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Formel E Berlin: Buemi siegt nach Mahindras Boxendrama

Sebastien Buemi hat das zweite Rennen der Formel E in Berlin für sich entschieden: Der eigentliche Erste Felix Rosenqvist erhielt nach einer Boxenpanne eine Strafe

(Motorsport-Total.com) - Wie schnell ein Boxenstopp über Sieg und Niederlage entscheiden kann, hat sich heute beim zweiten Formel-E-Rennen in Berlin gezeigt. Weil das gestern siegreiche Mahindra-Team beim Boxenstopp einen Fehler machte, konnte der dominante Felix Rosenqvist nicht über den Doppelsieg in Tempelhof jubeln. Stattdessen heißt der Sieger wieder einmal Sebastien Buemi (Renault e.dams).

Sebastien Buemi

Sebastien Buemi holt sich die 25 Punkte beim zweiten Rennen in Berlin Zoom

Ausgerechnet eine Beinahe-Kollision mit Teamkollege Nick Heidfeld in der Boxengasse brachte die Entscheidung zu Ungunsten Rosenqvists. Er fuhr gerade aus der Box, als Heidfeld reinkommen wollte - beide standen kurz vor der Box, bevor es weiterging. Zwar konnte Rosenqvist seine Führung behaupten, doch für "Unsafe Release" wurde ihm eine 10-Sekunden-Strafe aufgebrummt.

Eigentlich hatte Rosenqvist das Rennen bis ins Ziel dominiert. Vom Start bis ins Ziel lag er stets in Führung und geriet nur einmal kurz unter Druck von Buemi. Doch dieser wusste von der Strafe gegen den Mahindra-Piloten und konnte es ruhig angehen lassen. Rosenqvist fuhr schließlich drei Sekunden vor Buemi über den Zielstrich, war damit aber nicht der Sieger des Rennens.

Buemi: "Felix hat den Sieg verdient"

"Felix hat den Sieg heute verdient", muss Buemi nach dem Rennen anerkennen. "Aber nach der Disqualifikation von gestern bin ich froh, dass wir heute mal das Glück auf unserer Seite hatten." Durch den Erfolg baute der Schweizer seine Führung in der Meisterschaft vor Lucas di Grassi (Abt) aus. Der Brasilianer konnte mit Rang drei aber zumindest verhindern, dass zu viele Punkte verloren werden.

Das Mahindra-Team erlebte am Sonntag in Berlin eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Während Rosenqvist an der Spitze sein Rennen fuhr, musste Nick Heidfeld von ganz hinten eine große Aufholjagd starten. Nach dem Sensorproblem im Qualifying schnappte sich der Mönchengladbacher zur Freude der angereisten Fans Konkurrent um Konkurrent und lag bereits deutlich vor Rennhalbzeit in den Punkten, bevor er gegen Ende des Stints wieder auf Rang 13 zurückgereicht wurde.

Die entscheidende Szene kam jedoch beim Boxenstopp. Heidfeld wollte zu seiner Garage, Rosenqvist auf die Piste - als sich beide Wege kreuzten. Rosenqvist wurde dadurch aufgehalten, während Heidfeld dadurch an seiner Garage vorbeilenken musste. "Das ist ziemlich ärgerlich", hadert der Schwede im Nachhinein. "Man kann niemandem die Schuld daran geben. Das Rennen auf dem Papier zu verlieren, ist eigentlich nicht Sinn des Rennsports."

Heiße Kämpfe um den letzten Podestplatz

Hinter den dominierenden Rosenqvist und Buemi kam es im Rennen derweil zu wilden Szenen um den letzten Podestrang. Erst waren sich die beiden DS Virgin von Jose-Maria Lopez und Sam Bird in Kurve 1 nicht einig, was Bird in die Auslaufzone und drei Positionen zurückwarf, dann verlor Lopez hintereinander Positionen gegen Jean-Eric Vergne (Techeetah), di Grassi und Daniel Abt (Abt).

Vergne sollte auch nach dem Autowechsel im Blickpunkt bleiben. Der Franzose kämpfte verbissen und bekannt hart um jeden Zentimeter, und schreckte auch nicht vor Feindkontakt mit den beiden Abt-Piloten zurück. Als er jedoch einen Fehler in Kurve 1 machte, kam di Grassi in Runde 32 von 46 vorbei, Abt folgte wenig später. Und so konnten di Grassi und Abt schließlich auf drei und vier ins Ziel fahren.

Lopez konnte Vergne ebenfalls noch kassieren und Rang fünf mitnehmen, dahinter bissen sich Bird (7.) und Nicolas Prost (8./Renault e.dams) die Zähne an Vergne (6.) aus. Oliver Turvey (NextEV) holte als Neunter zwei weitere Punkte für NextEV, Heidfeld sicherte sich vor Antonio Felix da Costa (11./Andretti) wenigstens noch einen Zähler.

Frühes Aus und ein Punkt für Maro Engel

Den konnte auch Maro Engel wieder mitnehmen - allerdings nicht auf die Art, die er sich gewünscht hätte. Der Deutsche bekam den Punkt für die schnellste Rennrunde, hatte mit dem ePrix ansonsten nicht viel zu tun. Schon in der ersten Runde geriet er mit Loic Duval (Dragon) aneinander und beschädigte sich die Aufhängung irreparabel. Mit umgebautem zweiten Auto ging er noch erfolgreich auf die Jagd nach dem Zusatzpunkt.

In der Gesamtwertung hat Sebastien Buemi seinen Vorsprung auf 32 Punkte vor di Grassi ausgebaut. "Das reicht natürlich nicht", sagt der Schweizer, der weiß, dass er die beiden Rennen in New York auslassen wird und vom Brasilianer kassiert werden kann. Noch vier Rennen stehen bei zwei Events auf dem Programm.

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