Williams erklärt: Was uns an Nyck de Vries so beeindruckt hat

Williams und Mercedes erklären, was ihnen bei ihrer Zusammenarbeit mit Nyck de Vries als Reservefahrer für die Formel-1-Saison 2022 am meisten beeindruckt hat

(Motorsport-Total.com) - Dass Nyck de Vries in der kommenden Saison für AlphaTauri fahren wird, um Pierre Gasly zu ersetzen, hätte man vor einigen Monaten wohl eher nicht gedacht. Zwar war wurde der Niederländer immer wieder als Ersatz von Nicholas Latifi bei Williams in Verbindung gebracht, jedoch hat er sich mit seinem beeindruckenden Formel-1-Debüt in Monza auf die Liste vieler Teams hochkatapultiert.

Titel-Bild zur News: Jost Capito, Nyck de Vries

Williams-Teamchef Jost Capito und Nyck de Vries feiern P9 in Monza Zoom

Obwohl de Vries in Italien zwei wichtige Punkte für Williams geholt hat, könnte man im Nachhinein sagen, dass dies dem Team eher geschadet hat, da sich der Formel-E-Champion aus 2021 mit seiner Leistung für ein attraktiveres Cockpit für 2023 entscheiden konnte.

AlphaTauri gab bereits zu, dass die Performance in Monza ein Schlüssel für die Verpflichtung von de Vries war, doch Williams und Mercedes, mit denen der Niederländer in der aktuellen Saison als Reservefahrer zusammenarbeitet, betonen, dass sie von der starken Leistung nicht besonders überrascht wurden, da sie wussten, wie gut de Vries ist.

Williams: "War Vergnügen, mit ihm zu arbeiten"

"Er hat einen tollen Job gemacht", sagt Dave Robson, Leiter der Fahrzeugperformance bei Williams. "Aber natürlich wussten wir ein wenig über ihn, und er hatte schon vorher im Auto gesessen. Wir wussten, was wir tun mussten, um ihn auf Vordermann zu bringen, aber trotzdem hat er einen tollen Job gemacht, als er so kurzfristig einsprang."

"Er hatte jedoch ein wenig Glück, dass die Strecke dem Auto sehr gut lag und wir am [Freitag] einen guten Tag hatten. Aber er ist einfach reingesprungen und gefahren, wie es ein richtiger Rennfahrer tun würde. Er hat seine Chance genutzt und das Verhältnis von Risiko und Belohnung absolut richtig eingeschätzt. Es war einfach ein Vergnügen, mit ihm zu arbeiten", so Robson.

Mercedes-Technikdirektor Mike Elliott fügt hinzu: "Ich glaube, die meiste Zeit verbringe ich dort, wo Nyck mit Toto [Wolff] steht und mit ihm plaudert. Und was man da mitbekommt, ist ein wirklich netter Kerl, der aber auch sehr sachkundig ist und den Sport und die Technik im Auto versteht."


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"Ich denke, für uns als Team ist es schade, dass er woanders hingeht, aber gleichzeitig freue ich mich sehr für ihn, wirklich sehr. Er hat diese Chance bekommen, und es ist schön zu sehen, dass ein Fahrer mit dem Talent, das er hat, diese Chance bekommt."

Mercedes: So wünscht man sich einen jungen Fahrer

Auf die Frage, was sie bei den Einsätzen von de Vries in Monza für Williams und im ersten Freien Training für Mercedes in Frankreich am meisten beeindruckt hat, sind sich Robson und Elliott einig: De Vries war auf Anhieb schnell und machte auch keine Anfängerfehler.

"Seine Fähigkeit, einfach in das Auto zu springen, vor allem, weil er am Vortag ein anderes Auto gefahren hatte [Aston Martin], und sofort die Bremspunkte zu finden und genau zu wissen, wo die Rundenzeit lag", erklärt der Williams-Mann.

"Seine Rückmeldung nach nur ein paar Runden, was er vom Auto wollte und seine Ideen, wie man es erreichen könnte, waren wirklich beeindruckend. Er ist wirklich gut gefahren, aber er weiß auch, wie man mit dem ganzen Team arbeitet und ein gutes Ergebnis erzielt", sagt Robson.


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"Ich denke, ich werde ähnliche Antworten geben müssen wie Dave, nämlich, dass er einfach ins Auto steigt und fehlerfrei fährt", fügt der Mercedes-Technikchef hinzu. "Er kommt schnell an einen Punkt, an dem er das Beste aus dem Auto herausholt, und das Feedback, das er gibt, ist gut. Sie wissen schon, all die Dinge, die man sich von einem jungen Fahrer wünscht."

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