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  • 26.02.2013 · 11:59

White: "Wollen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein"

Renault-Mann Rob White blickt auf die letzte Saison der V8-Motoren: Trotz der Entwicklung der neuen Motoren gewohnte Leistung bis zum letzten Rennen

(Motorsport-Total.com) - Den Motorenherstellern der Formel 1 steht ein arbeitsreiches Jahr bevor. Neben dem Einsatz der aktuellen V8-Aggregate bei den 19 Grands Prix müssen sie parallel die neuen V6-Turbomotoren für die Saison 2014 entwickeln. Rob White, Technischer Direktor bei Renault, legt dennoch großen Wert darauf, den Kundenteams auch in dieser Saison den gewohnten Service zu bieten. Der Ingenieur blickt im Interview auf das letzte Jahr der V8-Motoren, bei denen Renault im Winter vor allem an der Zuverlässigkeit gearbeitet hat.

Rob White

Rob White und seine Mitarbeiter erwartet in dieser Saison eine Doppelbelastung

Frage: "Rob, Nachdem 2013 das letzte Jahr der V8-Motoren ist, was kann man an ihnen noch verbessern?"
Rob White: "2013 wird das letzte Jahr der V8-Motoren sein. Nach acht Jahren werden sie am Ende der Saison ausrangiert und machen 2014 für den V6 Platz. Daher sind die Motoren und vor allem das Motorenreglement so ausgereift, dass Änderungen nur aus Gründen der Zuverlässigkeit oder zur Anpassung an die neuen Autos erlaubt sind. Dennoch müssen wir jedes Jahr ein neues Optimum finden, daher müssen wir unsere Partner bei der Suche danach unterstützen."

"Ein gutes Beispiel dafür ist der Coanda-Auspuff, der im vergangenen Jahr eingeführt wurde. Durch einen leicht veränderten Einsatz des Motors können kleine Leistungszuwächse erreicht werden. Es sind diese Bereiche, in denen wir am härtesten daran gearbeitet haben, die letzten Zehntel oder Hundertstel zu gewinnen. Das geschieht in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Teams, daher ist es in dieser Saison noch entscheidender, die guten Beziehungen zu ihnen beizubehalten."

Technisch kaum Verbesserungen möglich

Frage: "Würden sie daher sagen, dass zu diesem Zeitpunkt Gewinne eher im Betrieb als aufseiten der Technik erzielt werden?"
White: "Absolut. Bei dieser Ausbaustufe der V8-Motoren können wir durch die Optimierung der Abläufe an der Rennstrecke mehr gewinnen. Außerdem arbeiten wir mit dem Team zu Zulieferern daran, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Wir haben hart am Mapping und der Kalibrierung der neuen Motoren gearbeitet und haben auch versucht, die Zuverlässigkeitsprobleme des vergangenen Jahres abzustellen."

Frage: "Welche Veränderungen haben Sie vorgenommen?"
White: "Wir haben keine wesentlichen Änderungen vorgenommen, noch haben wir einen Aktionsplan erstellt, um auf die Probleme zu reagieren, die uns 2012 ereilt haben. Im Gegensatz zu früheren Saisons, in denen die Motoren-Regeln präzisiert oder eingeschränkt wurden, gab es für diese Saison keine großen Änderungen. Das ist positiv, dadurch können wir uns voll auf unsere eigene Leistungsfähigkeit verlassen."


Fotos: Renault präsentiert Turbomotoren für 2014


Frage: "Wie wahrscheinlich ist es, dass wir im Bereich des Auspuffs wieder ein Wettrennen wie in den vergangenen Saisons erleben werden?"
White: "Nicht sehr wahrscheinlich, da unsere vier Teams einen Ansatz gewählt haben, der zugleich konservativ und aggressiv ist. Im Grunde genommen ist es das gleiche Paket, aber sie müssen aggressiv sein, um Leistungszuwächse zu erzielen und im Wettbewerb mitzuhalten. Unser Job ist, jedes Team auf diesem Weg zu begleiten."

Voller Service bis zum Finalrennen

Frage: "Im kommenden Jahr wird der V6-Motor eingeführt. Wie teilen Sie in diesem Jahr die Ressourcen zwischen den beiden Motoren-Projekten auf?
White: "Die Entwicklung der V8 beschränkt sich darauf, die Motoren für die jeweiligen Grands Prix vorzubereiten. Unsere Organisation muss korrekt sein und die garantierte Qualität liefern."

"Zwangsläufig wird in diesem Jahr das Design und die Entwicklung der V6-Motoren Ressourcen des V8-Projekts übernehmen, daher müssen wir bis zum Grand Prix von Brasilien einen kompletten Service sicherstellen. Der neuen V6 ist die größte Veränderung in der Motoren-Welt in den vergangenen zehn Jahren, wenn nicht sogar jemals, daher müssen wir im Hinterkopf behalten, dass auch in dieser Saison an der Rennstrecke alles nathlos laufen muss."

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