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Mercedes und die Formel E: Nicht alle sind enthusiastisch

Mercedes könnte 2018 in die Formel E einsteigen, doch es gab zuvor bereits kritische Stimmen aus dem Lager - Ferrari stellt sich gegen rein elektrische Fahrzeuge

(Motorsport-Total.com) - Gestern wurde bekannt, dass Mercedes ab der Saison 2018 einen Einstieg in die Formel E in Erwägung zieht - zumindest hat man sich das Startrecht für die Elektroserie gesichert. Mit Maro Engel (Venturi) hat man 2016 schon einmal einen Mercedes-Piloten im Feld vertreten, doch bei den Silberpfeilen sind längst nicht alle von einem möglichen Engagement begeistert.

Lewis Hamilton, Niki Lauda, Toto Wolff

Hamilton und Lauda mögen die Formel E nicht, Toto Wolff ist interessiert Zoom

Zumeist kommt der Einstiegwunsch in den Elektrobereich von den Autoherstellern selbst, die sich für die Zukunft gut aufgestellt sehen möchten. Die Motorsportabteilungen müssen diese Entscheidung dann umsetzen - egal, ob sie die Formel E gut finden oder nicht. Niki Lauda, der beim Formel-1-Team von Mercedes als Aufsichtsratsvorsitzender tätig ist, hält zum Beispiel wenig von der Elektrorennserie.

"Das war für mich die ödeste Geschichte, die ich seit langem gesehen habe", hatte der Österreicher nach dem Debütrennen 2014 gespottet. "Die Autos sehen aus wie Spielzeug. Sie schleichen herum und fahren hintereinander her. Das ist für mich kein Rennsport", winkte er damals ab. und auch Lewis Hamilton hatte erklärt, dass er sich keinen Start vorstellen könne. Nun muss sich Mercedes jedoch womöglich bald mit der Formel E auseinandersetzen, auch wenn Niki Lauda wohl eher keinen Job dort bekommen wollen würde.

Zumindest hatte sich Motorsportchef Toto Wolff schon im vergangenen Jahr positiv über die Meisterschaft geäußert, die für ihn "ein bahnbrechendes neues Konzept" hat, "das eine Mischung zwischen Rennsport und Entertainment ist". Schon 2015 wollte er die Serie mit Interesse beobachten, jetzt dürfte er es noch verstärkt tun, wenn die Formel E irgendwann in seinen Aufgabenbereich fallen könnte.


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Definitiv kein Interesse hat hingegen Formel-1-Konkurrent Ferrari. Auf dem Pariser Autosalon verkündete Ferraris Technikchef Michael Leiters, dass man kein vollkommen elektrisches Fahrzeug bauen werde - die Grenze sei mit Hybrid erreicht: "Wir sind überzeugt, dass es richtig ist, ein Hybridauto zu haben, weil der Sound ein sehr wichtiger Charakter eines Ferraris ist", betont er. "Auch unsere Kunden wollen das so."

Damit wird man nicht mit den großen Herstellern wie Mercedes, Audi, Porsche oder BMW mitziehen, die sich alle den abgasfreien Elektroautos verschrieben haben. Ferrari will hingegen die derzeitige Route der Formel 1 weiter verfolgen und seine Motoren ein wenig zurückschrauben, diese dafür eben an Hybrid-Power koppeln. Ein Einstieg in die Formel E ist damit wohl erst einmal nicht auf dem Tisch.

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