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Verunglückter Formel-4-Pilot Monger will wieder Rennen fahren

Trotz seiner beidseitigen Beinamputation will der britische Formel-4-Pilot Billy Monger nach Angaben seiner Familie in Zukunft wieder Rennen fahren

(Motorsport-Total.com) - Seine Unterschenkel hat der britische Formel-4-Pilot Billy Monger nach seinem schweren Unfall in Donington zwar verloren, seinen Lebensmut und sportlichen Ehrgeiz jedoch noch nicht. Denn ähnlich wie Alessandro Zanardi nach seinem Unfall auf dem Lausitzring will auch Monger nach Angaben seiner Familie trotz der Beinamputation den Helm nicht an den Nagel hängen. "Er will auf jeden Fall wieder fahren", wird sein Cousin Mark Sumpter von der 'BBC' zitiert.

Billy Monger

Billy Monger will seinen Helm nicht an den Nagel hängen Zoom

Dem Verwandten zu Folge kämpft der 17-Jährige zwei Wochen nach seinem schweren Unfall vom Krankenbett aus schon um die Fortsetzung seiner Karriere als Rennfahrer. "Er hat ein Lenkrad am Bett und schaut, wie er die Kupplung mit der Hand bedienen kann", sagt Cousin Sumpter. Schon kurz nach Mongers Unfall hatte dessen Manager Steven Hunter berichtet, dass sein Schützling wieder Rennen fahren will.

Dass dies möglich ist, zeigt das Vorbild Zanardi, der nach seiner beidseitigen Beinamputation mit auf seine Bedürfnisse umgebauten Autos wieder in den Motorsport zurückkehrte, in der WTCC zwei Rennen gewann und zusammen mit Timo Glock und Bruno Spengler sogar am 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps teilnahm. Zanardi gab dabei über eine Wippe am Lenkrad Gas und betätigte mit einer Beinprothese die Bremse.

Laut Cousin Sumpter habe Monger den folgenschweren Unfall gut verkraftet. "Es geht ihm erstaunlich gut, und all die netten Nachrichten haben ihm sehr gut getan", sagt er. Nach dem Unfall hatten Motorsportler und Fans aus aller Welt ihre Anteilnahme bekundet und dazu beigetragen, dass bisher schon über 900.000 Euro Spenden gesammelt worden, mit denen die medizinische Versorgung und Rehabilitation von Monger bezahlt werden sollen.

Auch an diesem Wochenende zeigen sich in der Formel 1 und vielen anderen Rennserien Fahrer und Teams solidarisch mit Monger und haben den Hashtag illyWhizz auf Helme oder Autos lackiert. Formel-1-Pilot Lewis Hamilton hatte angekündigt, dass der sein Rennwochenende in Sotschi Monger widmen wolle.

Monger war am 16. April 2017 bei einem Rennen der britischen Formel 4 mit hohem Geschwindigkeits-Überschuss auf das Fahrzeug eines anderen Fahrers aufgefahren, das sehr langsam auf der Strecke rollte. Bei dem Aufprall wurde die Front von Mongers Auto völlig zerstört und der 17-Jährige im Cockpit eingeklemmt. Per Rettungshubschrauber war er anschließend ins Queens Medical Centre in Nottingham geflogen worden. Dort konnten trotz aller Bemühungen der Ärzte seine schwer verletzten Unterschenkel nicht gerettet werden.

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