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Antonio Giovinazzi

Antonio Giovinazzi
Italien

Porträt

(Stand: 9. März 2020) Antonio Giovinazzi will Italien zurück auf die Formel-1-Landkarte bringen: Der Ferrari-Junior, der einst Test- und Simulatorfahrer der Scuderia war, geht 2020 in seine zweite volle Formel-1-Saison. Giovinazzi startet erneut für Alfa Romeo und an der Seite von Ex-Champion Kimi Räikkönen, der ihn bisher klar im Griff hatte.

Für höhere Aufgaben hatte sich der Mann aus Martina Franca als Gesamtzweiter der britischen Formel 3, als Gesamtzweiter der Formel-3-EM, als Sieger des Zandvoort-Masters und mit dem zweiten Platz in der GP2-Serie empfohlen - fast alles in seinen Debütjahren. Audi wurde auf den Youngster aufmerksam und holte ihn 2015 als Ersatz für den gesperrten Timo Scheider für zwei Rennen in den DTM-Kader. Anlaufschwierigkeiten verhinderten gute Ergebnisse im Tourenwagen.

Giovinazzi wurde zum Überraschungsmann der Formel-1-Saison 2017. Nicht, weil der hochgelobte Italiener sein Talent in den Juniorserien versteckt hätte, sondern weil er unverhofft zu seinem Königsklassen-Debüt für Sauber kam. Als Ersatz für den verletzten Pascal Wehrlein sprang Giovinazzi spontan bei den Wintertests und bei zwei Rennen ein. Er beeindruckte trotz zweier Unfälle in China.

Giovinazzi, der auch schon Erfahrung im LMP2-Prototypen in der Langstrecken-WM (WEC) gesammelt hat und bei den 24 Stunden von Le Mans in der GT-Klasse an den Start ging, war anschließend dritter Mann bei Ferrari. Im roten Renner fuhr er Pirelli-Reifentests, machte sich in der Szene aber allen voran durch seine erstklassige Arbeit im Simulator einen Namen. Er testete nebenbei für Haas und Sauber.

2019, in seinem ersten kompletten Formel-1-Jahr, verschrieb sich Giovinazzi ganz dazu, von Altmeister Räikkönen zu lernen. Während Räikkönen gleich in den ersten vier Rennen jeweils in die Punkte fuhr, erzielte Giovinazzi erst im neunten Anlauf das erste Top-10-Ergebnis. Seine Formsteigerung krönte er mit besseren Startplätzen und vor allem mit Platz fünf im Brasilien-Grand-Prix kurz vor Saisonende. Da war seine Weiterbeschäftigung für 2020 aber bereits eingetütet.