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Williams: Die richtigen Leute machen den Unterschied

Für Frank Williams sind die Neuverpflichtungen der Hauptgrund für den Aufschwung seines Teams - Maldonado hat für ihn das Zeug zum Champion

(Motorsport-Total.com) - Am 27. November 2011 war Williams auf dem Tiefpunkt angekommen. Der Große Preis von Brasilien war beendet, die Formel-1-Saison 2011 vorbei, und für das britische Traditionsteam stand ein bitteres Ergebnis fest. Nur fünf WM-Punkte hatte das Team in der Saison 2011 gewonnen, das war das schlechteste Abschneiden in der 33-jährigen Teamgeschichte. Doch nur 168 Tage später stieg die Mannschaft aus Grove dank Pastor Maldonados Sieg in Barcelona wie Phoenix aus der Asche empor.

Frank Williams (Teamchef), Bruno Senna, Pastor Maldonado

Frank Williams hatte am Wochenende gleich zwei Mal einen Grund zum Feiern

Für diesen rasanten Aufschwung sind für Teamchef Frank Williams vor allem einige Personalentscheidungen verantwortlich. "Im vergangenen Jahr waren wir aus technischer Sicht einfach nicht schnell genug. Wir hatten genügend Geld, aber die Dinge haben einfach nicht richtig zusammengepasst, und wir haben Fehler gemacht", wird der 70-Jährige von der Nachrichtenagentur 'Reuters' zitiert.

"Eine kleine Umstrukturierung, die richtigen Leute an einigen Schlüsselpositionen, haben einen spürbaren Unterschied bewirkt", erklärt Williams. Eine Schlüsselrolle dürfte dabei Chefingenieur Mark Gillan spielen, der im September 2011 zum Team gestoßen ist. Sicherlich hat auch die Unberechenbarkeit der Formel 1 2012, in der die richtige Handhabung der Reifen mehr denn je über Erfolg und Misserfolg entscheidet, dem Team in die Karten gespielt. Dessen ist sich auch Williams bewusst, daher muss er bei der Frage, ob dem Team weitere Siege gelingen werden, passen. "Ich habe wirklich keine Ahnung."

In einem ist sich Williams jedoch sicher. Maldonado ist für ihn, spätestens nach seinem Sieg vom Wochenende, ein Fahrer, der auch um die Weltmeisterschaft kämpfen kann. "Ich sage Ihnen auch warum: Er ist sehr schnell und macht keine Fehler", erklärt Williams. Der Teamchef zeigt sich beeindruckt davon, wie abgeklärt der Venezolaner am Sonntag den Sieg nach Hause fuhr. "Er ist ein richtiger Racer. Ich bin erstaunt, wie er sich unter Kontrolle hatte, er hat keinen einzigen Fehler gemacht."