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Williams-Feuer: Sieben Mechaniker im Krankenhaus

Update: Beim Williams-Boxenfeuer nach dem Grand Prix von Spanien wurde niemand ernsthaft verletzt, sieben Personen mussten aber ins Krankenhaus gebracht werden

(Motorsport-Total.com) - Das Boxenfeuer, das nach dem Sieg von Pastor Maldonado in der Williams-Garage in Barcelona ausbrach, hatte schwerwiegendere Folgen als zunächst gehofft. Insgesamt wurden 31 Menschen verletzt, sieben davon mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Einer der betroffenen Williams-Mechaniker wurde wegen der Schwere der von ihm erlittenen Verbrennungen sogar mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus in Barcelona gebracht.

Boxenfeuer bei Williams © xpbimages.com
Mehrere Mechaniker zogen sich bei dem Feuer leichte Verletzungen zu

Die anderen sechs Personen erlitten Rauchgasvergiftungen, ebenso wie 24 weitere, die jedoch im Medical-Center an der Strecke behandelt werden konnten. Laut Caterham-Statement waren auch vier Mechaniker des malaysisch-britischen Teams betroffen. Einer davon verletzte sich am Handgelenk, die anderen drei zogen sich ebenfalls eine Rauchgasvergiftung zu. Force India gab indes Entwarnung: Ein Mitarbeiter, der bei den Löscharbeiten half, huste zwar noch etwas stärker, sei aber ansonsten okay.

Die Ursache für das Feuer ist noch immer nicht hundertprozentig geklärt, wird aber Gegenstand einer Untersuchung durch die lokale Feuerwehr und das Team sein. Ein erster Verdacht, untermauert durch Augenzeugenberichte, besagt, dass das Feuer ausgebrochen ist, als der Tank des Autos von Bruno Senna mit der Tankanlage entleert wurde. Offenbar entzündete ein Funke die Gase im zu dem Zeitpunkt schon leeren Tankschlauch - und dann könnte das Feuer auch auf die explosiven KERS-Batterien übergegriffen haben.


Feuer in der Williams-Box

Während die Garage ausbrannte und unter anderem auch Sennas Auto stark beschädigt wurde, blieb Maldonados Siegerwagen verschont, weil dieser noch im Parc ferme stand. Williams hatte übrigens Glück im Unglück: Kurz vor Ausbruch des Feuers hatte sich das gesamte Team zum Siegerfoto aufgestellt, ehe Panik ausbrach. Maldonado stellte bei der Evakuierung sein großes Herz unter Beweis, als er seinen jungen Cousin Manuel - der den Siegerpokal in der Hand hatte - schulterte und persönlich aus der Gefahrenzone brachte.

Der überglückliche Teamchef Frank Williams wollte nach dem Siegerfoto gerade eine kurze Ansprache an die Belegschaft halten, als das Chaos losging. Der an den Rollstuhl gefesselte 70-Jährige, für den das Team gestern Abend eine Überraschungsparty zum Geburtstag geschmissen hatte, konnte aber gerettet werden. Nach derzeitigem Informationsstand dürfte sich glücklicherweise keiner der Betroffenen Verletzungen zugezogen haben, die nicht in ein paar Tagen verheilen oder abklingen.