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Wunderaufhängung: Überschattet Ferrari-Protest Saisonstart?

Ferrari findet bei einer Sitzung der technischen Arbeitsgruppe zu wenige Mitstreiter gegen das "aktive" Fahrwerk von Mercedes: Jetzt droht ein Showdown in Melbourne

(Motorsport-Total.com) - Schlechte Nachrichten für Ferrari - schon vor der Präsentation des neuen Boliden in Maranello: Die Versuche der Scuderia, die "aktiven" Fahrwerke von Mercedes und Red Bull bei einer Sitzung der technischen Arbeitsgruppe am vergangenen Dienstag in Genf aus der Formel 1 zu verbannen, sind laut 'auto motor und sport' gescheitert. Ferrari erhielt dabei nur von drei Teams Unterstützung und blitzte somit ab.

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Sorgt Ferrari beim Saisonstart in Melbourne für Technikdiskussionen? Zoom

Bis zum Saisonstart in Melbourne muss sich das Team von Sebastian Vettel nun mit der Niederlage abfinden - dann könnte man erneut gegen den Techniktrick vorgehen, der den Ferrari-Ingenieuren seit Monaten enormes Kopfzerbrechen bereitet. Ähnlich wie beim 2014 verbotenen FRIC-Fahrwerk scheinen die Silberpfeile einen Weg gefunden zu haben, auf mechanische Art und Weise während der Fahrt Rollsteifigkeit und Bodenfreiheit an die Fahrbahn anzupassen.

Das System soll sich auch auf die Aerodynamik auswirken: Durch das Absenken des Boliden auf der Geraden wird ein Strömungsabriss verursacht, wodurch man trotz steiler Flügel eine ordentliche Höchstgeschwindigkeit erreicht. Das Red-Bull-Konzept ist laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' zufolge weniger raffiniert, aber immerhin haben die Techniker in Milton Keynes ebenfalls eine Lösung gefunden.

Ferrari hat es zuletzt versucht, durch die Abwerbung von Ingenieuren und zahlreiche FIA-Anfragen hinter das Geheimnis zu kommen, doch all die Mühen waren offenbar erfolglos. Nun versucht man, den Geniestreich, der neben der starken Antriebseinheit möglicherweise einer der Pfeiler des Mercedes-Erfolgs ist, zu verbannen. Dabei bezieht man sich auf Artikel 3.15 des technischen Reglement (siehe technisches Reglement 2017), der besagt, dass in diesem Bereich Teile, die die Aerodynamik des Autos beeinflussen, nicht beweglich sein dürfen.

Wenn man nun in Melbourne gegen den Mercedes- und den Red-Bull-Boliden Protest einlegt, könnte das zumindest ein Problem der Mannschaft um Technikchef Mattia Binotto beseitigen: Die Teams müssten dann ihre Technologie offenlegen, wodurch man zumindest wissen würde, was die Konkurrenz in diesem Bereich besser macht.

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