlich anders verhalten hätten als mit weniger verfügbarer Leistung. Das könne, so Dixon, die Durchschnittsgeschwindigkeiten in Indianapolis noch einmal erhöhen. Zur Erinnerung: Im Jahr 2020 wurde auf der Pole-Runde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 370 Kilometern pro Stunde erreicht.

Alexander Rossi

Vier IndyCar-Piloten testeten in Indianapolis mit mehr Leistung Zoom

"Der Windschatten ist hier sehr stark", so Dixon. "Wir müssen noch immer schauen, an welchen Bereichen hier gearbeitet werden muss, aber ich denke nicht, dass es die Beschleunigung auf den Geraden ist. Es geht eher darum, wie wir die Autos durch die Kurven bekommen." Weitere wichtige Faktoren sind die Möglichkeit der Fahrer, an andere Fahrzeuge heranzufahren und das Verhalten der Boliden in der sogenannten "Dirty-air".

Laut Dixon wird das Hybridsystem auf den Rundkursen der IndyCar-Serie ohne Schwierigkeiten adaptiert werden können, doch wie die Antriebe auf den Ovalen eingesetzt werden sollen, steht noch in den Sternen. Gerade die Superspeedways seien eine Herausforderung. Die kleinen Ovale seien, erklärt Dixon, hingegen "kein großes Drama".

Ziel: Besseres Racing

Laut Pato O'Ward ist das übergeordnete Ziel der IndyCar-Serie, das Racing in der Hybridära zu verbessern. "Wir haben dafür verschiedene Ladedrücke und Long-runs ausprobiert", erklärt der 21-Jährige. Dabei hat der Mexikaner insbesondere im Laufe der ersten 20 Runden eine große Veränderung am den Fahrzeug festgemacht.

Da aber nur vier Autos auf der Strecke waren, fehlen der Serie weitere wichtige Daten. O'Ward erklärt: "Das Auto verhält sich anders, wenn es 15, fünf oder zwei Autos in einer Gruppe sind. Wir haben einiges an Feedback bekommen, vermissen aber noch Informationen, weil nicht alle hier waren."

O'Ward hat für die Fans aber eine gute Nachricht. "Wir befinden uns auf einem guten Weg", glaubt der Youngster, der sich von den Anpassungen spannendere Rennen verspricht. "Am Ende geht es darum, den Zuschauern eine bessere Show zu bieten. Für IndyCar-Veteran Josef Newgarden ist das Testen noch nicht vorbei. Er glaubt, dass es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten gibt, um die Extraenergie aus dem KERS-System auf Ovalen zu nutzen.

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