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Bird: GP2 als Sprungbrett für IndyCar-Karriere?

Sam Bird macht keinen Hehl aus seinen Wechselabsichten in Richtung IndyCar-Serie - Beim Carlin-Team gibt es ebenfalls diesbezügliche Überlegungen

(Motorsport-Total.com) - In dreieinhalb Wochen kämpft Sam Bird in Abu Dhabi um den GP2-Titel. Das Saisonfinale nimmt der Brite in Diensten des in Oschersleben ansässigen Teams Russian Time mit knappem Rückstand auf Racing-Engineering-Pilot Fabio Leimer in Angriff. Ungeachtet dessen wie der GP2-Titelkampf für ihn ausgeht, macht sich Bird schon jetzt Gedanken über seine Zukunft.

Sam Bird

Sam Bird kämpft in dreieinhalb Wochen um den GP2-Titel, denkt aber schon weiter Zoom

Ein Aufstieg in die Formel 1 erscheint für die Saison 2014 angesichts der nur noch wenigen offenen Cockpits unwahrscheinlich. Aus diesem Grund streckt Bird seine Fühler schon einmal in Richtung USA aus. Ein IndyCar-Engagement käme dem 26-Jährigen gerade recht. "Ich würde liebend gerne in Amerika fahren. Ich verfolge die Rennen seit meiner Kindheit und war von der Kombination aus Stadtkursen, Rundstrecken und Ovalen schon immer fasziniert", schwärmt Bird gegenüber 'Racer'.

Speziell die Stadtkurse haben es ihm angetan. Sowohl im Jahr 2012 (in der Renault-World-Series) als auch in diesem Jahr (in der GP2-Serie) siegte Bird in Monte Carlo, gewissermaßen dem Urahn aller Stadtkurse. "Abgesehen davon stand ich auf Stadtkursen mehrfach auf dem Podest. Ich glaube, dass mir das bei den IndyCars entgegenkommen würde", so der Brite.

Montoya, Bourdais, Filippi als Vorbild

Luca Filippi

Luca Filippi fuhr beim dritten IndyCar-Start erstmals in die Top 10 Zoom

Bird wäre nicht der erste Fahrer, der den Sprung aus der offiziellen Aufstiegsklasse zur Formel 1 in die IndyCar-Serie vollzieht. Die erfolgreichsten Piloten auf diesem Weg waren Juan Pablo Montoya und Sebastien Bourdais, die beide aus der GP2-Vorgängerserie Formel 3000 in die ChampCar-Serie wechselten und auf Anhieb große Erfolge feierten. Montoya holte sich mit sieben Siegen in seiner Rookie-Saison den Titel. Bourdais beendete seine Rookie-Saison 2003 mit drei Siegen auf Platz vier der Gesamtwertung, bevor er in den folgenden Jahren vier Titel en suite einfuhr.

Doch es gibt noch einen anderen Fahrer, der Bird glauben lässt, den Sprung vom GP2-Boliden ins IndyCar erfolgreich zu meistern: Luca Filippi. Der Italiener ließ bei seinen vier Starts für das Team von Bryan Herta vor allem im Training und Qualifying aufhorchen. In den Rennen kam dem GP2-Vizemeister von 2011 meist etwas dazwischen, doch Bird, der aktuelle Gesamtzweite der GP2-Serie, hat gesehen, was er sehen wollte.

"Ich sehe keinen Grund, warum ich nicht dasselbe zeigen könnte, was Luca gerade zeigt. Wenn ich mir ansehe, was Luca bei seinen wenigen IndyCar-Rennen erreicht hat, dann lässt mich das glauben, dass ich selbst sofort bei der Musik sein würde. Das ist ohnehin etwas, was mir schon immer lag: Mit einem unbekannten Auto sofort schnell sein. Ich wüsste nicht, warum das mit einem IndyCar anders sein sollte", gibt sich Bird ausgesprochen überzeugt und hofft auf einen baldigen IndyCar-Test. "Wir werden sehen, was passiert", so der Brite.

Carlin kann sich IndyCar-Engagement vorstellen

Jolyon Palmer, Felipe Nasr

Wechselt Carlin früher oder später über den Großen Teich? Zoom

Gut möglich, dass Bird im Falle eines Wechsels über den Großen Teich früher oder später auf eines der aktuellen GP2-Teams trifft. Beim britischen Carlin-Team, für das in der aktuellen GP2-Saison Felipe Nasr und Jolyon Palmer ins Lenkrad greifen, gibt es jedenfalls Bestrebungen, das Engagement künftig auf die USA auszuweiten. Teamchef Trevor Carlin war am vergangenen Wochenende in Houston vor Ort, um sich persönlich ein Bild von der IndyCar-Szene zu machen.

"Ich habe früher in den Vereinigten Staaten gearbeitet und habe daher ein Herz für diese Art des Rennsports", gesteht Carlin gegenüber 'Autosport', will von ernsthaften Gesprächen aber (noch) nichts wissen: "Ich wollte mich einfach mal umsehen und herausfinden, was läuft und ob sich etwas verändert hat."

Für die IndyCar-Saison 2014 schließt Carlin einen Wechsel aus, indem er sagt: "Kurzfristig stehen die IndyCars nicht auf unserer Agenda, doch wir sind ein ambitioniertes Team. Die Formel 1 ist nicht realistisch und in Europa gehen uns langsam aber sicher die Rennserien aus." Neben der GP2-Serie ist Carlin vor allem im Formel-3-Bereich breit aufgestellt.

Einen direkten IndyCar-Einstieg plant man bei Carlin aber ohnehin nicht. Stattdessen sei laut Trevor Carlin der klassische Aufstieg über die Indy Lights das angestrebte Ziel. Für diesen Schritt wolle man aber zunächst die Einführung des neuen Indy-Lights-Chassis abwarten. Dieses ist für die Saison 2015 angekündigt. So oder so finden sich schon jetzt einige ehemalige Carlin-Piloten im IndyCar-Feld. Takuma Sato, Josef Newgarden und Charlie Kimball griffen in den Anfangsjahren ihrer Karriere allesamt für Trevor Carlin ins Lenkrad. Es wäre also ein Wiedersehen mit alten Bekannten...

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