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Wegen Breitreifen: Droht der Formel 1 ein Blindflug bei Regen?

Reifenzulieferer Pirelli befürchtet 25 Prozent mehr Gischt und mahnt zur Nachsicht mit den Piloten - Künstliche Bewässerung während der Wintertestfahrten?

(Motorsport-Total.com) - Droht der Formel 1 in der Saison 2017 ein Blindflug bei Regen? Eben diese Befürchtung treibt den Reifenzulieferer Pirelli offenbar um. Grund sind die neuen Breitreifen, die für mehr Grip und mehr optischen Reiz der Boliden sorgen sollen, durch eine größere Auflagefläche aber mehr Gischt produzieren. "Es wird viel Wasser aufgewirbelt werden", blickt Sportchef Paul Hembery bei 'GPUpdate.net' besorgt voraus. "Es sind wohl pro Reifen 25 Prozent mehr, was eine Menge Holz bedeutet."

Pascal Wehrlein, Kevin Magnussen

Schon 2016 produzierten die Formel-1-Autos sehr viel Gischt Zoom

Schon mit der ausgelaufenen Generation der Pneus war das Wehklagen über schlechte Sicht laut, zahlreiche Safety-Car-Starts und Monotonie auf nasser Fahrbahn die Folge - denn Heranfahren an den Vordermann zum Vabanque-Spiel. Hembery nimmt die Aktiven in Schutz: "Fragt man die Piloten, sagen sie, das Bild der Onboard-Kameras zeige eine sehr viel bessere Sicht als ihre eigene. Deshalb sollte man etwas nachsichtiger sein, wenn es darum geht, ob noch genug zu erkennen ist."

Fraglich ist allerdings, wie sich noch mehr Nachsicht in der Politik der Rennleitung niederschlagen soll. Dann könnte bei stärkerem Regen gar nicht mehr gefahren werden, schließlich erfolgte schon zuletzt keine Freigabe, als viele Piloten sich bei ihrem Team bereits die Intermediates wünschten.


Fotostrecke: Designstudie: Formel-1-Regeln 2017

Das war aber auch ein Problem der Vollregenreifen von Pirelli, die nicht so viel Grip boten, wie sie hätten bieten sollen. Ergo überarbeiten die Italiener ihr Produkt für die kommende Saison komplett - auch, um für stehende Starts selbst nach Safety-Car-Phasen gewappnet zu sein. Wie zu hören ist, will man die Güte der neuen Profilpneus in der ersten Woche der Wintertestfahrten in Barcelona (27. Februar bis 2. März) erkunden und den Circuit de Catalunya dafür am Schlusstag künstlich bewässern, sofern es nicht schon in den Tagen zuvor regnet. Das dürfte den auf Erkundung der Performance der neuen Autos eingestellten Teams so gar nicht schmecken.

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