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Williams warnt: Q3 und WM-Punkte sind noch nicht in Reichweite

Warum Williams trotz der ausgezeichneten Qualifying-Leistung von George Russell in Portimao noch nicht wieder an Formel-1-Punkte glauben will

(Motorsport-Total.com) - Startplatz zwölf in Imola und jetzt sogar P11 in der Startaufstellung zum Portugal-Grand-Prix in Portimao: Williams-Fahrer George Russell überraschte zuletzt mit starken Leistungen im Qualifying. Und er macht dem Formel-1-Traditionsteam Hoffnung auf einen Aufschwung und WM-Punkte aus eigener Kraft.

George Russell

Williams-Fahrer George Russell startet in Portimao knapp außerhalb der Top 10 Zoom

Dave Robson als Leiter Fahrzeug-Performance von Williams aber dämpft die Erwartungen an seine Mannschaft: "Ja, wir haben derzeit guten Schwung und an die Leistung aus Imola angeknüpft, aber ich würde nicht sagen, dass jetzt zwangsläufig auch [Punkte] folgen werden."

Zuletzt war Williams in der Formel-1-Saison 2017 regelmäßig in die Punkte gefahren. Ab 2018 gelang dies nur noch sehr sporadisch, und meist profitierte das Team dabei von turbulenten Rennen mit vielen Ausfällen. Und nun steht man mit Russell zum wiederholten Male so weit vorne wie lange nicht in der Startaufstellung. (Mehr dazu in der Formel-1-Datenbank!)

Williams erkennt Aufwärtstrend, aber ...

"Ich denke, wir bewegen uns in die richtige Richtung", sagt Robson. "Es liegt aber sicherlich noch immer viel Arbeit vor uns."

Natürlich wolle sein Team schnellstmöglich in die Top 10 vordringen, und im Idealfall dort zum Dauergast werden. "Das hängt aber auch alles davon ab, wie die einzelnen Rennställe ihre Fahrzeuge in den kommenden Wochen weiterentwickeln", meint Robson.


Fotos: F1: Grand Prix von Portugal (Portimao) 2021


Er könne aber eine gewisse Aufbruchsstimmung in seinen Reihen erkennen. "Die Hoffnung", so sagt Robson, "ist jetzt deutlich größer als vor noch einem Jahr, ganz klar. Und das ist gut."

Robson hatte schon Alpine ins Visier genommen

Mit der Hoffnung allerdings kämen auch neue Enttäuschungen. Denn eigentlich hatte man sich insgeheim schon ausgerechnet, in Portimao vielleicht vor Alpine liegen zu können. Doch daraus wurde nichts, weil Esteban Ocon im Qualifying sehr stark unterwegs war.

"Sie scheinen ein paar gute Upgrades zu haben", sagt Robson. "Ocon ist schnell. Und das ist ein bisschen schade, denn wir hatten geglaubt, ihnen dicht auf die Pelle rücken zu können. Es sieht aber so aus, dass sie einen Schritt nach vorne gemacht haben."

Ähnliches hat Williams im Sinn, und liebäugelt schon mit dem ersten Top-10-Startplatz seit Monza 2018. Damals war Lance Stroll als Zehnter losgefahren und hatte im Rennen P9 belegt.

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