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Rosenqvist nach Strafe sauer: "Man soll uns fahren lassen!"

Felix Rosenqvist ist mit der Strafe wegen des Boxengassen-Missgeschicks nicht einverstanden: Ihm gehen Rennentscheidungen am grünen Tisch zu weit

(Motorsport-Total.com) - Felix Rosenqvist hat nach dem Sonntagsrennen der Formel E in Berlin verärgert auf seine Strafe reagiert, die ihm den zweiten Sieg an diesem Wochenende gekostet hat. Der Schwede war in der Boxengasse ausgerechnet mit seinem Teamkollegen Nick Heidfeld aneinandergeraten und musste sich für eine "Unsafe Release" verantworten. Die zehn Strafsekunden spülten ihn am Ende hinter Sebastien Buemi auf Rang zwei.

Felix Rosenqvist

Leerer Blick: Felix Rosenqvist war nach dem Rennen nicht glücklich Zoom

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll", hadert der Mahindra-Pilot mit der Situation. "Zehn Sekunden Strafe dafür zu erhalten, ist vermutlich ein bisschen zu viel. Ich denke nicht, dass ich die Schuld trage, weil ich niemanden auf der Strecke blockiert habe", sagt er und meint, dass eigentlich Heidfeld ihn aufgehalten habe. Ein Schuld will er dem Deutschen jedoch nicht geben: "Es war einfach eine peinliche Situation."

Rosenqvist kann nicht fassen, dass er für etwas, für das er nichts kann, eine Bestrafung erhalten und somit das Rennen verloren hat. "Ich weiß nicht, warum ich eine Strafe bekomme, wenn ich bremsen muss", schüttelt er den Kopf. Doch Unsafe Release wird im Rennsport ziemlich hart bestraft, weil es zu gefährlichen Situationen führen kann - auch wenn das Team am Ende in der Verantwortung steht.

Den Strafenwahnsinn kann Rosenqvist allerdings ohnehin nicht nachvollziehen: "Man soll uns einfach fahren lassen! Es ist echt so ärgerlich, wenn Rennen auf dem Papier statt auf der Strecke entschieden werden", redet er sich in Rage. "Das ist aber die Richtung, in die wir gehen - und daran muss man sich anpassen. Es gibt Regeln, an die man sich halten muss."

Einen möglichen Einspruch und die nachträgliche Rücknahme der Strafe fände der Rookie allerdings nicht zielführend: "Ich nehme natürlich 25 Punkte immer lieber als 18, aber es wäre noch peinlicher, wenn man das Ergebnis jetzt wieder drehen würde", winkt er ab. "Wir müssen das jetzt so lassen."


Formel E in Berlin

Außerdem weiß der Mahindra-Pilot, dass er das beste Wochenende seiner Formel-E-Karriere hingelegt hat und plötzlich mit Rang drei in der Fahrerwertung einen gewaltigen Sprung gemacht hat. "Ich bin wirklich enttäuscht, aber in ein paar Stunden werde ich das Wochenende als sehr positiv für mich und das Team sehen. 25 Punkte gestern, 18 heute. Wir haben einen tollen Job gemacht."