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Erfolgreicher Shakedown des neuen GP2-Chassis

In Le Castellet haben die GP2-Teams mit dem neuen Chassis und den neuen Pirelli-Reifen die ersten Runden gedreht - Alles lief reibungslos

(Motorsport-Total.com) - Für die GP2 hat mit den Testfahrten in Le Castellet ein neues Zeitalter begonnen. Alle Teams, die sich für die Saisonen 2011 bis 2013 eingeschrieben haben, absolvierten ihre ersten Runden mit dem neuen GP2/11-Boliden, bei dem die Sicherheit verbessert wurde. Außerdem nähert sich das Chassis auch technisch und optisch der aktuellen Formel-1-Generation an. Zudem kamen die neuen Pirelli-Reifen zum Einsatz, die auch in der Königsklasse verwendet werden.

Esteban Gutierrez

Esteban Gutiérrez war erstmals mit den neuen Lotus-Farben von ART unterwegs Zoom

Alle Mannschaften hatten ein Auto zur Verfügung. Es waren auch zwei neue Teams dabei: Carlin, für das Max Chilton ins Lenkrad griff, und AirAsia, die Johnny Cecotto Jr. das Steuer anvertrauten. Das Team aus Malaysia wollte auch gleich Geschichte schreiben, denn Cecotto positionierte seinen Boliden bereits zehn Minuten vor Beginn der Testfahrten am Ende der Boxengasse. Marcus Ericsson (Super Nova) reihte sich eine Minute vor dem grünen Licht dahinter auf, doch als es schließlich soweit war, würgte Cecotto den Renault-Motor ab. Romain Grosjean überholte beide Autos und war somit der erste Pilot mit dem neuen Boliden auf der Strecke.

Nach der ersten Stunde hatten alle Autos mindestens eine Installationsrunde gedreht. Bald hatten die Piloten ihr Vertrauen gefunden und so war es schließlich Javier Villa (Arden), der den Vormittag als Schnellster abschloss. Insgesamt 145 Runden wurden in den ersten drei Stunden absolviert, am Nachmittag waren es deren 289 Umläufe.

Eine große Herausforderung stellten die neuen Pirelli-Reifen dar. Generell war nach dem ersten Tag der Tenor positiv, denn die neuen Pneus kamen rasch auf Temperatur, obwohl es in Frankreich recht kühl war. Die Reifen haben auch gut zum generellen Verhalten des Autos gepasst.


Fotos: Shakedown des GP2/11 in Le Castellet


GP2-Technikdirektor Didier Perrin zeigt sich zufrieden. "Das Hauptaugenmerk lag darauf, dass alle Autos für den ersten offiziellen Test in Abu Dhabi im kommenden Februar vorbereitet sind. Wir waren positiv überrascht, denn nach einer Stunde hat es sich nicht mehr nach einem Shakedown, sondern nach normalen Testfahrten angefühlt. Vor dem Mittagessen haben die Teams schon nach Performance gesucht. Die Ingenieure haben auf den Monitoren beobachtet, wie sich die Zeiten entwickeln."

"Es war besser als erwartet. Alles ist reibungslos über die Bühne gegangen. In der Nacht davor waren alle Ingenieure bis Mitternacht aufgeregt. Es konnten schließlich alle Autos innerhalb der ersten Stunde auf die Strecke. Insgesamt haben wir 434 Runden abgespult und es gab keine technischen Probleme. Es war unterhaltsam zu sehen, wie die drei Boliden in der Früh gekämpft haben, um als Erster auf die Strecke zu gehen."

Folgende Piloten haben beim Shakedown teilgenommen:

Adam Carroll (iSport)
Javier Villa (Arden)
Esteban Gutiérrez (ART)
Marcus Ericsson (Super Nova)
Romain Grosjean (Dams)
Michael Herck (Coloni)
Karun Chandhok (Ocean Racing)
Charles Pic (Barwa Addax)
Stefano Coletti (Trident)
Fabio Leimer (Rapax)
Dani Clos (Racing Engineering)
Max Chilton (Carlin)
Johnny Cecotto Jr. (AirAsia)

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