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"Viva Las Vegas": Ricciardo wünscht sich mehr Stadtkurse

Der Red-Bull-Pilot begrüßt die Liberty-Pläne, die Formel 1 in die amerikanischen Metropolen zu bringen - Rennen in New York oder Las Vegas versprechen Spektakel

(Motorsport-Total.com) - Auch wenn beim vor wenigen Tagen vorgestellten Formel-1-Kalender 2018 die großen Überraschungen ausblieben, ist es kein Geheimnis, dass die neuen Serien-Verantwortlichen mittelfristig auf spektakuläre Änderungen schielen. Mehr Rennen sollen es werden, neue, weltbekannte Austragungsorte sollen hinzukommen und Stadtkurse künftig eine noch größere Rolle spielen. Dazu wollen die Macher von Liberty Media den US-amerikanischen Markt stärken und die Königsklasse in Metropolen wie New York, Miami oder Las Vegas verankern.

Daniel Ricciardo

Mehr Rennen auf Straßenkursen wie Monaco wünscht sich Daniel Ricciardo Zoom

Formel-1-Marketingchef Sean Bratches nahm bereits im Frühjahr Kontakt zu 30 Rennstrecken auf, um über künftige Projekte zu sprechen. Ein Nachtrennen in New York, ein Grand Prix in den Straßen Londons - es wäre das versprochene Spektakel für die Fans. Und auch bei den Fahrern stoßen die Liberty-Verantwortlichen mit ihrem Vorhaben auf offene Ohren. Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo zögert keine Sekunde, als er nach seiner möglichen künftigen Lieblingsstrecke befragt wird: "Viva Las Vegas", trällert er den berühmten Elvis-Presley-Song und setzt sein markantes Grinsen auf.

Wie die meisten Fahrer spricht sich auch Ricciardo für künftig noch mehr Stadtkurse in der Formel 1 aus: "Ich liebe Stadtkurse. Das Fahren dort macht einfach mehr Spaß. Ich würde mir wünschen, dass wir in die coolen, großen Städte gehen", zeigt er sich auf einer Linie mit den Liberty-Ideen. Außer der Action auf der Strecke sieht der 27-Jährige noch weitere Vorteile von Formel-1-Rennen in den Metropolen. "Wir Fahrer lieben das Rennfahren, wir sind überall glücklich. Aber es gibt auch die Zeit außerhalb des Autos. Immer, wenn man ein bisschen rausgehen kann, sich etwas anschauen kann und nicht nur im Hotel rumsitzt, dann ist das schön", so Ricciardo.


Fotostrecke: Die Stadtkurse der Formel 1

Für den neuen Formel-1-Boss Chase Carey haben die USA höchste Priorität: "Ich rede dabei von Städten wie New York, Miami, Los Angeles oder Las Vegas", sagte Carey bereits vor Monaten. Aktuell scheinen die Verantwortlichen ein Rennen in New York City zu bevorzugen, doch auch Ricciardos Wunschziel Las Vegas treibt seit einiger Zeit seine Formel-1-Pläne voran. Im vergangenen Jahr traten die Organisatoren eines möglichen Grands Prix auf dem Las Vegas Strip an Promoter Tavo Hellmund heran, der bereits großen Anteil daran hat, dass Austin und Mexiko-Stadt Teil des Formel-1-Zirkusses geworden sind.

Hellmund soll die Pläne für ein Las Vegas-Comeback konkretisieren. Bereits 1981 und 1982 gastierte die Formel 1 in der Glitzermetropole. Damals fuhr man auf dem Parkplatz des legendären Hotels Caesars Palace. In einigen Jahren könnte es nun tatsächlich wieder einen Formel-1-Grand-Prix in Nevada geben.

Mit mehr Rennen im Kalender könnten die Liberty-Macher auch gewährleisten, dass die traditionellen Kurse in Europa dafür nicht weichen müssten. Für eine ausgewogene Balance spricht sich auch Red-Bull-Star Ricciardo aus: "Denn ich würde natürlich auch keinen Kalender haben wollen, der nur voll mit Straßenkursen ist und ohne solche Strecken wie Spa oder Silverstone auskommen muss", so der Australier abschließend.