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  • 13.03.2018 10:12

Rene Binder: Langes Bremspedal verhagelt IndyCar-Debüt

Für Rene Binder war das erste IndyCar-Rennen in St. Petersburg vorzeitig beendet, trotzdem ist er mit seinem Debüt in Amerika nicht unzufrieden

(Motorsport-Total.com) - Für Rene Binder verlief das Debüt in der IndyCar-Serie nicht ganz wie gewünscht. Der Österreicher sah beim Rennen in St. Petersburg die Zielflagge nicht, weil sein Bremspedal kurz vor Schluss ziemlich lang wurde und er dadurch in der Auslaufzone endete. Wie er sein Debüt mit dem Juncos-Team erlebt hat, das erzählt er nun im Interview.

Rene Binder

Rene Binder fuhr am Wochenende sein erstes IndyCar-Rennen Zoom

Frage: "Rene, Sie haben in der 103. von 110 Runden nach einem seltsam aussenden Ausritt in langsamer Fahrt die Box angesteuert. Was war los, Sie waren zwischenzeitig immerhin auf Platz 16?"
Rene Binder: "Um ehrlich zu sein, müssen wir noch im Detail analysieren, warum auf einmal das Bremspedal lang geworden ist, aber ich wollte im Finish keinen Unfall mehr riskieren. Das Auto ist heil geblieben und wir haben als Team an diesem Wochenende sehr viel dazu gelernt. Das ist das Wichtigste."

"Wenn einmal die Ampel auf grün schaltet, vergisst man leider schnell, dass man nur einen Testtag zur Verfügung hatte und dieses Rennen dementsprechend auch als Test sehen muss. Gott sei Dank hat mich mein Renningenieur Tom Brown daran erinnert, und je länger ich darüber nachdenke, desto zufriedener bin ich mit meinem Debüt. Das einzige, was mich gestört hat, war ein loses Funkkabel, das im Cockpit wild herumgeflogen ist. Mich bringt ja so schnell nichts aus der Ruhe, aber ich hab das gut 100 Mal wieder in Position bringen müssen."

Frage: "Auf Ihrem Weg zurück ins Fahrerlager haben viele Fans schon "Good Job, Binder" gerufen. Lag es daran, dass Sie soweit ohne Fahrfehler durchgekommen sind?"
Binder: "Ich hatte am Freitag einen ziemlich spektakulären Dreher, bei dem ich das Auto Gott sei Dank noch abfangen konnte. Da ohne einen Kratzer am Auto davonzukommen war aber ehrlich gesagt auch Glück. Wenn nach dem Rennen die ganzen verunfallten Autos hintereinander hereingebracht werden, wird einem doch bewusst, wie intensiv dieses Racing in der Indycar-Serie ist. Es ist etwas ganz Besonderes sich hier beweisen zu können und ich werde alles geben, um auch erfolgreich zu sein."


IndyCar St. Petersburg 2018: Rennhighlights

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Frage: "Für ein Rookie-Team mit nur einem Rennfahrzeug ist die Herausforderung zweifellos eine enorme. Welche Ziele sind in dieser Konstellation realistisch?"
Binder: "Wenn es uns gelingt, aus mir und aus dem Auto noch jeweils eine halbe Sekunde herauszuholen, sind wir schon einen Riesenschritt weiter. Ich habe im Gegensatz zu den meisten Rookies die Strecke nicht gekannt und auch mein Renningenieur hat mir bestätigt, dass er an diesem Auftaktwochenende sehr viel über das neue Auto gelernt hat. Tom war übrigens viele Jahre beim Meisterteam Penske, aber was wir jetzt bei Juncos dringend brauchen, sind Testkilometer und möglichst gute Vergleichsdaten."

Frage: "Sie testen immerhin nächste Woche im Barber Motorsports Park?"
Binder: "Eine irrsinnig anspruchsvolle Strecke, auf der ich auch meinen nächsten IndyCar-Grand-Prix fahren werde. Wir haben einen enormen Aufholbedarf, den es jetzt Schritt für Schritt und ohne Hektik aufzuarbeiten gilt. Ich habe nach wie vor ein gutes Gefühl, weil die Zutaten bei diesem Team stimmen und weil wir auch nicht so schnell aufgeben werden."

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