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  • 26.04.2018 20:07

Platz 16 in Alabama: Binder stößt ins IndyCar-Mittelfeld vor

Erste Zielankunft für Rene Binder in der IndyCar-Serie - Wichtige Punkte für den Österreicher und eine ganz neue Erfahrung: Ein Rennen über zwei Tage!

(Motorsport-Total.com) - In seinem zweiten IndyCar-Rennen sah Rene Binder erstmals die Zielflagge, musste dafür aber lange warten: Der Grand Prix von Alabama im Barber Motorsports Park konnte erst am Montag beendet werden, nachdem heftige Rennfälle am Sonntag eine Durchführung des Rennens unmöglich gemacht haben. Binder hielt sich bis auf einen kleinen Ausritt im Training schadlos und belegte am Ende Rang 16. Neben vielen neuen Erfahrungen sprangen auch ein paar Punkte für den Juncos-Piloten heraus.

Rene Binder

Wieder viel gelernt: Rene Binder erlebte das Barber-Chaos aus erster Hand Zoom

Frage: "Gratulation zu Platz 16! Die erste Zielankunft im Mittelfeld der IndyCar-Serie kam schneller als erwartet..."
Rene Binder: "Danke! Es war erst einmal wichtig, unseren Dallara-Chevrolet heil ins Ziel zu bringen und weitere wertvolle Rennkilometer abzuspulen. Man darf nicht vergessen, dass wir bislang kaum testen konnten. Ich hab deshalb versucht, mich aus allen Zweikämpfen herauszuhalten und mein Rennen zu fahren."

Frage: "Der diesjährige Honda Indy Grand Prix von Alabama zählte ja zweifellos zu den spektakulärsten und schwierigsten Rennen der letzten Jahre und musste aufgrund der Wetterkapriolen sogar in zwei Etappen ausgetragen werden."
Binder: "Das Sonntagsrennen wurde als 'Wet-Race' gestartet und war sicher das Schwierigste, was ich jemals gefahren bin. Die ersten Runden waren absoluter Blindflug, aber man hat auch gesehen, was IndyCar-Fahrer draufhaben. Da gab es niemanden, der eine Harakiri-Aktion gestartet hat und kaum eine Kollision. Sie fahren hart aber fair. Das ist etwas, dass sie wahrscheinlich aus dem Oval-Racing verinnerlicht haben."

"Die Verhältnisse waren am Sonntag so grenzwertig, dass man gleich zweimal abbrechen musste. Und als es dann gar nicht mehr ging hat man den zweiten Teil des Rennens auf Montagvormittag verschoben. Dass unsere Pace im Rennen nicht mehr so gut war wie im Training, war ein kleiner Schönheitsfehler, den wir noch im Detail analysieren müssen."

Rene Binder

Der Regen wurde so stark, dass das Rennen verschoben werden musste Zoom

Frage: "Ihnen hatten im ersten Qualifying nur 1,4 Sekunden auf Will Power, den Schnellsten Deiner Qualifying-Gruppe gefehlt und Ihre Pace auf harten Reifen am Freitag war wirklich sehr, sehr viel versprechend..."
Binder: "Wie schon mehrmals gesagt, sind wir in einer Lernphase und wenn man, so wie wir, nur ein Auto einsetzt, fehlen einem als Rookie natürlich oft die Anhaltspunkte, die einem ein alter Hase als Teamkollege geben könnte. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das dank meines erfahrenen Renningenieurs trotzdem noch hinbekommen werden."

Frage: "Die IndyCar-Serie begibt sich jetzt wieder zurück in ihr Mekka nach Indianapolis, während Sie direkt zu WEC-Testfahrten nach Monza reisen."
Binder: "Ich werde dort für ByKolles Racing im Testeinsatz sein und das Team bei seinen Vorbereitungen auf Spa und Le Mans unterstützen. Das LMP1-Fahrzeug ist inzwischen enorm weiterentwickelt worden und für mich, ehrlich gesagt, auch eine ideale Ergänzung zum IndyCar, das ich erst wieder im Juni in Detroit fahren werde. Mein Programm ist in dieser Saison sicher etwas unkonventionell, aber für mich ist es trotzdem der richtige Weg."

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