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  • 14.06.2011 · 14:22

Zweiter Sieg für die Stuck-Brüder

Ferdinand und Johannes Stück erlebten in Zolder eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Auf den Sieg in Lauf eins folgte ein Ausfall in Rennen zwei

(Motorsport-Total.com) - Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt - so lässt sich das Wochenende der beiden Stuck-Brüder Ferdinand und Johannes beschreiben. Nach einem sensationellen und souveränen Sieg am Samstag folgte am Sonntag ein frühzeitiger Ausfall. Schon das Qualifying zu den Läufen fünf und sechs des ADAC-GT-Masters im belgischen Zolder hatte es in sich.

Johannes und Ferdinand Stuck

Johannes und Ferdinand Stuck standen zum zweiten Mal ganz oben

Während der ersten 20-minütigen Session regnete es in Strömen, im zweiten Teil des Qualifyings trocknete die Strecke schon wieder ab. Ferdinand Stuck ließ sich von der nassen Strecke nicht beeindrucken und sicherte sich die Pole-Position. Johannes Stuck stellte den Lamborghini Gallardo nach technischen Problemen auf den 18. Startrang.

Das erste Rennen verlief perfekt von Anfang bis Ende: Ferdinand Stuck nutzte die Pole-Position und ging sofort in Führung. Die sehr aggressive Strategie sah vor, dass er einen großen Vorsprung herausfährt, bevor er an seinen Bruder übergibt. Der Plan ging auf und Ferdinand Stuck übergab das Auto mit mehreren Sekunden an Johannes Stuck. Auch ihm konnte die Konkurrenz nichts mehr anhaben. Die beiden Stuck-Brüder gewannen mit einem Vorsprung von über elf Sekunden auf die Konkurrenz.

Kurz nach dem Start zum zweiten Rennen am Sonntag kam es zu einem heftigen Unfall, der eine lange Safetycar-Phase zu Folge hatte. Da Startfahrer Johannes Stuck einem der beschädigten Fahrzeuge ausweichen musste, lag er nach der ersten Runde auf dem 19. Rang. Kaum war das Rennen wieder freigegeben, startete er zur Aufholjagd. Als der Fahrerwechsel anstand, hatte er sich bereits auf Platz zwölf vorgearbeitet. Doch bei der Anfahrt in die Boxengasse war er zu schnell, musste einigen Konkurrenten ausweichen und landete im Kiesbett. Von dort konnte er sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien und das Rennen war zu Ende.

"Der Sieg war einfach sensationell. Ferdi ist ein Wahnsinnsrennen mit tollen Rundenzeiten gefahren. Selbst nach dem Fahrerwechsel hatten wir noch einen sehr guten Vorsprung und ich konnte das Rennen kontrolliert nach Hause bringen", bilanziert Johannes Stuck. "Der Ausfall am Sonntag tut dann natürlich richtig weh. Ich hatte mir im freien Training einen Bremspunkt für die Einfahrt in die Boxengasse gesucht, um schnell reinfahren zu können. Doch im Rennen hatte ich vergessen, die Konkurrenz einzuplanen. Trotzdem war es ein gutes Wochenende. Viele hatten unseren ersten Sieg belächelt. Ich denke, jetzt haben wir bewiesen, was wir können."

"Ich bin zum ersten Mal von ganz vorne gestartet. Einfach war es nicht, da die Konkurrenz ganz schön auf Tuchfühlung ging", berichtet Ferdinand Stuck. "Trotzdem konnte ich die Führung halten und ab dann habe ich nur noch gepusht. Der Ausfall im zweiten Rennen ist natürlich ärgerlich, kann aber immer passieren."

Heute Abend folgt auf 'Sport1' um 22.15 Uhr der zweite Teil der dreiteiligen Sendereihe "Stuck³ - A Racing Dynasty". Der TV-Sender begleitet die Rennfahrerfamilie zum 24-Stunden-Klassiker auf der Nordschleife, welches den krönenden Abschluss der Karriere von Hans-Joachim Stuck bilden soll.

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