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Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat

Lewis Hamilton hat in Abu Dhabi noch einmal demonstriert, warum er ein würdiger Weltmeister ist - Der Mercedes-Pilot lieferte ein perfektes Wochenende ab

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton zeigte in Abu Dhabi wieder einmal ein echtes Meisterstück Zoom

Liebe Leserinnen und Leser,

nimmt man den Titel unserer Montagskolumne wörtlich, müsste ich dieses Mal wohl über alle Zuschauer schreiben, die den Gähn-Grand-Prix gestern in Abu Dhabi live gesehen haben. In der Rennvorschau im Podcast "Starting Grid" habe ich bereits vor dem Finalwochenende erklärt, warum ich aus sportlicher Sicht kein Fan von Abu Dhabi bin. Das Rennen gestern war wieder einmal eine Bestätigung.

Aber weil der Titel bekanntlich metaphorisch zu sehen ist, befassen wir uns auch dieses Mal wieder mit dem großen Gewinner des Wochenendes. Und das kann - zugegebenermaßen auch mangels Alternativen - nur Lewis Hamilton sein. Mit seinem Auftritt in Abu Dhabi hat der Mercedes-Pilot noch einmal ein Statement gesetzt und gezeigt, warum er in diesem Jahr mehr als verdient Weltmeister geworden ist.

Irgendwie hängen beide Faktoren auch so ein bisschen zusammen. Denn dass es gestern an der Spitze so langweilig war, das lag nicht nur an der Strecke sondern auch an einem Lewis Hamilton, der wieder einmal einen dieser Tage hatte, an denen er einfach nicht zu schlagen ist. Der Champion lieferte ein rundum perfektes Wochenende ab.

Zum sechsten Mal in seiner Karriere holte sich Hamilton einen sogenannten "Grand Slam" - einen Sieg inklusive Pole-Position und schnellster Runde, bei dem er zudem jede einzelne Rennrunde angeführt hat. Damit hat er jetzt auch in dieser Kategorie Michael Schumacher (5) überflügelt, mehr hat nur noch Jim Clark (8) auf dem Konto.

Dieses Zahl wird Hamilton selbst vermutlich nicht so viel bedeuten. Und doch war sein Sieg - vor allem in dieser Art und Weise - vor der Winterpause noch einmal ein dickes Ausrufezeichen. Ein Hinweis an die Konkurrenz, dass er auch 2020 wieder der Mann sein wird, den es zu schlagen gilt.

Wie wichtig so ein "Momentum" in der Pause sein kann, hat zum Beispiel Nico Rosberg im Winter 2015/16 gezeigt.

Und auch abseits der Rennstrecke war es für Hamilton nicht das schlechteste Wochenende. So berichtete die italienische 'Gazzetta dello Sport' darüber, dass sich der Weltmeister in diesem Jahr zweimal mit Ferrari-Vorstandschef John Elkann getroffen habe. Dabei geht es natürlich um einen möglichen Wechsel zur Scuderia ab 2021.

Warum das gut für Hamilton ist? Weil es seinen Marktwert noch einmal nach oben treibt. Ich bin mir sehr sicher, dass wir den Briten auch über 2020 hinaus bei Mercedes sehen werden. Bei den Verhandlungen mit den Silberpfeilen kann es aber natürlich nicht schaden, wenn es einen weiteren "ernsthaften" Interessenten gibt. So springt sicher noch der ein oder andere Dollar mehr heraus.

Davon abgesehen kann ich an dieser Stelle nicht mehr über Lewis Hamilton schreiben als das, was in dieser langen Saison 2019 bereits gesagt wurde - auch in dieser Kolumne, deren Protagonist Hamilton heute bereits zum vierten Mal in diesem Jahr ist. Außerdem möchte ich mir gerne noch ein bisschen Stoff für 2020 aufheben.

Denn die Chance, dass der Brite auch da wieder mehrfach Thema dieser Kolumne sein wird, ist nicht so gering.

Get in there Lewis!

Ihr


Ruben Zimmermann


Ruben Zimmermann

P.S.: "Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat" fand jahrelang jeden Montag auf unseren Portalen Formel1.de und Motorsport-Total.com statt. 2019 ist sie umgezogen zu de.motorsport.com. Wen es dieses Mal getroffen hat, erfahren sie hier!

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