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Formel E New York 2021: Vergne öffnet Tür zum Sieg für Günther

Erster Saisonsieg für Maximilian Günther und zweiter für BMW-Andretti beim ersten der beiden Rennen zum E-Prix von New York

(Motorsport-Total.com) - Mit einem aufmerksamen Manöver hat sich Maximilian Günther (BMW-Andretti) beim Samstagsrennen der Formel E in New York City vom dritten auf den ersten Platz geschoben, die Führung anschließend verteidigt und seinen ersten Saisonsieg eingefahren. (Fotos: Rennen 1 beim Formel-E-Doppel in New York)

Maximilian Günther

Erster Saisonsieg 2021 für Maximilian Günther beim Heimspiel des Andretti-Teams Zoom

Bis sieben Minuten vor Schluss des wie üblich auf 45 Minuten plus eine Runde angesetzten Rennens führte der von der Pole gestartete Formel-E-Rookie Nick Cassidy (Virgin), verfolgt von Ex-Champion Jean-Eric Vergne (DS-Techeetah). Als Vergne in der Haarnadel attackierte, kam es zur Berührung und Günther kam an beiden vorbei.

"Dieses Überholmanöver war natürlich entscheiden, denn Überholen war nicht einfach", so Günther, der sich bei Vergne dafür bedankte, dass dieser ihm mit seinem Angriff auf Cassidy die Lücke öffnete. Damit war der Grundstein zum Heimsieg für das Team von Michael Andretti gelegt.

Während es für Günther der erste Saisonsieg 2021 und der insgesamt dritte seiner Formel-E-Karriere ist (in der Saison 2019/20 siegte er in Santiago und Berlin), ist es für BMW-Andretti der zweite Sieg in der laufenden Saison. Günthers Teamkollege Jake Dennis hatte in Valencia triumphiert.

Hinter Günther brachte Vergne den zweiten Platz ins Ziel. Audi-Pilot Lucas di Grassi fuhr als Dritter ebenfalls auf das Podest. Indes verpasste Polesetter und Langzeitspitzenreiter Cassidy eben dieses mit P4 knapp.

Lynn mit Raketenstart, aber Verbremser in Kurve 1

Beim Start kam Polesetter Nick Cassidy bestens weg. Die meisten Positionen auf den ersten Metern machte Alex Lynn (Mahindra) gut. Von P6 gestartet lag er vor der ersten Kurve an zweiter Stelle, verbremste sich aber. So bog Cassidy vor Jean-Eric Vergne und Sebastien Buemi (Nissan-e.dams) in die erste Kurve ein.

Cassidy und Vergne setzten sich zügig von Buemi und den Verfolgern ab. Während die beiden rundenlang auf Tuchfühlung unterwegs waren, gelang es Maximilian Günther, die dritte Position von Buemi zu übernehmen. Der Schweizer fiel in der Folge weiter zurück. Denn auch Lucas di Grassi, der eigene Teamkollege Oliver Rowland sowie Robin Frijns (Virgin) kamen noch vor Halbzeit der Distanz am Schweizer vorbei.

In der zweiten Rennhälfte fand Günther mit di Grassi direkt hinter sich den Anschluss an das Führungsduo Cassidy und Vergne. So fuhren zehn Minuten vor Schluss der Distanz vier Fahrer direkt Frontflügel an Heckflosse.

Sieben Minuten vor Schluss dann setzte sich Vergne in der Manhattan-Haarnadel (Kurve 10) innen neben Cassidy. Mit Berührung kam er zwar vorbei, kam aber schlecht aus der Kurve heraus. Innen stach Günther an beiden vorbei und übernahm die Führung. Di Grassi schob sich bei dieser Gelegenheit zwischen Vergne und Cassidy, der in den letzten Runde auch di Grassi noch ziehen lassen musste.

Hinter den Top 4 Günther, Vergne, di Grassi, Cassidy wurden die Top 5 von Frijns abgerundet. Buemi blieb P6 vor Rowland, gefolgt von Andre Lotterer (Porsche), Sam Bird (Jaguar) und Rene Rast (Audi).

Gleichstand an der Tabellenspitze

Der als Tabellenführer angetretene Edoardo Mortara hatte im Qualifying mit einem technischen Problem zu kämpfen (Qualifying-Boost nicht abrufbar) und startete aus der letzten Reihe. Von dort war für ihn nicht mehr als Platz 14 zu holen - keine Punkte.

Robin Frijns, der auf P5 ins Ziel kam, liegt nun punktgleich mit Mortara an der Tabellenspitze. Dritter ist Vergne, der nach seinem zweiten Platz noch vier Punkte Rückstand hat.

Nicht ins Ziel kam Günthers BMW-Andretti Teamkollege Jake Dennis, für den es im hart umkämpften Mittelfeld zu eng wurde. Außerdem ausgefallen: Stoffel Vandoorne (Mercedes), Alexander Sims (Mahindra), Mitch Evans (Jaguar) sowie Oliver Turvey (NIO) und Pascal Wehrlein (Porsche), die an der Box abstellten.

Das zweite Rennen auf dem Brooklyn Street Circuit in New York steigt am Sonntag drei Stunden früher als es auf das Samstagsrennen zutraf. Der Start erfolgt um 13:30 Uhr Ortszeit (19:30 Uhr MESZ).

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