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  • 27.03.2016 · 18:14

  • von Scott Mitchell (Haymarket)

Formel E: Nissan und BMW zeigen Interesse

Mehrere Hersteller zieht es in die Formel E: Nissan und BMW sollen mit Teams über ein mögliches Engagement sprechen - Kostenkontrolle ist der entscheidende Faktor

(Motorsport-Total.com) - Nissan und BMW befinden sich in Gesprächen über einen möglichen Einstieg in die Formel E. Mehrere Quellen haben bestätigt, dass beide Hersteller mit bestehenden Teams in Kontakt stehen. Möglicherweise gibt es in der dritten Saison der Elektrorennserie eine Kooperation. Nissan beendete spät im vergangenen Jahr das LMP1-Programm. Es wäre der erste japanische Hersteller in der Formel E.

BMW i8 Safety-Car

Stellt BMW bald nicht nur die Safety-Cars für die Formel E zur Verfügung? Zoom

Nissan bestätigte, dass man eine Studie bezüglich der Formel E anstellt, die Teil der langfristigen Strategie im Motorsport ist. Für einen Einstieg Nissans wäre eine Zustimmung der Renault-Nissan Allianz nötig. Mit Renault e.dams ist bereits eine Marke des Konzerns in der Formel E vertreten. Deswegen müsste es die Freigabe von der Konzernspitze geben.

BMW ist seit Beginn der Formel E involviert. In Form der Safety-Cars i3 und i8 steht der deutsche Hersteller in engem Kontakt mit der Serie. Sollten Nissan oder BMW in der dritten Saison einsteigen, dann hätten beide nicht sofort einen eigenen Antriebsstrang bereit. BMW hat immer klargestellt, dass Fahrzeugwechsel im Rennen nicht ansprechend sind. Die jüngsten Änderungen in der langfristigen Planung der Serie machen es wahrscheinlich, dass 2018/19 kein Autowechsel mehr nötig sein wird.


Fotos: Formel E in Mexiko-Stadt


Diesbezüglich wird BMW die Einstellung wohl nicht verändern. Es könnte aber sein, dass man eine Partnerschaft mit einem existierenden Team eingeht und parallel die Technologie für die fünfte Saison entwickelt. Die Situation bei Nissan ist einfacher. Da noch keine Entscheidung getroffen wurde, wäre eine kommerzielle Partnerschaft die einzige realistische Chance für die Saison 2016/17.

Olivier Plan Nissan Austin

Das ungewöhnliche LMP1-Projekt von Nissan ist kläglich gescheitert Zoom

Zwei der drei unabhängigen Teams - die US-Rennställe Andretti Autosport und Dragon Racing - sind für Saison drei als Hersteller eingetragen und haben schon lange mit der Entwicklung eines eigenen Antriebs begonnen. Das letzte Privatteam ist Aguri. Man nimmt an, dass Aguri für Saison drei einen Kundenvertrag mit Renault abschließt.

Serienchef Alejandro Agag wollte BMW und Nissan nicht kommentieren, aber er meint: "Wir wissen, dass einige Hersteller ernsthaft einen Einstieg überlegen. Die veränderte langfristige Planung ist gut für sie, aber der Schlüssel ist Kostenkontrolle. Ich möchte nicht übertrieben positiv wirken, aber wir glauben, dass wir einen coolen Ort für Hersteller geschaffen haben. Die involvierten Hersteller sind sehr glücklich. Alle Partner verlängern ihre Verträge, niemand verlässt uns."

Sollten Nissan und BMW in die Formel E einsteigen, dann wären neun der zehn Teams Hersteller. Renault ist momentan am prominentesten vertreten. Die britische Kultmarke Jaguar steigt zur Saison 3 ein. DS (die Luxusmarke von PSA Peugeot Citroen), Elektromobilspezialist Venturi, der indische Konzern Mahindra und die aufkommende chinesische Firma NEXTEV sind in der Formel E aktiv. Abt hat eine Partnerschaft mit Technologiekonzern Schaeffler.

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