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Sebastien Buemi im Pech: Peinlicher Fauxpas von e.dams

Weil das e.dams-Team mächtig patzte, wurde Sebastien Buemi um seine Siegchance gebracht: Das Team verkalkulierte sich bei der Boxenstopp-Mindestzeit

(Motorsport-Total.com) - Beim engen Titelkampf in der Formel E kommt es auf jeden Punkt an, und wer den einen entscheidenden Fehler zu viel macht, könnte hart dafür bestraft werden. Beim ePrix in Moskau passierte dem sonst so routinierten e.dams-Team ein haarsträubender Fehler, der dem Gesamtzweiten Sebastien Buemi wichtige Zähler gekostet haben könnte und noch viel schlimmer hätte ausgehen können.

Sebastien Buemi

Unverschuldet: Sebastien Buemi war beim Boxenstopp nicht schnell genug Zoom

Der Schweizer kämpfte gegen Jean-Eric Vergne (Andretti) und Lucas di Grassi (Abt) um den zweiten Rang hinter Nelson Piquet jun. (China) und hatte durch eine schonende Fahrweise Energie sparen können, doch beim Boxenstopp verkalkulierte sich sein Team und ließ ihn zu lange in der Box: "Wir dachten, dass die Mindestzeit bei 68 Sekunden lag, aber eigentlich waren es 58 Sekunden", schildert Buemi.

Der ehemalige Formel-1-Pilot (und auch Teamkollege Nicolas Prost) stand deswegen gut zehn Sekunden zu lange beim Service und verpasste dadurch den Anschluss an die Spitze. Weil die Konkurrenz hinter ihm im ersten Stint allerdings von Daniel Abt lange aufgehalten wurde, kam Buemi trotzdem auf Rang vier aus der Box - doch der Sieg war natürlich in weite Ferne gerückt. Zumindest eine Position konnte er noch gutmachen, denn Vergne lag nur knapp vor ihm.

Doch der Franzose wehrte sich nach Kräften, laut Buemi häufig sogar unfair: "Er hat die Schikane häufig abgekürzt und sich einen Vorteil verschafft", beschwert er sich. Auch die schnellste Rennrunde soll Vergne auf diese Weise erfahren haben, was Buemi stinkt: "Ich hoffe, dass sich die Stewards das anschauen und dass wir sie dann zurückbekommen", so der Schweizer, der um die zwei Zusatzpunkte kämpft.

Immerhin kam der e.dams-Pilot in der letzten Runde doch noch an Vergne vorbei, der auch Nick Heidfeld (Venturi) mit passieren lassen musste. Mit Rang drei hat sich Buemi daher noch eine gute Ausgangsposition für London gesichert. Sollten ihm die zwei Punkte für die schnellste Rennrunde zugesprochen werden, so geht er mit zehn Zählern Rückstand auf Piquet in das Finale. "Ich muss so hart wie möglich pushen", zeigt er Zähne.

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