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Wegen Michelin: Drittes Freies Training eine Farce

Weil die Michelin-Autos aus Sicherheitsgründen kaum fahren konnten, verkam das dritte Freie Training in Indianapolis zu einer Farce

(Motorsport-Total.com) - Strahlender Sonnenschein, 22 Grad Luft- und bis zu 39 Grad Asphalttemperatur - doch gefahren wurde auf dem 'Indianapolis Motor Speedway' heute Morgen zunächst kaum: Der gestrige Unfall von Ralf Schumacher ließ heftigst grüßen und sorgte für eine der kuriosesten Trainingssessions in der Formel-1-Geschichte.

Michelin-Reifen

Der Schumacher-Crash von gestern ließ das dritte Freie Training zu Farce werden Zoom

Weil Michelin gestern Nacht bei diversen Untersuchungen die Ursache für den gestrigen Crash nicht restlos klären konnte, wies man die Teams an, im Freien Training möglichst wenig zu fahren, weil man das Sicherheitsrisiko beim französischen Reifenhersteller als nicht vertretbar einstufte. Sprich: Die Michelin-Autos fuhren nur im langsamen Infield, rollten statt auf dem schnellen Oval durch die Boxengasse - und gingen dann auf die nächste Runde in den langsamen Abschnitten.#w1#

Einer von nur zwei Michelin-Piloten mit einer Zeit setzte sich ungeachtet dessen an die Spitze des Klassements, nämlich Juan-Pablo Montoya (McLaren-Mercedes/4 Runden). Der Kolumbianer knallte eine Bestmarke von 1:10.726 hin, erreichte damit die bisher schnellste Zeit des Wochenendes und hängte die beiden Ferraris von Michael Schumacher (11 Runden) und Rubens Barrichello (9 Runden) um 1,043 beziehungsweise 1,112 Sekunden ab.

David Coulthard (4./Red-Bull-Cosworth/+ 1.683) und sein Teamkollege Christian Klien, der ohne Zeit blieb, hatten aufgrund der von Michelin empfohlenen Reifendruckeinstellungen massive Handlingprobleme und kämpften mit übersteuernden Autos. Alle anderen Michelin-Piloten fuhren immer brav durch die Boxengasse und absolvierten keine einzige gezeitete Runde. Insgesamt kamen daher nur acht von 20 Fahrer in die Wertung, wodurch das Klassement natürlich keinerlei sportlichen Wert hat.

Wie es nun mit Michelin weitergehen wird, ist unklar, denn wenn schon ein paar Trainingsrunden ein zu hohes Sicherheitsrisiko darstellen, was passiert dann erst im morgigen Rennen? Hinter den Kulissen wird daher im Moment eifrig nach einer Lösung gesucht. Gerüchten zufolge überlegt Michelin sogar, neue Reifen aus Europa einfliegen zu lassen, was jedoch gegen das Reglement wäre und die Zustimmung Bridgestones erfordern würde.

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