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  • 25.08.2014 · 16:26

  • von Jonathan Noble (Haymarket)

Wird Mattiacci Ferrari aus der Dunkelheit führen?

Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci spricht über seine Visionen und glaubt, dass sich einiges ändern muss - Ist Ferrari dank Sofortmaßnahmen bald wieder an der Spitze?

(Motorsport-Total.com) - Das berühmte italienische Team hat seit 2008 keinen Titel mehr gewonnen, nun aber gibt es einen neuen Boss und einen neuen Plan. Marco Mattiacci spricht mit Jonathan Noble über seine neue Herausforderung.

Marco Mattiacci

Marco Mattiacci hat bei Ferrari seit ein paar Monaten die Zügel in der Hand Zoom

Als Team, das eine so zentrale Rolle in der Formel-1-Geschichte spielt, sollte es für Ferraris Verantwortliche eigentlich möglich sein, zurückzublicken auf die glorreichen vergangenen Tage, um Antworten auf die Frage zu finden, warum man im Moment keine Leistung erbringt.

Aber für Ferraris neuen Teamchef Marco Mattiacci haben die Antworten, die Maranello benötigt, nichts mit Lektionen aus der Vergangenheit zu tun. Er glaubt, um erfolgreich zu sein, müsse die Zukunft total anders aussehen.

Ins kalte Wasser geworfen

Nachdem er nur wenige Stunden nach dem Anruf von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, der ihn über seinen neuen Job informierte, aus New York nach Maranello kam, hat Mattiacci die meiste Zeit darauf verwendet zuzuhören, zu verstehen und "Il buono, il brutto, il cattivo" (das Gute, das Schlechte und das Üble) zu analysieren.

Und nun - während er mit seinem Aktionsplan tätig wird - ist es klar, dass es bei der Zukunft von Ferrari nicht darum gehen wird, einen großen namhaften Star zu finden, der sagt, was zu tun ist. Vielmehr greift der Wandel, den Mattiacci anstrebt, weitaus tiefer: Es geht um einen Bruch mit der Vergangenheit und eine große kulturelle Veränderung.

"Das sind wichtige Veränderungen. Sehr wichtige Änderungen", sagt er in seinem ersten umfassenden Interview. "Wir sind uns einig, wohin wir gehen wollen. Also weiß ich nicht, ob man die Veränderungen groß nennen kann, aber sie werden wichtig sein."

Die große Metamorphose

"Ich denke, dass Ferrari anders aussehen wird, es wird anders werden. Und es wird sich zeigen, ob es besser sein wird. Aber die Änderungen werden flächendenkend sein - obwohl am Wichtigsten die kulturellen Veränderungen und Unterbrechungen sein werden. Das sind die wichtigsten Bereiche."

Kimi Räikkönen, Marco Mattiacci, Fernando Alonso

Kimi Räikkönen, Marco Mattiacci & Fernando Alonso Zoom

Das Wort Unterbrechung ist interessant. Es ist klar, dass einer der Gründe für den Austausch Stefano Domenicalis durch Mattiacci ist, dass er offen dafür ist, Dinge anders anzugehen. Es gäbe keinen Grund dafür, die Dinge einfach nur weiterzuführen, weil es in der Vergangenheit immer schon so gemacht wurde.

Entscheidend war auch die Tatsache, dass Mattiacci weiß, wie Ferrari funktioniert. Di Montezemolo kam zu dem Schluss, dass es bei grundlegenden Veränderungen einem solchen Mann, der weiß, wie die politische Maschinerie in Maranello funktioniert, leichter fallen würde als so einem, der das Leben im Formel-1-Fahrerlager kennt.

Abstand bringt Vorteile

Mattiacci stimmt zu: "Ich habe definitiv einen Vorteil. Man musste einen Kompromiss finden mit jemandem, der nicht in der Formel 1 war, aber Ferrari gleichzeitig sehr gut kennt. Ich war nicht in der Formel 1, aber ich habe mir die Formel 1 angesehen, ich habe mir Dinge über die Formel 1 angehört, und ich habe Formel 1 gelebt. Also weiß ich in einer gewissen Dynamik, was der Sport ist. Aber definitiv kenne ich die Firma."

"Es ist eine italienische Firma. Sie hat eine gewisse Dynamik dadurch, dass sie italienisch ist. Aber dort in den vergangenen 20 Jahren zu arbeiten, hat mir gezeigt, dass sie multikulturell ist, und es eine Menge Vielfalt gibt."

"Das hat mir möglicherweise geholfen, Ecken abzurunden und zu versuchen, eine Organisation aufzubauen, wo der Pass nicht wichtig ist, die Idee hingegen schon. Die Hierarchie ist nicht entscheidend, aber dein Beitrag im Team ist es. Ich bevorzuge nicht so sehr die qualifizierten Ingenieure, sondern eher jemanden, der ein echter Teamplayer ist. Wie in allen Sportarten und allen Branchen sind die Menschen der wichtigste Faktor."

Der Teamgeist zählt

Verbringt man Zeit, um mit Mattiacci abseits der konfrontierenden Natur der Pressekonferenzen zu sprechen, dann trifft man jemanden, dessen Ruhe sofort Vertrauen aufbaut. Er ist ein Zuhörer - eine Eigenschaft, die er in seinen ersten Wochen in Maranello gut einsetzen konnte, um zu verstehen, was gemacht werden muss.

"Ich berufe keine Meetings ein. Ich sitze zusammen mit dem Chef der Aerodynamik, den Mechanikern oder Leuten aus der Finanz - ohne Tagesordnung." Marco Mattiacci

"Das Beste ist, Fragen zu stellen", erklärt er. "Ich bin nicht ängstlich oder besorgt, jegliche Art von Fragen zu stellen. Leute wissen, dass ich nicht aus der Formel 1 komme, also frage ich jede Art von Frage. Ich vergleiche vieles, weil ich verschiedene Quellen verstehen will. Ich bilde mir eine Meinung. Ich mache mir aber definitiv die Erfahrung der Leute, die mich umgeben, zunutze. Und ich habe damit angefangen, Leute zu finden, denen ich mit Sicherheit vertraue."

"Ich berufe keine Meetings ein. Ich sitze zusammen mit dem Chef der Aerodynamik, den Mechanikern oder Leuten aus der Finanz - ohne Tagesordnung. Ich möchte jede Person wissen lassen, was passiert, und in welche Richtung wir gehen. Und wir brauchen sicherlich einen kulturellen Wandel, wir müssen uns öffnen. Wir müssen uns im Klaren zu sein, dass wir, um zurück zur Spitze zu kommen, Unterbrechung brauchen. Und ich rufe dazu auf, das Risiko demütig und vorsichtig anzunehmen."

Mut zum Risiko

Es hat nicht lange gebraucht, bis Mattiacci realisiert hat, dass ein paar Eigenschaften innerhalb von Ferrari nicht gut sind. Es bestand das Risiko, dass das Team einem aggressiveren Design gegenüber möglicherweise abgeneigt war - aus Angst, es nicht hinzubekommen und die Konsequenzen zu spüren. Das hat Konservativismus erzeugt - was in der Formel 1 einer nicht konkurrenzfähigen Maschine gleichkommt.

Ein weiteres Problem ist die ortsgebundene Natur, das Auto selbst zu produzieren. Ähnlich wie bei Motorenbauer Renault, der harsche Kritik von Red Bull hinnehmen musste, hat Mattiacci ein Team vorgefunden, in dem die Chassis- und Motorabteilungen sich gegenseitig die Schuld zuwiesen.

"Ich werde etwas sagen, dass sich nicht nach Formel 1 anhört: Es ist nicht das einzelne Produkt, das konkurrenzfähig ist, es ist das Paket", behauptet er. "Ich mag diese Unterscheidungen zwischen Aero, Chassis, Motor oder Antrieb nicht - es ist ein Auto und ein Team. Jeder muss arbeiten."

Das Gesamtpaket zählt

"Ich mag es nicht, wenn ich mit den Motorleuten spreche und sie mit mir die ersten fünf Minuten nur über das Chassis reden. Ich mag es auch nicht, wenn Chassisleute mit mir über den Motor sprechen. Wir sprechen über das Auto. Jeder muss die Verantwortung für das Auto tragen. Es gibt kein 'wir waren besser als du', oder 'wir haben das gemacht, weil du gefragt hast'."


Fotos: Ferrari, Großer Preis von Belgien


"Jeder ist in gleicher Weise verantwortlich für das Auto. Das ist mein Stil, den ich einführen möchte. Wir sprechen definitiv von der höchstentwickelten Motorenfirma dieser Welt, also brauchst du klare Verantwortung, klare Aufgaben und klare Ziele. Hier zählen auch Management-Fähigkeiten ein bisschen. Man muss Prozesse, Abläufe und Erfolgsfaktoren einrichten. Es geht darum, wie viel man verbessern kann, was man mir gibt. Dahinter steckt viel Methodik."

Eine der Hauptaufgaben von Mattiacci wird sein, die riesigen Ressourcen, die Ferrari zur Verfügung hat, in die richtigen Bereiche zu lenken, um einen größtmöglichen Unterschied auf der Strecke zu erzeugen. Die Herausforderung wird sein, die 1,5 Sekunden pro Runde Defizit einzuholen, die man braucht, um Mercedes zu schlagen - und dafür gibt es keine Wunderwaffe, die einen sofort dorthin bringt.

"Du kannst auch mal auf deine Gegner hinter dir blicken, aber du darfst dabei nicht zu viel Zeit verlieren. Wir haben ein paar Maßstäbe, was die Besten machen, die vor uns sind. Darauf werden wir besonders schauen."

"Es ist phänomenal, wie du dich mit deinem Zulieferer verbinden kannst." Marco Mattiacci

"Ich denke, dass wir eine phänomenale Struktur haben, wir haben Ressourcen, wir haben beeindruckende Einrichtungen und wir brauchen Klarheit, in welchen Bereichen uns Investments einen Wettbewerbsvorteil bringen werden. In der Formel 1 bedeutet das eine oder eine halbe Sekunde Vorsprung zu haben. Aber um dort anzukommen, musst du wichtige Entscheidungen fällen, in welchen Bereich du investierst. Es geht immer um Qualität gegen Quantität, und ich weiß nicht, welches die richtige Größe ist."

Offen zu sein, Expertise und Fähigkeiten von anderen zu nutzen, ist ein Teil der Vision - möglicherweise auch außerhalb der Formel 1. "Die Welt verändert sich", fährt Mattiacci fort. "Es ist phänomenal, wie du dich mit deinem Zulieferer verbinden kannst. Und sie geben dir nicht einfach einen Teil des Equipments oder ein Service, sie geben dir Intelligenz. Es gibt Herstellerfirmen im Norden Kaliforniens, die mir Blickwinkel geben können, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Das ist es, was ich will."

"Wir sind Ferrari"

"Wir sind Ferrari. Ferrari ist eine globale Marke, also möchten wir offen sein gegenüber der Welt, um das Beste vom Besten zu nehmen. Und das bedeutet nicht unbedingt, nur in der Formel 1 zu schauen. Um ehrlich zu sein, gibt es manchmal Firmen, die gewisse Dinge besser machen als wir. Sie haben 300 Leute, aber wie viele Köpfe arbeiten wirklich an dem Projekt? Das ist eine offene Quelle."

"Das ist, als ob du eine Software einer sehr großen Marke oder einer anderen, die Open-Source ist, bekommst. Die Open-Source macht zu Beginn kleine Probleme, ist aber schneller beim Upgraden, schneller darin, gut zu werden. Die Art, wie du heute arbeiten musst, ist anders. Mattiacci möchte eine neue Art und Weise des Denkens sehen - sich von den Fesseln und Limitierungen des Ferrari-Teams der Vergangenheit lösen, als einzelne Personen fürchteten, etwas falsch zu machen.

"Wir müssen das Risiko annehmen, um die bestmögliche Mitarbeit zu erreichen", sagt Mattiacci. "Dialog. Mutig sein. Das ist das Wichtigste für mich." Dieser Ansatz zeigt, warum es nicht unbedingt der richtige Weg ist, das Scheckbuch zu öffnen und einige große Namen zu holen - obwohl es auch personelle Veränderungen geben wird. Eine der ersten war der Abgang von Ferraris langjährigem Motorenchef Luca Marmorini, der den Preis für einen enttäuschenden ersten Ansatz eines V6-Turbos gezahlt hat. Eine neue Struktur der Antriebsabteilung ist bereits vorhanden.

Die Dynamik muss stimmen

"Es geht um das System, um die Plattform, die man erschafft", so Mattiacci. "Ich suche nicht nach Namen, wohl aber nach Leuten, die einen beeindruckenden Mehrwert geben. Manchmal ist es kein großer Name. Manchmal nimmt der große Name die Chemie, die du brauchst, um die richtige Philosophie im Team in eine Richtung zu bewegen. Aber, wir werden definitiv Bereiche verstärken und verbessern."

Ein Name, der im Mittelpunkt steht, ist Fernando Alonso, der oft sehr zurückhaltend war in seinen Kommentaren über die Management-Veränderungen bei Ferrari. Mattiacci beharrt darauf, dass er nicht beunruhigt über Alonsos politische Natur ist. Und trotz der Aussagen vom Spanier, dass er nicht in die Umstrukturierungspläne einbezogen war, sprechen er und sein Boss regelmäßig. So gab es beispielsweise ein großes Meeting nach dem Großbritannien-Rennen, um über Ideen für die Zukunft durchzudenken.


Fotostrecke: Ferrari-Rennleiter seit 1950

Natürlich hat Alonso all das Gerede zuvor schon gehört, und Mattiacci gibt zu, dass der Weltmeister von 2005 und 2006 Überzeugung benötigt, dass die kommenden Änderungen auch erfolgreich sein werden. "Sicherlich, aber ich muss jeden davon überzeugen, nicht nur Fernando", sagt er. "Ich muss hunderte Leute, die für mich arbeiten, davon überzeugen. Jede Minute, jede Sekunde schauen sie auf mich, und ich muss meinen Boss davon überzeugen. Ich muss auch Millionen von Fans davon überzeugen."

Ständige Kontrolle

"Wache ich jeden Morgen auf und denke daran, dass ich sie an diesem Tag überzeugen muss? Nein, ich gehe einfach meinen Weg." Tatsächlich wird das Überzeugen nicht über Nacht passieren. Mattiacci mag neu in der Formel 1 sein, aber er weiß, dass er ein Langzeitprojekt in seinen Händen hat.

"Schau dir die anderen an - schau dir an, wer heute an der Spitze steht, und wie lange es gedauert hat, dorthin zu kommen", sagt er. "Die Formel 1 hat sich in dieser Hinsicht ebenfalls verändert. Es ist ein wichtiger Prozess. Wie lange? Das kann ich nicht sagen."

Dennoch, wenn man zwischen den Zeilen liest, gibt es keine Zweifel, dass die durchgeführten Veränderungen unmittelbare Resultate bringen und Ferrari vor 2016 zurück an die Spitze bringen werden. Dennoch vermeidet er es, schon vom Titel im nächsten Jahr zu sprechen.

"Ich erwarte, konkurrenzfähiger zu sein, das ist klar", sagt Mattiacci. "Das ist Ferrari. Das ist die Erwartung der Millionen von Fans, des Managements, der Anteilshaber und von jedermann. Jeder will Ferrari an der Spitze haben, um des Sportes willen." Das ist möglicherweise das einzige, was das neue Ferrari-Team nicht ändern wird: Den Wunsch der treuen Fans, das Team zurück auf dem Gipfel des Sports zu sehen.

James Allison

James Allison Zoom

James Allison: "Du musst große und kleine Änderungen zur selben Zeit machen. Jedes Team in der Formel 1, gut oder schlecht, ist eine sehr beeindruckende Organisation. Es ist sehr viel einfacher, sie schlechter zu machen, als sie besser zu machen. Die Veränderungen, die gemacht werden müssen, sind in absolutem Sinne ziemlich klein, aber es sind viele, und ich glaube, dass es flächendeckend Veränderungen sind, die extrem hilfreich sind, in die richtige Richtung zu gehen."

"Wenn du kommen würdest und dich neben mich oder jede andere Person bei Ferrari setzten und die Änderungen, die gemacht werden, betrachten würdest, dann könntest du sagen 'Das sieht nicht sehr groß aus'. Aber nach gewisser Zeit siehst du die Gesamtheit, sie werden zu etwas Bedeutsamem. Und wenn du in einem Sport bist, der sehr konkurrenzfähig ist, dann machen diese Dinge einen großen Unterschied."

Fernando Alonso

Fernando Alonso Zoom

Fernando Alonso: "Im August sieht sich jeder sehr wettbewerbsfähig (für die nächste Saison; Anm. d. Red.), im November noch mehr, und im Januar ist es am extremsten. Im Februar sind aber nur zwei oder drei Teams imstande zu gewinnen. Du bräuchtest eine Kristallkugel um zu sehen, was nächstes Jahr passiert. Wir werden es sehen, momentan sind es nur Hoffnungen und große Vorfreude auf die Leistung, die wir nächstes Jahr erreichen könnten. Unser Ziel ist es, uns zu verbessern und dieses Jahr bestmöglich zu nutzen. Wir wollen experimentieren für nächstes Jahr, um dann stärker zu sein."

"Mercedes hat uns in diesem Jahr gezeigt, dass Teams in dieser neuen Ära dominieren können. Wir haben keinen guten Job gemacht mit den neuen Regularien, und es gibt viel Raum für Verbesserungen. Es ist nicht wie in anderen Jahren, wo alles mehr oder weniger am Limit war. Der Schritt zwischen den 2014er- und 2015er-Autos wird viel größer sein, als wir es in der Vergangenheit gesehen haben. Das ist die Hoffnung, die wir haben. Und ich denke, die hat jeder, weil im Juli jeder Erwartungen hat."

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen Zoom

Kimi Räikkönen: "Wir wissen um unsere Probleme und was wir tun müssen, um die Dinge zu verbessern. Aber manche Bereiche, die es zu verbessern gilt, sind ziemlich groß, und es wird nicht schnell passieren. Plus: Mit den neuen Regeln können manche Dinge nicht verändert werden."

"Wir müssen sichergehen, dass wir diese Dinge erreichen werden, und ich glaube daran, dass wir das richtige Team und die richtigen Werkzeuge haben, um ein gutes Auto zu bauen. Dieses Jahr ist, wie es ist, und nächstes Jahr ist eine komplett andere Geschichte. Ich glaube an die Leute, die hier sind und das Auto bauen, und ich bin mir sicher, dass wir vieles verbessern können."