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Webber plaudert über Verhältnis zu Vettel: "Viel entspannter"

Mark Webber erzählt, warum seine Beziehung zu Sebastian Vettel trotz seines Buchs gut ist, warum die Formel 1 sein Traum war und was er dem Deutschen 2016 zutraut

(Motorsport-Total.com) - Von 2009 bis 2013 waren Mark Webber und Sebastian Vettel Teamkollegen bei Red Bull in der Formel 1. Während der Deutsche als viermaliger Weltmeister aus dem Duell hervorgegangen ist, bleiben Webber nur neun Siege. Die Dominanz des Teams führte zu gewissen Spannungen zwischen den starken Charakteren. Der Zwischenfall beim Grand Prix der Türkei in Istanbul 2011 oder die "Multi 21"-Affäre stehen stellvertretend für die dauerhafte Rivalität der beiden.

Mark Webber, Sebastian Vettel

Nicht immer war die Stimmung zwischen Vettel und Webber so ausgelassen Zoom

Nachdem der Australier 2013 seine Formel-1-Karriere beendet hat, verbesserte sich das Verhältnis zu Vettel. "Ich bemühe mich nicht um eine Beziehung. Es wird das sein, was es eben sein wird, aber wenn du älter wirst, dann wächst mehr Gras über die Sache und die Spannung wird vergehen. Vielleicht wird eines Nachts alles vorbei sein, in positiver Hinsicht, aber es ist jetzt schon ziemlich gut. Wir respektieren uns sehr", stellt der 39-Jährige bei 'Sport360' klar.

Trotzdem wurden in seinem Buch "Aussie Grit", das Webber im September 2015 veröffentlichte, pikante Details über interne Vorfälle mit Sebastian Vettel bekannt. Dieser wurde vor der Veröffentlichung von Webber sogar kontaktiert, wie er bereits in einem früheren Interview bestätigte. (Hier alle Details dazu lesen!)

Webber: "Wollte erzählen, was genau passiert ist"

Nun sprach der Porsche-Pilot - Webber wechselte 2014 in die Langstrecken-WM (WEC) - über den Status quo der Beziehung zu Vettel: "Wir sehen uns nicht oft, aber jetzt ist es viel entspannter, weil wir uns für lange Zeit an den Kragen gegangen sind. Es war wichtig für mich, dass ich ein paar Leute treffe, bevor das Buch erschienen ist. Natürlich auch Sebastian. Wir hatten ein langes Gespräch darüber."

Webber schrieb darin etwa, dass Vettel nach dem Zwischenfall in Malaysia 2013 seine Anwälte zu Rate zog und einen Brief an sein Team verfassen ließ. Darin hieß es, dass "Multi 21" eine "unsinnige Anweisung" gewesen sei, daher habe das Team den Deutschen auch nicht bestraft. (Weitere Infos dazu hier!)


Fotostrecke: Mark Webbers bewegte Karriere

Der Australier erklärt, dass er das Buch veröffentlichen wollte, weil "es den Leuten einen guten Einblick gibt, darüber wie es ist, in der Formel 1 involviert zu sein, als Junge Australien zu verlassen und sich da drüben durchzuschlagen". Er wollte offen und ehrlich sein, "manchmal ein bisschen hart zu mir selbst, aber echt. Ich wollte den Leuten erzählen, was genau passiert ist."

Vettel fahrerisch in der Pole-Position

Webber sieht ein, dass er im Duell gegen Vettel keine Chance hatte: "Am Ende hat er die Oberhand gewonnen. Er hatte eine tolle Phase und ist außergewöhnlich gut gefahren. Er hat bessere Resultate eingefahren." Der Australier hatte im Jahr 2010 die größte Chance, den WM-Titel zu gewinnen. Vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi lag er in der Tabelle auf dem zweiten Platz hinter Fernando Alonso. Ihm fehlten acht Punkte auf den Spanier. Jedoch wurde er am Ende nur Siebter, so holte Vettel mit seinem Sieg in Abu Dhabi seinen ersten Titel. (Alle Daten & Fakten zu Mark Webber in der Datenbank!)

"Es war eine unglaubliche Reise." Webber über seine Formel-1-Karriere

Über seine Jahre in der Formel 1 schwärmt Webber im Nachhinein: "Viele Leute denken, dass ich meine Zeit bei Red Bull nicht genossen habe, die Formel 1 war für mich jedoch eine unglaubliche Reise. Ich hatte eine sensationelle Erfahrung auf diesem Level. Es war ein Traum, jedes Wochenende gegen diese Jungs zu fahren."

Die aktuellen Geschehnisse in der Königsklasse kommentiert der Australier immer wieder kritisch. Für seinen ehemaligen Teamkollegen hat er indes nur lobende Worte übrig: "Du darfst ihn niemals abschreiben. Er ist konstant, es hängt also davon ab, wie stark das Gesamtpaket ist." Ob Vettel, der in seinem Debütjahr mit Ferrari gleich drei Siege holen konnte, 2016 näher an Mercedes herankommen wird? "Die (fahrerische; Anm. d. Red.) Fähigkeit ist sehr wichtig, aber da ist er in der Pole-Position, um die Verhältnisse zu ändern", weiß Webber.

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