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  • 06.12.2018 15:13

IMSA statt IndyCar: Rene Binder setzt Zusammenarbeit mit Juncos fort

Der Österreicher Rene Binder bleibt im Aufgebot des Juncos-Teams und bestreitet die vier Langstrecken-Rennen der IMSA-Saison 2019 in einem Cadillac

(Motorsport-Total.com) - Das in Indianapolis stationierte Team Juncos Racing hat in dieser Woche die Vertragsverlängerung mit Rene Binder bekanntgegeben. Der Österreicher wird seinen Fokus allerdings von der IndyCar-Serie, in der er 2018 bei sechs Rennen für das Team antrat, in die Königsklasse des amerikanischen Langstreckensports verschieben.

Rene Binder

Rene Binder wechselt für 2019 vom IndyCar- ins IMSA-Cockpit Zoom

Am Steuer des Cadillac DPi mit der Startnummer 50 wird Binder die vier Langstrecken-Rennen im Kalender der IMSA-Saison 2019 bestreiten: 24 Stunden von Daytona, 12 Stunden von Sebring, 6 Stunden von Watkins Glen und Petit Le Mans. Im Interview spricht Binder über die neue Herausforderung und über eine mögliche Hintertür, die ihm auch 2019 ein IndyCar-Rennen ermöglichen könnte.

Frage: "Rene, du hast in der abgelaufenen Saison deine ersten Rennen in der IndyCar-Serie absolviert und jetzt deinen Wechsel in den Langstreckensport bekanntgegeben. Wie kam es dazu?"
Rene Binder: "Es heißt ja immer, dass man zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein muss und das war bei mir hier definitiv der Fall. Trotz aller Begeisterung für IndyCar wusste ich nämlich schon im Sommer, dass ich keine komplette Saison dort bestreiten kann, und zwar auch deshalb, weil ich in unserem Familienunternehmen immer stärker eingebunden werde und nicht monatelang in den USA bleiben kann."

"Als uns Ricardo Juncos dann berichtet hat, dass er gemeinsam mit Cadillac an einem werksunterstützten IMSA-Programm arbeitet, bin ich hellhörig geworden. Die vier wichtigsten Rennen dort bilden für mich ein perfektes Programm. Außerdem ist das eine Riesenchance, in einem Werksteam Fuß zu fassen. Ich kann mich nur bei allen Beteiligten noch einmal herzlich für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken."


Fotos: IMSA: Petit Le Mans 2018


Frage: "Wir reden hier über die Klassiker in Daytona, Sebring und Watkins Glen sowie über das Petit Le Mans. Du wirst auf diesen legendären Rennstrecken einen Cadillac DPi-V.R pilotieren."
Binder: "Ja, ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und hoffe, dass wir schon beim Saisonstart in Daytona möglichst weit vorn landen können, auch wenn die Konkurrenz sehr stark sein wird. Da werden Kaliber wie Fernando Alonso dabei sein, die man nicht weiter vorstellen muss."

Frage: "Wer werden deine Teamkollegen bei Juncos sein?"
Binder: "Wir werden ein ziemlich junges Fahrer-Line-up haben, wobei neben mir bislang nur der Amerikaner Will Owen offiziell bestätigt wurde, der es bei den 24 Stunden von Le Mans immerhin schon einmal auf das Siegespodest geschafft hat. Der dritte Fahrer bei den 24 Stunden von Daytona wird ein junger IndyCar-Pilot (Kyle Kaiser; Anm. d. Red.) sein."

Frage: "Apropos IndyCar: Hast du das Thema Formelsport für dich nun endgültig abgeschlossen?"
Binder: "Das würde ich so noch nicht unterschreiben, aber natürlich hat der Endurance-Bereich für mich jetzt einmal höchste Priorität. Wir werden demnächst noch ein zweites Projekt in Europa bekannt geben, das für mich die ideale Ergänzung zum IMSA Endurance-Cup sein wird. Ich werde 2019 wieder deutlich mehr zum Fahren kommen und sollten unsere aktuell laufenden Gespräche mit einem potentiellen Sponsor in Toronto zum Erfolg führen, kann ich mir sogar noch einen Start beim dortigen IndyCar-Rennen vorstellen."

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