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Williams: Massa freut sich über "gute Testwoche"

Williams-Pilot Felipe Massa bilanziert die zweite Testwoche, spricht über die neue Frontpartie und erklärt, warum er mit Regenreifen im trockenen Barcelona fuhr

(Motorsport-Total.com) - Felipe Massa bestritt im Williams FW38 den letzten Testtag vor dem Saisonauftakt in Melbourne. Der Brasilianer reihte sich am Freitag auf den dritten Platz ein, ihm fehlten 0,7 Sekunden auf die Spitzenzeit von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel. Er fuhr insgesamt 129 Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya.

Felipe Massa

Felipe Massa ist zufrieden mit der Leistung des Williams FW38 diese Woche Zoom

Auf dem Supersoft markierte Massa eine Zeit von 1:23.644 Minuten, Vettel war im Vergleich dazu ebenfalls auf der roten Reifenmischung rund sechs Zehntel schneller. Trotzdem ist man bei Williams frohen Mutes. "Wir sind am Vormittag ein paar längere Versuche gefahren und haben an der Abstimmung gearbeitet. Am Nachmittag sind wir eine Qualifying-Simulation gefahren, was aufgrund der Windbedingungen schwierig war", erklärt Williams-Ingenieur Rod Nelson. "Wir haben dann noch mehr Aerodynamik- und Abstimmungsarbeit gemacht. Außerdem konnten wir alle Häkchen auf unserer Zuverlässigkeits-Checkliste setzen."

"In Melbourne werden wir sehen, wo wir stehen. Wir haben diese Woche gut gearbeitet, und sind viele Runden gefahren. Viel besser als vergangene Woche", erklärt Massa am Freitagabend. Insgesamt spulte der 34-Jährige in der zweiten Testwoche 1.154 Kilometer (248 Runden) ab, in der Tabelle ergibt das den achten Platz, mit 323 Runden (1.504 Kilometer) war Nico Rosberg am fleißigsten. (Zum Testcenter!)

Claire Williams: Möchte ein Rennen gewinnen

Das Williams-Team hat insgesamt 479 Runden (2.230 Kilometer) in dieser Woche abgespult, Valtteri Bottas erzielte am Mittwoch sogar die Bestzeit. Teamkollege Massa ist glücklich mit der bisherigen Saisonvorbereitung: "Ich hoffe, wir sind beim ersten Rennen zufrieden mit dem, wo wir im Vergleich mit den anderen Autos stehen. Darauf warten wir. Wir sind bereit für die neue Saison."

Erklärter Hauptgegner: Ferrari. Man wolle gegen die Topteams ankämpfen: "Das ist es, was wir wollen. Wir wissen nicht, ob es klappen wird. Wir müssen alles versuchen. Jeder beginnt bei Null. Wir müssen versuchen, noch besser zu arbeiten als in vergangenen zwei Jahren, wobei der dritte Platz für uns schon sehr gut war."

Angesprochen auf die gute Endplatzierung in der Team-Wertung im Vorjahr, ist die stellvertretende Teamchefin Claire Williams zwiegespalten. Einerseits würde sie den dritten Platz vom finanziellen Standpunkt aus auch in diesem Jahr annehmen, doch "mein Herz sagt nein. Ich möchte mit dem Team ein Rennen gewinnen. Ich möchte wirklich, dass dieses Team ein Rennen gewinnt - und nicht nur eines."


Test in Barcelona

Dabei helfen sollen neue Teile am FW38. Die neue Frontpartie am Auto wird indes nicht in Melbourne sondern erst in Bahrain zum Einsatz kommen: "Wir müssen noch mehr Teile auf das Auto bringen", fordert Massa.

"Im ersten Rennen werden es noch nicht so viele sein. Wir warten auf die neue Nase und den neuen Frontflügel." Der Grund für die Verspätung: Die Mercedes-artige Nase konnte den obligatorischen FIA-Crashtest nicht bestehen. Nun folgt ein weiterer Versuch in der kommenden Woche. "Aber wir wissen jetzt schon, dass diese neuen Teile wieder eine Verbesserung des Autos sein werden - in eine Richtung, in die wir mit dem Auto gehen wollen."

Insgesamt bilanziert der erfahrene Pilot: "Ich denke, wir sind einen guten Test gefahren. Wie stark das Auto ist, werden wir in Australien sehen. Ich denke, es war eine gute Woche."


Fotos: Williams, Test in Barcelona


Selbstvertrauen gibt dem Williams-Piloten auch seine Zeit auf der Soft-Mischung, die schnellste Zeit in dieser Woche für das Team. Mit 1:23.193 Minuten war er Zweitschnellster auf den Softs hinter Nico Rosberg (1:23.009 Minuten). "Ja, das gibt einem Selbstvertrauen. Aber wir wissen nicht, mit wie viel Sprit die anderen gefahren sind. Ich denke, Mercedes ist vorne im Moment. Wir sind aber konkurrenzfähig. Hoffentlich werde ich nach dem ersten Rennen lächeln."

Angesprochen auf die skurrile Szene am Vormittag, als Massa mit Regenreifen auf die trockene Strecke ging, kontert er: "Wir haben nur ein paar aerodynamische Tests gemacht, die für den Ingenieur wichtig waren. Das sieht wirklich dämlich aus, bei trockenen Bedingungen mit Regenreifen rauszufahren, aber jeder Test in dieser kurzen Zeit ist wichtig", schmunzelt er.

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