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Wegen schneller Longrun-Zeiten: Mercedes schickt Nachricht an Red Bull

Im Qualifying-Trimm scheint Mercedes die Nase vorne zu haben, doch die Longruns von Red Bull haben selbst Motorsportchef Toto Wolff beeindruckt

(Motorsport-Total.com) - "Ich habe eine Nachricht von Toto [Wolff] bekommen", sagt Red Bulls Teamchef Christian Horner und lacht: "Er schreibt mir sonst nie. Er meinte: Ihr seht im Renntrimm ganz schön gut aus." Das ist die Erkenntnis, mit der Red Bull aus dem heutigen Freien Training in Bahrain reist (Formel 1 2020 live im Ticker). Auf den Longruns scheinen die Bullen das Maß aller Dinge zu sein - im Qualifying-Trimm sind sie es jedoch noch nicht.

Max Verstappen

Max Verstappen schien auf den Longruns eine starke Pace zu haben Zoom

Denn da hatte Mercedes die Nase noch ein Stück vorne. 0,128 Sekunden fehlten Max Verstappen auf die Bestzeit von George Russell. Doch wie groß der Abstand genau ist, lässt sich nur schwierig beziffern. Denn: Valtteri Bottas war sogar noch zwei Zehntelsekunden schneller gefahren, war dabei aber wegen eines Track-Limit-Vergehens belangt worden.

"Uns fehlen also dreieinhalb Zehntel. Das ist eine ganze Menge", sagt Verstappen. Teamchef Horner betont jedoch gegenüber 'Sky', dass auch bei Red Bull noch etwas Zeit drin ist: "Wir hatten nicht wirklich eine saubere schnelle Runde, vor allem bei Max."

Hinzu kommt, dass das Auto noch nicht so liegt, wie sich die Fahrer das wünschen würden: "Wir haben noch nicht das optimale Set-up gefunden", sagt Verstappen und listet die Probleme auf: "Untersteuern, Übersteuern, Traktionsprobleme - es gibt ein paar Dinge, die wir uns anschauen müssen."

"Es sieht so aus, als ob sich die Balance enorm verschiebt", versucht Horner das Problem zu erklären. "Ich weiß nicht, ob andere Fahrer das auch gemeldet haben." Zwischen den Reifenmischungen und auch den einzelnen Programmen gebe es große Unterschiede. Auch reagieren sie anders als noch in der Vorwoche, auch wenn Pirelli die gleichen Mischungen wie zum ersten Rennen gebracht hat.

"Das wird die Ingenieure heute Abend noch vor eine Aufgabe stellen", sagt Horner.

"Wir müssen noch etwas finden, vor allem in Richtung Qualifying", nickt auch Verstappen. "Und auch im Rennen müssen wir uns verbessern, um konkurrenzfähig zu sein." Das Duell mit Mercedes scheint aber eröffnet. Horner: "Ohne Analyse würde ich sagen, dass sie auf eine Runde schneller sind als wir - und wir sehen besser im Rennen aus."

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