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GT1-Nennliste: Der Weltmeister fehlt!

Zum Nennschluss der GT1-WM sind nur 16 Autos eingeschrieben - Kein zweites Maserati-Team: Michael Bartels muss vorerst passen!

(Motorsport-Total.com) - Muss die GT1-Weltmeisterschaft schon im zweiten Jahr des Bestehens auf den amtierenden Champion verzichten? Im Moment sieht es so aus, denn zum Nennschluss am gestrigen Mittwoch standen nur 16 Fahrzege auf der Liste für 2011 - die beiden Vitaphone-Maseratis waren nicht dabei. Hintergrund ist die immer noch gültige Regel, dass von jedem Hersteller vier Fahrzeuge am Start stehen müssen.

Michael Bartels

GT1-WM: Wird man 2011 tatsächlich keine Vitaphone-Maseratis sehen? Zoom

Nach dem Abschied von Triple-H-Hegersport blieb Vitaphone als einzige Maserati-Mannschaft übrig. Man verhandelte zwar mit anderen Teams über den möglichen Einsatz von zwei weiteren MC12, doch kam man nicht rechtzeitig zu einem Abschluss. "Unter diesen Voraussetzungen gab es also gar keinen Grund, dass wir uns einschreiben", verrät Bartels im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Wir sind aber noch völlig entspannt", erklärt der Plettenberger weiter. Der Weltmeister ist zuversichtlich, dass sich bis zum Saisonstart in Abu Dhabi im März noch eine Lösung finden wird. Eine Lockerung der Verpflichtung zu vier Autos eines Herstellers ist ohnehin angedacht, aber noch nicht im Regelwerk angepasst. Eine Sitzung der GT-Kommission in Paris könnte noch am heutigen Donnerstag Klarheit verschaffen.

"Bei uns laufen die Vorbereitungen erst einmal ganz normal weiter", sagt der GT1-Champion, der gern noch für ein letztes Jahr gemeinsam mit seinem Teamkollegen Andrea Bertolini im MC12 antreten würde. Einen großen Zeitdruck verspürt Bartels mit seinem Team aus Herborn derzeit noch nicht. Zwar werden die GT1-Autos frühzeitig in Richtung Abu Dhabi verschifft, "aber unsere Autos werden ohnehin dorthin geflogen", so der Weltmeister.

Henri Moser, Karl Wendlinger

Die Schweizer von SRT werden 2011 nicht mehr mit Nissan fahren Zoom

Grundsätzlich erfüllt die bisherige Nennliste alle Vorgaben. 16 Autos müssen am Start stehen, um den Grundzügen des Reglements und der Vermarktungsverträge zu entsprechen. Allerdings gibt es bezüglich der Überseerennen offenbar Sonderregelungen, die mindestens 20 Autos als untere Grenze vorsehen. Dass plötzlich vier Corvettes von zwei Teams eingesetzt werden, gilt als unwahrscheinlich. Die Variante einer Nachnennung von Bartels und einem weiteren Maserati-Team ist da schon wahrscheinlicher.

Sollte die GT-Kommission keine Lockerung verabschieden und auch keine Ausnahme zulassen, dann würde die neue Saison der GT1-Weltmeisterschaft tatsächlich ohne den Maserati mit der Startnummer eins stattfinden. Bartels wäre sicherlich enttäuscht, weil es das letzte Einsatzjahr mit dem geliebten MC12 wäre, aber es gäbe auch Alternativen, denn der Deutsche arbeitet derzeit auch an "anderen GT-Projekten".

Corvette wird vermutlich komplett aus der Szene verschwunden sein, Nissan kann weiterhin auf die britische Sumo-Power-Mannschaft zählen. Ein zweites Nissan-Team soll neu einsteigen, die schweizerische SRT-Mannschaft um Karl Wendlinger soll dann auf Lamborghini umschwenken. Der Österreicher hatte 2010 am Steuer des GT-R keine gute Saison erlebt.

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