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Roborace: Design des Robocars vorgestellt

Roborace macht ernst: Der neu verpflichtete Designer Daniel Simon hat ein futuristisches Konzept des selbstfahrenden Boliden präsentiert, das Aufsehen erregt

(Motorsport-Total.com) - Kaum hat die Formel E dem Motorsport völlig neue Perspektiven eröffnet, steht bereits die nächste Revolution in den Startlöchern: Roborace, oder Motorsport ohne Fahrer. Und weil es so nach Zukunft klingt, soll das Robocar auch entsprechend futuristisch aussehen. Dazu wurde Daniel Simon als Designer verpflichtet. Und der hat ein Konzept entworfen, das die Ideengeber nicht enttäuschen dürfte: Einen Boliden, der aussieht, als wäre er gerade einem Science-Fiction-Hollywoodset entlaufen.

Roborace, Robocar

Gestatten, Robocar: So stellt sich Daniel Simon die Zukunft des Motorsports vor Zoom

Simon hat bereits einen langen Karriereweg hinter sich und sowohl als Chefdesigner für Bugatti fungiert. Dazu hat er von Le-Mans-Boliden und Motorrädern über Drohnen bis hin zu Raumschiffen nahezu alles designt, was der Fortbewegung dient.

Der aktuelle Entwurf stellt nur die erste Phase des Konzepts dar, doch dem Fahrzeug wohnt eine Message inne: "Ich bin die Zukunft und das zeige ich auch." Roborace-Chef Daniel Swerdlow verspricht, dass es "eines der ikonischsten Fahrzeuge der Automobilgeschichte" werden wird. "Es ist Gaming, Motorsport, Technologie und Unterhaltung in einem. Ich glaube fest daran, dass die Zukunft der Autos der Software gehört: fahrerlos, elektrisch und verbunden. Roborace wird dabei helfen, dies Realität werden zu lassen."

Roborace, Robocar

Neben einem spektakulären Design steht auch Funktionalität im Vordergrund Zoom

Daniel Simon selbst erklärt seinen Entwurf des Robocars so: "Wir leben in einer Welt, in der die einst getrennten Welten von Automobil und Künstlicher Intelligenz mit nicht aufzuhaltender Macht aufeinandertreffen. Es ist fantastisch, Teil dieser Reise zu sein. Es spricht alle meine Leidenschaften an: Motorsport, Design und fortschrittliche Technologien."

Beim Design konnte er auf einen entscheidenden Vorteil des selbstfahrenden Boliden zurückgreifen: "Mein Ziel war es immer, ein Fahrzeug zu kreieren, das die ungewöhnlichen Proportionen ohne Fahrer voll ausnutzt, ohne dabei Kompromisse bei der Schönheit zu machen." Ob der Zukunftsbolide wirklich alle Geschmäcker trifft, bleibt natürlich abzuwarten. Es ging aber um mehr, als nur ein spektakulär aussehendes Fahrzeug zu entwerfen: "Schönheit stand sehr weit oben auf unserer Agenda, aber wir arbeiten hart daran, das aufregende Design mit der bestmöglichen Performance zu verbinden."

So galt beispielsweise die Vorgabe, dass das Fahrzeug ausreichend Abtrieb produzieren müsse. Das wird durch den Unterboden gewährleistet. In einem nächsten Schritt werden weitere zukunftsträchtige Technologien in das Fahrzeug einfließen, wie Simon erklärt: "Wir entwickeln derzeit aktive Karosserieteile, die wesentlich organischer und stufenloser arbeiten als derzeitige Lösungen." Das mechanische DRS könnte als schon bald Schnee von gestern sein. Allzu weit liegt das Roborace nicht mehr in der Zukunft: Schon in der Formel-E-Saison 2016/17 wird es die ersten "Shows" geben.