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Wie Sebastian Vettel die Aston-Martin-Arbeitsweise verändert hat

Formel-1-Teamchef Otmar Szafnauer erklärt, welchen Einfluss Sebastian Vettel auf die Arbeitsweise von Aston Martin genommen hat

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel ist der erfolgreichste Formel-1-Fahrer, der je für Aston Martin und dessen Vorgängerteams aus Silverstone angetreten ist. Und das zeige sich auf vielfältige Art und Weise, sagt Teamchef Otmar Szafnauer. Er nennt ein Beispiel: Vettel als viermaliger Formel-1-Weltmeister habe die Nachbereitung einer Rennveranstaltung im Team revolutioniert.

Sebastian Vettel, Otmar Szafnauer

Sebastian Vettel mit seinem Teamchef bei Aston Martin, Otmar Szafnauer Zoom

Und das klingt so: "Sebastian hat unser Vorgehen ausgeweitet. Wie wir unsere Nachbesprechungen abhalten, das hat sich etwas verändert. Sowohl Lance [Stroll] als auch das gesamte Team haben das gerne aufgegriffen."

Was Szafnauer damit meint: Vettel wirft all seine Erfahrung aus inzwischen 13 kompletten Rennsaisons in der Formel 1 in die Waagschale und arbeitet vor allem detailverliebt am Aston-Martin-Projekt mit.

Wie sich Vettel in einer Nachbesprechung verhält

Wie man sich diese Arbeitshaltung vorstellen kann, hat Christian Horner als Vettels früherer Teamchef bei Red Bull bereits im vergangenen Jahr bei 'F1 Unscripted' erklärt: "Nachbesprechungen mit Sebastian dauerten etwa zwei Stunden. Nach einer halben Stunde hatte er gerade mal die Einführungsrunde besprochen und wie er seine Trinkflasche ausprobiert hatte."


Marc Surer: Aston Martin "auf dem richtigen Weg"

"Ich habe mich zu dem Zeitpunkt auch gefragt, ob er Motivationsprobleme hat", sagt Marc Surer über Sebastian Vettels Rennen in Monaco. Weitere Formel-1-Videos

Vettel habe einen Grand Prix überaus kleinteilig diskutiert, sagt Horner weiter. "Er hat jede Phase des Rennens detailliert geschildert, auch jede Phase des Reifens." Das habe sogar die Ingenieure an ihre Belastungsgrenze gebracht: "Es waren mehr Informationen als wir aufnehmen konnten", meint Horner.

Vettels damaliger Red-Bull-Teamkollege Mark Webber wiederum habe sich wesentlich kürzer gefasst. "Er brauchte nur etwa eine Viertelstunde für ein komplettes Rennen."

"Gute Dynamik" bei den Aston-Martin-Fahrern

Anders als in den späten Jahren von Vettel/Webber bei Red Bull herrsche zwischen Vettel und Stroll bei Aston Martin eine gute Stimmung, sagt Szafnauer. Er spricht von einer "guten Dynamik" bei seinen Formel-1-Fahrern und meint: "Wir alle haben unsere Herangehensweise an ein Wochenende verbessert. Wir alle lernen dazu, auch Lance, und gemeinsam bringen wir das Team voran."

Rein sportlich hat Aston Martin zuletzt einen Aufwärtstrend erfahren: In Monaco und Baku erzielte das Team insgesamt 32 seiner bisher 37 WM-Punkte. Und den Löwenanteil davon stellte Vettel mit den Plätzen fünf und zwei bereit.

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