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Viele sind froh, dass Vettel aufhört, glaubt Ralf Schumacher

Warum der frühere Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher glaubt, Sebastian Vettel wird nach der Saison 2022 nicht nur vermisst werden im Fahrerlager

(Motorsport-Total.com) - Die Reaktionen auf den angekündigten Formel-1-Rücktritt von Sebastian Vettel fallen unterschiedlich aus. Vor allem Fahrerkollegen und Wegbegleiter des viermaligen Weltmeisters bedauern dessen Entscheidung, zum Saisonende 2022 aufzuhören. Es gibt aber auch Stimmen, die Vettels Karriereende durchaus begrüßen, und das sogar im Fahrerlager der Formel 1.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel hört zum Saisonende 2022 auf mit der Formel 1 Zoom

Das glaubt zumindest Ralf Schumacher. Er hat den Eindruck, "dass in der Formel 1 intern einige jetzt froh sind, dass er weg ist, vor allem [Formel-1-CEO Stefano] Domenicali und Co., weil [Vettel] doch alle Probleme geradeheraus angesprochen hat, also teilweise sehr unangenehm war, aber mit Recht", so sagt Schumacher bei 'Sky'. (Hol Dir jetzt WOW und streame alle Sessions live: Trainings, Qualifyings & Rennen!)

Ihm selbst werde Vettel fehlen, "auch seine Art und Weise [und] sein Lächeln, wenn es mal gut ging, und dieses motzige Gesicht, wenn es nicht so klappt. Aber das ist wenigstens ein Zeichen seiner Ehrlichkeit", so Schumacher.

Warum Schumacher von Vettels Rücktritt nicht überrascht ist

Die Entscheidung zum Rücktritt habe ihn allerdings "nicht überrascht". Schumacher: "Ich hatte das vorher schon ein bisschen mitbekommen."

"Das Problem ist einfach: Wenn der Erfolg dann ausbleibt und auch zuhause die Familie wartet, ergibt sich der Sinn einfach nicht mehr für einen Mann seiner Position oder für einen Fahrer."

Parallelen zwischen Schumacher und Vettel

Ihm selbst sei es in der Schlussphase seiner eigenen Formel-1-Karriere "ähnlich" ergangen, meint Schumacher. Er erklärt: "Für mich war es auch schwierig, meine Familie zuhause zu lassen, meine Frau, meinen Sohn."


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"Ich habe mich eigentlich immer öfter gefragt, warum tust du dir das an? Warum bist du nicht zuhause? Warum genießt du nicht den Sonnenaufgang oder Untergang mit der Familie zusammen? Kannst mal mit deinen Freunden einfach Skat spielen oder kegeln gehen."

In seinem Fall sei "irgendwann das Verhältnis verrutscht", meint Schumacher. "Und dann war ich nicht mehr glücklich und habe die Entscheidung getroffen, aufzuhören."

Wer die Nachfolge von Vettel bei Aston Martin antreten könnte

Doch jedem Ende wohnt in der Formel 1 auch ein neuer Anfang inne: Ein Cockpit wird frei. Aber wer übernimmt den Platz von Vettel bei Aston Martin? Nicht Fernando Alonso, sagt Schumacher. "Weil wo er ist, da sind die Voraussetzungen einfach besser. Der [Alpine] fährt permanent in den Top 10."

Sein Neffe Mick Schumacher aber befinde sich "sicherlich auf der Liste" von Aston Martin und "eventuell auch bei Williams", so meint er. "Also Möglichkeiten gibt es auf jeden Fall, weil er ja einer der Fahrer ist, die zwei Jahre Erfahrung haben mit den aktuellen Autos." Das sei "gut für ihn", sagt Schumacher.


Fotostrecke: Reaktionen zum Formel-1-Rücktritt von Sebastian Vettel

Mit Nico Hülkenberg, dem aktuellen Ersatzfahrer bei Aston Martin, stünde ein weiterer Deutscher bereit. "Und ich höre auch aus seinem Ring, dass er unbedingt will, dass er motiviert ist", meint Schumacher. "Also er wäre auch eine Alternative, keine Frage. Natürlich herzlich willkommen! Zwei Deutsche sind schöner als einer." (Übersicht: Alle bereits bestätigten Fahrer für 2023!)

Was ist mit Alpine-Testfahrer Piastri?

Oder wird es vielleicht jemand ganz anderes? Alpine-Ersatzmann Oscar Piastri zum Beispiel gilt als heißer Kandidat auf einen Formel-1-Stammplatz in der Saison 2023, doch bei Alpine könnte er abblitzen, sofern Alonso seinen Vertrag verlängert. "Das heißt, dann ist er frei", sagt Schumacher.

Er könne sich Piastri bei Williams vorstellen. "Da wird ja wahrscheinlich ein Cockpit freiwerden mit Latifi. Allerdings auch er und sein Manager haben gute Beziehungen zu anderen Teams. Und da ist ja immer noch [McLaren], wo sich vielleicht noch unplanmäßig was ergeben könnte, wenn es so weitergeht mit [Daniel Ricciardo], und das wäre für [Piastri] die bessere Alternative."

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