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  • 30.08.2009 · 21:34

Vettel: "Wir hatten die Geschwindigkeit für den Sieg"

Der Red Bull Racing-Pilot auf der Pressekonferenz über seinen aussichtslosen Kampf um den Sieg und wie er an Robert Kubica vorbeikam

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Du hast dir den dritten Platz quasi geholt, als du im mittleren Abschnitt des Rennens an Robert Kubica vorbeigekommen bist."
Sebastian Vettel: "Ja, aber das Rennen begann für uns ein wenig früher als im mittleren Rennabschnitt. Natürlich war der erste Abschnitt des Rennens sehr schwierig, da ich vom achten Platz gestartet bin. Ich denke, dass ich einen fantastischen Start hatte. Dann gab es für mich wirklich keinen Platz, wo ich hätte hinfahren können."

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel hätte von einer besseren Startposition siegen können

"Unglücklicherweise verlor ich den Zug vor mir ein bisschen, als ich die Eau Rouge den Berg hinauf fuhr. Mark war in der Lage, sich in meinen Windschatten zu setzen, überholte mich außen und dann war ich womöglich ein wenig zu vorsichtig, als ich sah, wie Leute von der Strecke rutschen."#w1#

"Ich denke, dass es Heidfeld war, der neben die Ideallinie kam. Ich verlor einen Platz an Rosberg, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass das Auto sich zurück auf die Strecke dreht, so wie ich das gestern im Qualifying erlebt habe. Das kann passieren. Es war aus diesem Grund nicht einfach."

"Aber nichtsdestotrotz war ich in der Lage, ihn nach dem Restart zu überholen, was wichtig war, denn er war schwerer und in den ersten paar Runden nach dem Restart verloren wir auf die Leute vor uns erneut zu viel an Boden. Das ist ziemlich schwierig, die Autos haben einen Abstand aufeinander. Von da an war es schwierig aufzuholen."

"Ich denke, wir haben sehr gute Arbeit geleistet. Wir hatten ein extrem gutes Rennen nach einer sehr, sehr guten Geschwindigkeit. Ich denke, dass wir im mittleren Abschnitt eine der längsten waren und dennoch auf die Führenden und auf Robert aufgeholt haben, was uns den dritten Platz eingebracht hat. Dann holten wir im letzten Abschnitt des Rennens wieder auf."

"Das Auto verhielt sich meiner Meinung nach sehr gut, ich hatte beim Fahren jede Menge Spaß. Dieser Kurs ist fantastisch, er ist ein Vergnügen. Aber den Jungs vor dir pro Runde drei, vier oder fünf Zehntelsekunden pro Runde abzunehmen, ist womöglich das Maximum, das man leisten kann. In Bezug auf die Geschwindigkeit hatten wir definitiv das Auto, um zu siegen, aber es hat gestern nicht geklappt."


Fotos: Sebastian Vettel, Großer Preis von Belgien, Sonntag


"Ich bin über den dritten Platz immer noch sehr glücklich, besonders nach den Dingen, die in den vergangenen beiden Rennen vorgefallen sind. Ich muss auch mein Kompliment an Renault aussprechen. Ich weiß, dass natürlich über unsere Zukunft und so weiter in der Presse eine Menge Diskussionen stattgefunden haben."

"Aber ich kann sagen, dass sie wirklich gute Arbeit leisten. Die Leute stehen wirklich hinter uns und machen eine Menge Druck. Natürlich hatten wir mit den beiden Motorschäden eine schlechte Situation, besonders in Valencia. Mit Sicherheit hat das nicht geholfen. Aber ich denke, dass wir immer noch damit umgehen können. Wir können sehen, dass das Auto funktioniert, der Motor funktioniert, es war für uns also ein guter Tag. Sechs Punkte, mehr als alle anderen in der Meisterschaft, schlussendlich war es also ein sehr guter Tag."

Frage: "Welches war für dich der beste Reifensatz? Du fuhrst die beste Rennrunde im letzten Abschnitt des Rennens."
Vettel: "Ja, das stimmt. Natürlich waren die Versuche am Freitag vor allem für mich limitiert, da ich Kilometer sparte. Am Freitag ist der Kurs nicht in derselben Verfassung wie man ihn im Rennen vorfindet, es war aus diesem Grund schwierig, den richtigen Reifen auszuwählen."

"Zu Beginn des Rennabschnitts hatte ich auf den härteren immer etwas zu kämpfen. Dies ist auch der Grund, warum wir zu Beginn des ersten Abschnitts gegenüber den Autos an der Spitze verloren, als sie von uns wegfuhren. Sie fuhren sehr schnell. Später war die Geschwindigkeit meiner Meinung nach gut, das Auto funktionierte auf den harten Reifen besser und besser."

"Auf dem zweiten Rennabschnitt, auf dem harten Reifen, war es ziemlich schwierig wieder loszulegen, das Aufwärmen war nicht einfach. Und dann konnte ich auf dem letzten Abschnitt des Rennens die Zeit ziemlich früh setzen, natürlich war dies der Effekt neuer Reifen, und der Kurs war in ordentlicher Verfassung."

"In den letzten paar Runden versuchte ich aufzuholen, aber der Abstand war zu groß. Ich versuchte aus diesem Grund einfach den Abstand zu managen, mit dem ich Robert folgte, und nahm ein wenig das Tempo raus. Wir reduzierten die Drehzahlen und fuhren das Auto bis ins Ziel."

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